Erzbistum München: Ein neuer Volksaltar für St. Ägidius
Nachrichten 27/07/2011 05:13:20
(gloria.tv/ PM) Im Rahmen eines Festgottesdienstes am kommenden Sonntag wird Weihbischof Wolfgang Bischof, zuständig für die Seelsorgsregion Süd der Erzdiözese München und Freising, den neuen Altar in der Kirche St. Ägidius weihen. Außer dem Altar erhält die Kirche auch einen neuen Ambo, Priester- und Ministrantensitze sowie eine Kredenz nach Entwürfen des Künstlers Toni Stegmayer aus Kiefersfelden.
Der neue Altar besteht aus hellem Stein. Die Mensa, die Altarplatte, ragt leicht über den kreuzförmigen Stipes, den Altarfuß, hinaus. Die beiden Teile werden verbunden durch ein ebenfalls kreuzförmiges Eisengerüst. Auch der Ambo ist aus Eisenstäben hergestellt ebenso wie Priester- und Ministrantensitze, die Sitzflächen aus Eiche mit eingelegten Filzen haben. Zusammen mit neuen Leuchtern für die Kirche und Ausbesserungsarbeiten am Boden des Altarraumes kostet die neue Ausstattung etwa 75.000 Euro, die je zur Hälfte von Erzbischöflichem Ordinariat und Pfarrei finanziert werden. Der bisherige Altar und Ambo von St. Ägidius werden in St. Martin in Ischl weiterhin verwendet.
Die heutige Kirche St. Ägidius stammt aus der Zeit um 1435. Der neugotische Saalbau ersetzte eine romanische Kirche an derselben Stelle. Nachdem die Kirche und die überwiegend barocke Ausstattung zuletzt gereinigt und konserviert wurden und eine neue Orgel eingebaut wurde, soll die Neugestaltung mit den neuen liturgischen Orten nun ihren Abschluss finden. St. Ägidius war vom Anfang des 17. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts selbständige Pfarrkirche und gehört nun als Filialkirche zur Pfarrei St. Lambert in Seeon. Regelmäßig finden dort Abend- und Vorabendmessen, Schulgottesdienste und Requien statt.
Der Altar, an dem die Gläubigen die Gemeinschaft mit Christus feiern, ist der Mittelpunkt des katholischen Kirchenraumes. Seine Weihe ist deshalb Bischöfen vorbehalten. Während eines Festgottesdienstes wird der Altar mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt, bevor der Bischof das Weihegebet spricht. Erst danach darf auf dem Altar Eucharistie gefeiert werden.



