Priester marschiert 2.000 Kilometer durch die Philippinen
Nachrichten 09/05/2011 16:37:16
Vor seinem Aufbruch will der Priester im Präsidentenpalast einen Brief abgeben, in dem er Staatschef Benigno Aquino III. zu Friedensgesprächen mit der islamistischen Rebellenbewegung MILF aufruft und gegen ein neues Gesetz zur Reproduktivmedizin protestiert. «Ich erwarte nicht, den Präsidenten zu treffen», sagte Picardal: «Ich möchte nur den Brief am Wachhaus zustellen und weitergehen.»
Der Geistliche war den Angaben zufolge am 1. April in Davao City im Süden des Inselstaates aufgebrochen. Bis 31. Mai will er nach 2.000 Kilometern Aparri an der Nordspitze erreichen. Trotz einer Fieberattacke und einer Durchfallerkrankung habe er wandernd und joggend Tagesetappen von bis zu 50 Kilometern absolviert. «Ich habe nur für ein Heilungsgebet angehalten und bin dann weitergegangen.»
Picardal veranstaltete bereits zuvor Langstreckentouren zu Fuß und per Fahrrad. Unter anderem wanderte er 800 Kilometer zum spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela. In seinem Blog bezeichnet er sich als Fahrradpriester, Lebensschutz- und Friedensaktivist, Heiler und Gelegenheitseremit. An der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom wurde er mit einer Arbeit über Basisgemeinden promoviert.

