Erzbischof Woelki hält sich nicht für besonders fromm
Nachrichten 10/01/2012 11:04:36
(gloria.tv/ KNA) Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hält sich selbst nicht für außergewöhnlich fromm. Es gebe viele Priester und Laien, von denen er sich «eine Scheibe» abschneiden könne, sagte Woelki am Dienstagabend in der RBB-Fernsehsendung «Thadeusz». Die aufgezeichnete Sendung wird heute abend ab 22.15 Uhr ausgestrahlt.Er versuche zwar, auch mit Blick auf Frömmigkeit Vorbild zu sein. Nach seinem Eindruck gebe es aber etliche Menschen, die eine größere Christusnähe lebten als er selbst.
Auch Homosexuelle in der Kirche willkommen
Auch Homosexuelle sind nach den Worten des Berliner Erzbischofs in der katholischen Kirche willkommen. Er verurteile gleichgeschlechtlich orientiere Menschen nicht, sondern begegne auch ihnen mit Achtung und Würde. Zugleich betonte Woelki, die katholischen Christen hätten ein besonders Ideal «und das ist die Beziehung der Ehe zwischen Mann und Frau, die offen ist auch für das Kind». Gott habe die Menschen als Mann und Frau geschaffen und «auf diese Weise aufeinander bezogen».
Würdenträger müssen glaubwürdig sein
Von Würdenträgern erwartet WoelkiAuthentizität und Glaubwürdigkeit. «Mir steht es nicht zu, den Bundespräsidenten in dieser Weise zu beurteilen». Das müsse Christian Wulff mit sich und seinem Gewissen ausmachen.
Woelki forderte zugleich eine möglichst große Übereinstimmung zwischen Worten und Taten. «Das Bestreben danach, diese Identität zu haben, das muss gewährleistet sein, das ist eine Herausforderung, die jedem von uns mitgegeben ist». Auch ihm selbst sei es wichtig, durch seine Lebensführung «keinen Anstoß zu erregen».






















