Vatikansprecher: Priesterweihen der Piusbrüder sind illegtim
Nachrichten 05/07/2011 07:38:44
Solange die strittigen Lehrfragen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Gruppierung nicht geklärt seien, werde sich daran nichts ändern, sagte Lombardi unter Verweis auf ein Schreiben von Papst Benedikt XVI. vom März 2009. «Die Weihen sind somit weiterhin als unerlaubt zu betrachten.»
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hatte in den vergangenen Wochen insgesamt 20 Priester und 23 Diakone geweiht. Am Samstag wurden im oberpfälzischen Zaitzkofen vier Priester und zwei Diakone geweiht.
Zuvor waren am vergangenen Mittwoch im Seminar in Econe im Schweizer Kanton Wallis zwölf Priester und elf Diakone geweiht worden. Weitere fünf Männer wurden am 17. Juni im Priesterseminar in Winona (US-Bundesstaat Minnesota) von den Traditionalisten ordiniert, zehn erhielten die Diakonweihe.
Papst Benedikt XVI. hatte im Januar 2009 die Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft aufgehoben, um einen Dialog mit der konservativen Gruppierung zu beginnen. Seither fanden im Vatikan mehrere Gesprächsrunden mit Vertretern der Bruderschaft zur Klärung strittiger Lehrfragen statt. Bis zu deren Abschluss waren die Piusbrüder gebeten worden, auf Weihen zu verzichten.
Die 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Priesterbruderschaft Sankt Pius X. lehnt zentrale Kirchenreformen des 20. Jahrhunderts ab. Sie ist vom Vatikan nicht anerkannt. Unerlaubte Priesterweihen durch gültig geweihte Bischöfe sind nach katholischem Kirchenrecht auch bei fehlender Erlaubnis des Papstes gültig.


