Freiheit für iranischen Pastor Youcef Nadarkhani
Wiktoria     24/02/2012 17:17
Von:Daniel Holler (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) aus Frankfurt
An: Abgeordnete des Bundestags in Bundesweit Keine Stellungnahme
An die Abgeordneten des Deutschen Bundestages
Platz der Republik
10557 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie um Ihren Einsatz für Youcef Nadarkhani, der am 22. September 2010 wegen Apostasie und Evangelisation zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Das Urteil wurde am 22. Juli 2011 bestätigt. Pastor Nadarkhani befindet sich in Lebensgefahr. Aufgrund des internationalen Drucks wurde das Verfahren wieder aufgenommen. Nun erging der Erlass durch die Oberste Juristische Instanz im Iran, in diesem Fall für mindestens ein Jahr nichts zu unternehmen, ausser "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" den Pastor zur Rückkehr zum Islam zu bewegen. Dies schließt Folter ein.

Pastor Nadarkhani, geboren 1977, wurde erstmals im Dezember 2006 wegen Apostasie und Verbreitung nichtislamischer Lehren, verhaftet. Zwei Wochen später wurde er ohne Verurteilung freigelassen. Im Jahre 2009 verabschiedete das iranische Parlament ein Gesetz, das eine stärkere Förderung und Entwicklung des muslimischen Glaubens im Schulunterricht vorsieht. Dieses Gesetz gilt für alle Schulkinder, auch die christlicher Eltern. Da Nadarkhanis Söhne in den örtlichen Schulen ebenfalls von diesem Unterricht „betroffen“ waren, machte Nadarkhani von seinem Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch und protestierte gegen diesen Beschluss. Eine Vorladung der Geheimpolizei vor das Revolutionsgericht in Rasht am 12. Oktober 2009 endete mit seiner Verhaftung. Seitdem sitzt er im Gefängnis der Geheimpolizei in Lakan, das 11 km südlich seiner Heimatstadt Rasht liegt.

Den ersten Monat im Gefängnis sowie einige Monate vor und nach seinem „Prozess“ musste Nadarkhani in Einzelhaft verbringen. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen versuchte man ihn wieder zum „richtigen“ Glauben zurückzubringen. Unter anderem versuchte man ihn zur Einnahme von Pillen zu zwingen sowie ihn als verrückt abzustempeln, um ihn somit als krank und nicht zurechnungsfähig erklären zu können. Im Zuge einer Verurteilungs- und Einschüchterungswelle wurde auch Nadarkhani's prominenter Anwalt Mohammad Ali Dadkhah Anfang Juli 2011 zu Peitschenhieben, 9 Jahren Haft und 10-jährigem Berufsverbot als Dozent und Anwalt sowie zu einer Geldstrafe verurteilt.

Anfangs durfte Youcef Nadarkhani regelmäßig Besuch von seinem Anwalt, von seiner Familie und seinen Freunden empfangen. Besuche seines Anwalts wurden später nur noch begrenzt gestattet. Um weiter Druck auf Nadarkhani zu erzeugen, wurde am 18. Juni 2010 seine Frau Fatemah Pasadideh inhaftiert. Man brachte sie ebenfalls ins Gefängnis nach Lakan. Die zwei Kinder des Ehepaares blieben bei Verwandten. Die iranischen Behörden drohten, den Eltern das Erziehungsrecht zu entziehen und ihre Kinder einer muslimischen Familie zuzuführen. Da jedoch jeder Druck seine Wirkung verfehlte, wurde seine Frau Pasandideh ohne rechtlichen Beistand vor Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach der Verurteilung nahm sie sich einen Anwalt. Im Berufungsverfahren wurde sie am 11. Oktober 2010 nach viermonatiger Haft aus dem Gefängnis entlassen.

Am 21. und 22. September 2010 fand das Gerichtsverfahren gegen Youcef Nadarkhani statt. Am 22. September verkündete das Gericht: Hinrichtung durch den Strang. Einen schriftlichen Bescheid erhielt er zunächst nicht. Er wurde innerhalb des Gefängnisses in die Sektion für politische Gefangene verlegt und durfte weder Besuch von seiner Familie noch von seinem Anwalt erhalten. Am 13. November 2010 erhielt er schließlich das schriftliche Urteil. Das iranische Recht räumte eine 20-tägige Einspruchsfrist ein, in welcher Nadarkhani's Anwalt beim höchsten Revisionsgericht des Irans Berufung einlegte. Jedoch blieb dies ohne Erfolg. Am 28. Juni 2011 bestätigte die dritte Kammer des Obersten Gerichtshofs in Qom die Todesstrafe. Sollte die Todesstrafe ausgeführt werden, wäre Pastor Youcef Nadarkhani seit Jahren der erste Konvertit, welcher offiziell aufgrund seines christlichen Glaubens hingerichtet wurde.

Im Oktober 2011 wurden die Vorwürfe abgewandelt. Jedoch ist die Todesstrafe nicht aufgehoben worden.

Bitte helfen Sie Pastor Youcef Nadarkhani!
Begründung: Das Recht auf Religionsfreiheit schließt den Glaubenswechsel ausdrücklich mit ein. Es darf nicht sein, dass Menschen in der heutigen Welt noch immer wegen Religion, Meinungen, Lebensweisen, Ausrichtungen diskriminiert, verfolgt, inhaftiert oder gar hingerichtet werden.

Die IGFM unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Religions-, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Im Namen aller Unterzeichner.
Frankfurt, 20.12.2011 (aktiv bis 19.06.2012)

openpetition.de/.../freiheit-fuer-iranischen-pastor-youcef-nadarkhani
Wiktoria         10/09/2012 12:27
Haftentlassung für Pastor Youcef Nadarkhani
Danke allen die Unterschrieben haben!
Der im September 2010 wegen Apostasie („Abfall vom Islam“) zum Tode durch den Strang verurteilte iranische Konvertitenpastor Youcef Nadarkhani (Archivfoto mit seiner Familie) wurde am 8. September 2012 im Rahmen eines erneuten Gerichtsverfahrens vom Vorwurf der Apostasie freigesprochen.
Pünktlich zu Maria Geburt ! [More]
Edward B.         24/07/2012 13:39
Schließlich hast du mit dem Urteilen angefangen - und dazu noch über mein Denken. Und ich habe dir darauf geantwortet.
Das Thema war Iran, nicht Irak, jetzt textest du über Irak.
Glaube lieber nicht, was du gerade "willst", sondern das was wahr und richtig ist. Und hinterfrage ab und zu manche Dinge und denke darüber nach.
www.irania.eu/.../Christen%20im%20Iran.html
Salamaleikum.
Wiktoria         24/07/2012 12:44
Ja, bin ich das kennst Du mich! Urteile nicht! Wenn mich nicht kennst!
Auch über Iran und Irak steht vieles bei Kirche in Not! Und ich hab vom Irak gesprochen... Wohl Seiten die für Dich Lügen...wenn man bedenkt das Kirche in Not ist eine Stiftung päpstlichen Rechts. Papst Benedikt XVI hatte das vormalige Werk päpstlichen Rechts am 7. Dezember 2011 zu einer Stiftung erhoben.
Doch für Dich leider nutzlos. Glaube was Du glauben willst, doch es sagt alles aus wie Du denkst in deinem ersten Komment… [More]
Edward B.         24/07/2012 12:34
Du bist lau in deinem Denken. Das ist wie Salz, das schal geworden ist. Der Heiland urteilt darüber mit klaren ("harten"?) Worten (Mt. 5,13).
Irak ist nicht Iran. Iran ist ein islamischer Staat. So wie es einmal katholische Staaten gab, ist die Staatsreligion der Islamischen Republik Iran nunmal der Islam, wie die Staatsreligion von Kolumbien einst der katholische Glaube war. Das war bevor der Vatikan (!) darauf gedrängt hat dies abzuschaffen.
Aber die iranischen Schurken schützen die Kirchen. … [More]
Wiktoria         24/07/2012 12:03
Du bist hart in Deinem Denken! Damit tust Du nichts gutes!
Dein Zitat :Du unterstellst, dass der Erzbischof von Teheran den Papst angelogen hat. Vor lauter Angst. Aber nach Rom reisen durfte er. ---???---
Hab ich das geschrieben? Wohl nicht!
Meinst du den allen ernstes der Erzbischof würde öffentlich beim Papst wo die Medien alle drauf Lauern was Sagen was seine katholischen Landsleute gefährdet??? Ich wette mit Dir Er hat die Lage ganz genau beim hl. Vater geklärt und das es nicht so rosig … [More]
Edward B.         24/07/2012 11:27
Dass die Iraner gegen Hallelujahopser einschreiten ist prima. "Hauskirchen" oder sonstige "Gesellschaften"(dazu gehört auch die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte"), die gegen die katholische Kirche arbeiten, sollen von Katholiken sowieso nicht unterstützt werden.
Du unterstellst, dass der Erzbischof von Teheran den Papst angelogen hat. Vor lauter Angst. Aber nach Rom reisen durfte er. ---???---
Wiktoria         24/07/2012 10:35
Sicher Edward der Herr Pastor Nadarkhani sitzt seit 8.Juli 1.000 Tagen in Haft. Sicher ist Er nicht katholisch, na und? Deswegen soll man für Ihn keine Unterschriften sammeln, weil Er nicht katholisch ist? Ist das für Dich Nächstenliebe? Macht das uns Katholiken durch solche Aussagen wie Du sie ansprichst von der Liebe Christi glaubwürdig? Was hat man für einen Lohn im Himmel wenn man nur den seinen Hilft? Hat schon Jesus gesagt! Da wo Hilfe gebraucht wird , egal ob Katholisch oder Evangelisch … [More]
Edward B.         24/07/2012 09:52
Bevor man irgend etwas unterschreibt ist es besser, sich zu informieren. Zu welcher Kirche gehört der Pastor? Was sind "Hauskirchen"?
Im Iran gibt es Kirchen, die die Gläubigen ohne Druck und Einschüchterung besuchen können. Wozu also "Hauskirchen"? Katholisch sind die jedenfalls nicht. Was dort gemacht wird, ist hier dokumentiert:
www.youtube.com/watch
In einem Land, in dem der Glaube ernst genommen und alles Heilige gewürdigt wird, ist dieses herunter gekommene Leben, das dreisterweise "… [More]
Wiktoria         24/07/2012 07:56
Danke fürs Unterschreiben!
Pastor Nadarkhani sitzt seit 8.Juli 1.000 Tagen in Haft!
Iran besorgt über Ausbreitung von Hauskirchen
Unterdessen macht sich unter führenden Muslimen im Iran Sorge über die wachsende Zahl christlicher Hauskirchengemeinden breit. Einem Bericht der christlichen iranischen Nachrichtenagentur „Mohabat News“ zufolge wollten sie deshalb die „islamische Propaganda“ in der Bevölkerung verstärken. Besonders Familien sollten nachhaltiger mit den religiösen Lehren des Islam … [More]
Latina         24/07/2012 07:50
habe eben unterschrieben
kathnewsticker         23/07/2012 13:07
Danke für diesen Eintrag!