Langer Streit um Motto des Reformationsjubiläums
Nachrichten 07/06/2011 03:48:43
Vor allem die Theologen, darunter der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht wollten das biblische «im», berichtete Thüringens Medienstaatssekretär Peter Zimmermann nach der Sitzung auf der Wartburg bei Eisenach. Dennoch habe man sich auf das umgangssprachliche «am» verständigt.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte am Montag mitgeteilt, dass er Bund in diesem Jahr Projekte zum «Reformationsjubiläum 2017» mit über 816.000 Euro fördert. Zudem beteiligt er sich gemeinsam mit den Ländern an der Sanierung von Lutherstätten. So unterstützt er in diesem Jahr die Sanierung der Schlosskirche Wittenberg und der Georgenkirche Eisenach mit 1,47 Millionen Euro. Für die Sanierung des Erfurter Augustinerklosters stehen 208.000 Euro, für das Wittenberger Melanchthon-Haus 205.000 Euro und für die Weimarer Herder-Kirche 68.000 Euro zur Verfügung.
Neumann bezeichnete die Reformation als zentrales historisches Ereignis mit religiösen, politischen und kulturellen Auswirkungen von weltgeschichtlicher Bedeutung. Sie begann der Überlieferung nach mit dem legendären Thesenanschlag Martin Luthers 1517 an der Wittenberger Schlosskirche.
Zugleich hob Neumann das touristische und wirtschaftliche Potenzial der Gedenkveranstaltungen hervor. Für Deutschland biete sich eine bedeutende Gelegenheit, sich als gast- und kulturfreundliches Land zu präsentieren. Bereits 2008 hatte der Bundestag die Regierung aufgefordert, sich angemessen an den Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum zu beteiligen.


