Erstes Treffen in einem alten Hühnerstall
Nachrichten 18/04/2011 07:44:31
(gloria.tv/ bpf) Monsignore Leo Maasburg, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, berichtete beim diözesanen Weltjugendtag in Fulda von seiner langjährigen Freundschaft mit Mutter Teresa, die er zum ersten Mal in Rom getroffen hatte. Das schrieb Sebastian Pilz in einem Bericht für die Pressestelle der Diözese Fulda.
Msgr. Maasburg erzählte: „Ich kam als Übersetzer zu ihr und besuchte sie in einem ehemaligen Hühnerstall. Der Besitzer sagte, dass er nur einen alten Hühnerstall für die Schwestern habe, worauf Mutter Teresa sagte: Das ist wunderbar, wir Schwestern sind auch wie Hühner.“
Nach dem Treffen fuhr Pater Leo einige Schwestern zum Flughafen: „Sie hatte nur ganz wenig Gepäck und gingen für fünf bis zehn Jahre nach Argentinien. Dieser Gehorsam faszinierte mich.“
Mit vielen weiteren Berichten charakterisierte Leo Maasburg Mutter Teresa als mutige, schöne und gläubige Frau. „Sie begegnete jedem Menschen ohne Vorurteile. Ich habe sie in den sieben Jahren, in denen ich sie auf Reisen begleitet habe, nie schlecht über einen Menschen reden hören“, versicherte Pater Leo. Egal ob Rebellenführer oder Staatspräsident, jedem sei sie herzlich begegnet und habe gesehen, was der jeweilige Mensch an inneren Nöten litt und brauchte.
Diese Haltung sei in der intensiven Beziehung zu Jesus Christus erwachsen. Nur aus der Stille und dem Gebet erwachse ein Glaube, der sich dann auch in der tätigen Nächstenliebe zeige. Dabei galt für sie das biblischen Wort Jesu: „Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mat 25,40).

