Bischof Genn zur neuen Seelsorgeeinheit: Pfarrer sollen Rücktritt anbieten
Nachrichten 18/10/2010 10:20:42
Wortlaut des Briefes von Bischof Felix Genn von Münster zur Pfarreien-Zusammenlegung in Ahlen. Der Text wurde in den Sonntagsmessen der betreffenden Pfarreien vorgelesen.„Liebe Mitchristen in Ahlen, bereits vor einiger Zeit haben mein Generalvikar und andere Vertreter aus dem Generalvikariat den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorstandsvertretern in der Versammlung die Planung für die künftige Seelsorgestruktur in Ahlen vorgestellt. In den vergangenen Wochen haben weitere Gespräche, insbesondere mit Hauptamtlichen und den Pfarren in Ahlen, stattgefunden.
Am 21. November 2010 wird sich Pfarrer Günther Gramatke aus seiner Gemeinde St. Marien verabschieden. Er wird danach als emeritierter Pfarrer in dieser Stadt Ahlen wohnen bleiben. Ich möchte ihm an dieser Stelle für seinen langjährigen Dienst herzlich danken.
Pfarrer Lüke, Feldmann und Könning habe ich gebeten, ihr Pfarramt in den kommenden Tagen zur Verfügung zu stellen. Auch ihnen danke ich herzlich für den geleisteten Dienst.
Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es für alle Beteiligten das Beste ist, wenn sie den Prozess, eine Seelsorgeeinheit zu bilden und weitere Kooperationsschritte zu gehen, mit einem gemeinsamen neuen Pfarrer gestalten. Dieser neue Pfarrer soll sich im Zusammenhang mit der Besetzung der Nachfolge von Pfarrer Günther Gramatke allen Vertretern der zukünftigen Gemeinden vorstellen. Mit ihm gemeinsam und den anderen hauptamtlich Tätigen in Ahlen kann dann die zukünftige Struktur der Seelsorgeeinheiten angegangen werden. Selbstverständlich muss dieses Team noch durch weitere Priester ergänzt werden.
Zu welchem Zeitpunkt eine Zusammenlegung der Pfarrgemeinden zu einer Pfarre erfolgen kann oder soll, muss in Ruhe weiter bedacht und beraten werden. Dies setzt voraus, dass zunächst mit dem neuen Team ein Seelsorgekonzept erarbeitet wird, welches das Gemeindeleben auch an den einzelnen Standorten zukünftig ermöglicht und fördert. Selbst im Falle der Zusammenlegung soll es auch weiter möglich sein, an den einzelnen Orten als lebendige christliche Gemeinde in der dann größeren Pfarrei zu leben. Aufgaben dieses Seelsorgerates wird es auch sein, gemeinsam mit den Vertretern der Kirchenvorstände ein Immobilienkonzept zu überlegen, welches der Ausübung des Pastoralplanes dienlich ist. Gerne stehen Ihnen die Mitarbeiter aus der Fachstelle Gemeindeberatung und anderen Fachabteilungen zur Verfügung, um diesen Prozess zu begleiten.
Ich hoffe, dass wir damit in Ahlen Voraussetzungen schaffen, die Stabilität in der Struktur für die kommenden Jahre bedeuten, und es den Christen in Ahlen ermöglichen, ihr Christsein gemeinsam zu leben und durch Priester und andere Seelsorger vor Ort darin Unterstützung zu erfahren.“























