Weihbischof Jaschke: Öffentliche Muezzin-Rufe vorstellbar
Nachrichten 23/06/2011 12:15:34
(gloria.tv/ KNA) Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke unterstützt die Haltung der designierten evangelischen Bischöfin im Sprengel und Lübeck, Kirsten Fehrs, zu öffentlichen muslimischen Gebetsrufen. Dem Hamburger Abendblatt hatte die Hamburger Pröpstin und Hauptpastorin gesagt, Muezzin-Rufe seien vorstellbar, «wenn es eine Moschee ist, die kooperierend, demokratisch, integrierend und anti-islamistisch ist».Jaschke sagte der Zeitung (Donnerstag), er sei hier ganz mit Fehrs einig. «Wir suchen das Miteinander mit den gläubigen Muslimen und fördern ihre Anliegen auf Anerkennung des religiösen Lebens.» Allerdings müsse die konkrete Situation in die Überlegungen einbezogen werden, so der katholische Bischof.
Ahmet Yazici vom Bündnis der islamischen Gemeinden in Norddeutschland erklärte, nach einer Ära des Stillstands freuten sich die Muslime auf die neue Bischöfin. «Sie wird frischen Wind in den interreligiösen Dialog bringen.» Das sei wichtiger als der Gebetsruf, so Yazici.
Die frühere Hamburger Bischöfin Maria Jepsen hatte Ende 2009 mit ihrer Äußerung, sie halte öffentliche muslimische Gebetsrufe für vorstellbar, eine teils heftige gesellschaftliche Debatte ausgelöst.


























