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Bischof Nalbandian: Der Westen beschimpft die Länder im Nahen Osten pauschal als Terroristenländer
Nachrichten  15/10/2010 05:57:32
(gloria.tv/Radio Vatikan) Am Freitag Vormittag schlug auf der Nahost-Bischofssynode im Vatikan die Stunde der Ökumene. Vertreter verschiedener christlicher Denominationen forderten mit Verve eine baldige Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Es wurde klar, dass sich die Christen im Nahen Osten angesichts eines schwierigen Umfelds in einem Boot fühlen. Kernsätze aus wichtigen Statements, zusammengestellt von Stefan Kempis:

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof Makarios Tillyridis aus Kenia:

„Im Nahen Osten bedeutet Religionsfreiheit gewöhnlich nur Kultfreiheit und nicht Gewissensfreiheit – also nicht das Recht, seine Religion zu wechseln. Religion wird hier als eine soziale, ja nationale Sache angesehen und nicht als eine individuelle. Religionswechsel gilt als Verrat an der Gesellschaft.“

Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Byblos im Libanon:

„Den Papst von Rom in den ostkirchlichen Liturgien zu erwähnen, ist eine neue Praxis, die man im Orient noch nie gekannt hat!“

Der armenische Bischof Armash Nalbandian aus Syrien:

„Der Hauptgrund für die Emigration von Christen ist häufig, dass westliche Politiker die Existenz von Christen in Nahost ignorieren und unsere Länder als Terroristenländer oder –gesellschaften bezeichnen. Islamisches Land bedeutet nicht automatisch Terroristenland! ... Wir können die Kirchen im Westen nur bitten, ihre Stimme zu erheben, wenn Politiker oder Geschäftemacher versuchen, Krieg aus wirtschaftlichen oder politischen Interessen mit Religion zu rechtfertigen.“

Shaban Sarkissian, ebenfalls armenischer Bischof in Syrien:

„Wir sollten die Einheit der Kirchen noch konkreter und klarer zeigen... Patriarch Aram I. sieht diese Synode in gewisser Weise als eine Synode aller Kirchen des Nahen Ostens an, weil wir unter denselben Bedingungen leben und mit denselben Problemen und Herausforderungen konfrontiert sind.“

Der assyrische Metropolit des Irak, Gewargis Sliwa:

„Alle Christen im Nahen Osten und vor allem im Irak haben von dieser Synode gehört und glauben, dass Gott uns alles geben wird, was wir für ihre Sicherheit und ihr Glück erbitten. Die Probleme der Christen im Irak sind andere als die der anderen Christen im Nahen Osten. Die Lage braucht schnelles Handeln – sonst verlieren die Christen jede Hoffnung auf Treffen wie dieses hier und sagen: Wie lange sollen wir denn noch warten.“

Der evangelische Pastor Olav Fykse Tveit vom Weltrat der Kirchen

(seine Botschaft wurde verlesen): „Jerusalem hat eine besondere Bedeutung für alle, und der israelisch-palästinensische Konflikt hat starke negative Implikationen für die ganze Region und weit darüber hinaus. Wir glauben, dass ein gerechter Friede für Jerusalem eine starke positive Wirkung hätte, auch für die Kirchen und ihr Zeugnis in der Region. Als ich kürzlich in Jerusalem war, drängten mich die Oberhäupter der Ortskirchen, mich für ein Ende der Besatzung starkzumachen... Das ist auch der wichtigste Wunsch, den die palästinensischen Christen vorbringen.“
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jonatan  15/10/2010 14:09:43
@ cantate ja bitte und erklaeren sie das auch gleich den christen im irak oder in aegypten, oder den palaestinensischen christen in den von israel besetzten gebieten... aber immer nur schoen die augen zumachen, und alle luegen schlucken, weil es ja eventuell gegen die feindesliebe verstossen koennte, wenn man die suenden aufzeigt, unter denen die christen weltweit (und gerade im nahen osten!) leiden - die art von feindesliebe von der sie reden ist einfach nur zynisch gegenueber denen, die in … [More]
cantate  15/10/2010 11:50:50
@ jonathan

Alles klar! Feindesliebe ist nur was für Weicheier-Deppen. Lesen Sie doch mal die Bergpredigt und lassen Sie darüber Ihre markigen Sprüche los! Manchmal denke ich, dass Typen mit solchen Ansichten dem fundamentalistischen Islam näher stehen, als sie es sich selbst eingestehen wollen ...
jonatan  15/10/2010 10:46:41
@ sankt michael hab mich auch zuerst gewundert, dann nochmal gelesen: das war der griechisch-ORTHODOXE der das gesagt hat, und wollte wohl damit ausdruecken, dass die unierten kirchen (die ja natuerlich den papst erwaehnen) nach lediglich 400 jahren so eine himmelschreiende neuerung seien, dass man das gar nicht ernst nehmen koenne.

das schlimme ist, dass die einladung all dieser typen die ganze synode endgueltig zur farce verkommen laesst: vor orthodoxen und protestanten kann man nicht in … [More]
Sankt Michael  15/10/2010 10:26:57
„Den Papst von Rom in den ostkirchlichen Liturgien zu erwähnen, ist eine neue Praxis, die man im Orient noch nie gekannt hat!“

Was ist da die Hintergrundgeschichte???
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