Zölibat: Staatssekretär (CDU) weist Kritik von Kardinal Brandmüller zurück
Nachrichten 27/01/2011 04:25:07
«Das Problem des Priestermangels und der immer schwerer werdenden seelsorgerischen Betreuung muss und darf jeden umtreiben, der es gut mit der Kirche meint.» Die Kirche sei das Volk Gottes, und dazu gehörten neben Bischöfen und Priestern «selbstverständlich auch Laien». Eine Einlassung von christlich orientierten Politikern sei deshalb «nicht nur selbstverständlich, sondern auch unverzichtbar».
Prominente CDU-Politiker hatten in einem Brief an die deutschen Bischöfe gefordert, die Priesterweihe von verheirateten «bewährten Männern», sogenannten viri probati, zuzulassen, um dem Priestermangel entgegenzuwirken. Neben Kues, Bundestagspräsident Norbert Lammert und den früheren Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, Erwin Teufel und Dieter Althaus tragen Bundesbildungsministerin Annette Schavan, der NRW-Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg und der frühere ZdK-Generalsekretär Friedrich Kronenberg den als «Bitte» formulierten Appell mit.
Brandmüller sprach demgegenüber von einer «Kampagne» deutscher Politiker.
Sie bedeute eine «persönliche Beleidigung» für die «überwältigende Zahl von Priestern, die den Zölibat überlegt und aus freien Stücken» übernommen hätten und treu lebten, heißt es in einem Offenen Brief. Letztlich werde dadurch auch Jesus Christus selbst beleidigt. «Was legitimiert Sie als Politiker, zu einem innerkirchlichen Thema Stellung zu beziehen, das Sie weder von Amts wegen noch persönlich betrifft?», heißt es in dem Schreiben des aus Bayern stammenden Kirchenhistorikers.
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