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Abendmahls-Blasphemie im Würzburger Dommuseum
Nachrichten  29/02/2012 13:55:35
(gloria.tv/ POW) Alte und Junge, Frauen und Männer, Bekleidete und Unbekleidete, Hoffnungsfrohe und Hoffnungslose sind rund um den Tisch versammelt. An der zentralen Stelle in der Mitte scheint noch Platz zu sein. Zumindest so lange, bis sich ein Besucher der Installation „Abendmahl und zwölf Begleiter“ von Henning von Gierke auf die Bank in dem kleinen Raum des Würzburger Museums am Dom setzt. Mit Verzögerung von einigen Sekunden erscheint dann sein Konterfei an dieser Stelle, von einem Projektor dorthin geworfen.

„Das Thema Abendmahl ist im Museum am Dom schon in vielfältiger Weise aufgegriffen. Nicht immer in der Art und Weise, wie manche es mit dem Begriff assoziieren, also als Darstellung Jesu von Nazareth mit den Jüngern im Abendmahlssaal“, betonte Dr. Jürgen Lenssen, Bau- und Kunstreferent des Bistums Würzburg am Mittwoch, 29. Februar, bei der Vorstellung der Installation. Allen gezeigten Darstellungen sei gemein, dass sie die Fragen aufwerfen: Was erwarte ich? Was sehe ich? Gierkes Werk zeichne sich dadurch aus, dass es die Bipolarität menschlicher Existenz deutlich mache. So verdeutliche die Nacktheit einiger der Dargestellten beispielsweise, dass der Mensch verletzlich sei. „Letztlich stellt auch dieses Werk existentielle Fragen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausstellung ziehen: Wer bin ich? Woraus lebe ich? Worauf hoffe ich?“, sagte Lenssen. Wer den von Gierkes Werk gestalteten Raum betrete, werde hinein genommen in die Bühne des Lebens und müsse seinen Platz finden. „Abendmahl ist für mich überall da, wo Feier des Lebens geschieht.“

Als „Liebeserklärung an das Leben“ will Gierke selbst sein Werk verstanden wissen, das jetzt dauerhaft in Würzburg einen Platz gefunden hat. Er sei „hoch zufrieden“ mit dem Raum, den die Installation hier bekommen habe. Die Personen, die er um den Tisch gemalt hat, seien Menschen aus seinem engsten Umfeld: Neben Frau, Sohn, Tochter und seiner Mutter sind unter anderem auch zwei Freunde sowie er selbst zu finden. Flankierend findet sich – neben dem zentralen, interaktiven Triptychon mit Tisch und Spiegel davor – eine Reihe von zwölf kleinen Gemälden, die erläuternd wirken. Gierke hat sie mit Schlagwörtern wie „opfern“, „empfangen“ oder „Brotbrechen“ betitelt und greift darin zum Teil Details des großen Gemäldes auf.

Das Bild „opfern“ zeigt Gierkes Sohn nackt, dem Hände und Füße zusammengebunden sind, und weckt Erinnerungen an die alttestamentlich Aufforderung Gottes an Abraham, seinen Sohn Isaak darzubringen. „In meiner Bildsprache baue ich auf den Humus auf, den Leonardo, Michelangelo oder auch Vermeer in ihrer jeweils typischen Weise geschaffen haben“, sagte Gierke. Seine Gemälde seien in Ölharz auf Leinwand geschaffen und hielten mindestens 500 Jahre, bei „guter und fachmännischer Pflege vielleicht sogar 1000.“ Wegen der verwendeten Kamera gebe es auf die Installation aber nur zwei Jahre Garantie, erklärte Gierke schmunzelnd. Das Brot müsse vielleicht schon früher erneuert werden.

Henning von Gierke wurde 1947 in Karlsruhe geboren. Der Autodidakt begann nach dem Abitur im Jahr 1969 mit seiner Tätigkeit als Maler und Ausstatter für Film und Bühne. Außerdem schuf er seit Mitte der 1980er Jahre für das Musiktheater Kostüme, Bühnenbilder und eigene Inszenierungen. Seit 2005 lehrt Gierke an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und ist Mitglied der deutschen Filmakademie. Er ist mit der Fotokünstlerin Isabella Berr liiert, mit der er eine Tochter und einen Sohn hat, und lebt in München und Ried.
Opine Ud. acerca de este video
Raphael  02/03/2012 11:19:34
Es müsste sich ein Psychater mal mit den Ausstellungsstücken in diesem furchtbaren Museum am Dom in Würzburg beschäftigen!Die Tendenz Nacktheit,entblößte Geschlechtsteile oder abstoßende,zerstückelte Objekte mit Religiösem oder allgemeinen Seinsbegriffen zu präsentieren, läßt tief blicken,was die Macher dieser Blasphemieschau betrifft:Willi Sitte Nur ein Mensch 1989–1990
Thomas Lange Richterengel 1995–1997
Markus Fräger Unerklärliche Synergie III 2003
Bedenklich ist auch,dass das Museum auch … [Más]
Raphael  01/03/2012 11:38:15
Dachte ich es mir doch.Gloria.TV hat das Bildl schon.Besonders appetitelich ist doch der nackte alte Mann auf dem Boden,dessen Phallus-anders als sonst in diesem Museum üblich- mit dem Tischtuch des Brottisches verdeckt ist!Hat Lenssen überhaupt eine Vorliebe für sog.Kunstwerke mit homoerotischer Note?Der kleine nackte Bub auf dem Tisch steht in Beziehung zum Nackernden auf dem Boden oder zu der Frau mit unbedecktem Busen?
Was will uns das Bild sagen?Soll es eine Aufarbeitung der … [Más]
elisabethvonthüringen  01/03/2012 07:39:32
Man muss erst gar nicht nach Pakistan...mein Indonesier P. Kris http://www.gloria.tv/?media=121338 ärgerte sich ständig darüber, wenn er über die Brücke in Innsbruck mit dem "Wach-Kreuz" ( Zumpferl- Corpus) gehen musste. Er sagte es so:
"Bei uns ist es gefährlich, über Jesus Christus zu reden, viele Menschen bezahlen das mit ihrem Leben...und hier verhöhnt man den Erlöser immer mehr! Solche "Kunst" würde man in Indonesien nie und nimmer dulden!! Man stelle sich den "Zumpferl-Mohammed" vor.."...
Klaus  01/03/2012 07:27:26
In anderen Ländern werden Christen verfolgt

In anderen Ländern hätte auch der Priester, den ich grundsätzlich in Liebe annehmen will, - im Sinne den Sünder lieben die Sünde hassen - aber ich würde den Priester mal einladen nach Pakistan zu gehen für ein Jahr oder zwei oder drei ...

Ich respektiere absolut das Recht auf Eigentum.

Aber ich hätte großes Verständnis mit jemandem der diese "Gemälde" der Blasphemie mit Salzsäure übergießen würde. Ohne dass ich das provozieren will. Soll … [Más]
elisabethvonthüringen  01/03/2012 07:18:19
Ich sehe in erster Linie die Sexkeule, die heute vorwiegend im "Namen den HERRN" geschwungen wird...als "Kinderf****sekte" kann man sich es leisten..gegen die Keule des Staates kann man wenigstens was unternehmen...

Gegen die staatliche Sexualisierung von Kindern
http://www.medrum.de/node/9997

Ich unterstütze die Resolution des Forums Deutscher Katholiken (Anhang)

gegen die staatliche Sexualisierung von Kindern in Schulen,
Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen
sowie die damit …
[Más]
Bonifatius-Franz  01/03/2012 06:58:01
Nun, was sieht man denn?

Nackte beim Mahl vom Herrn verlassen.

Eine treffende Zeitkritik, wenn man es so sieht.
alexius  01/03/2012 02:19:48
„In meiner Bildsprache baue ich auf den Humus auf, den Leonardo, Michelangelo oder auch Vermeer in ihrer jeweils typischen Weise geschaffen haben“
Ist diese blasphemische Pinselhalter nicht auch ein wenig eingebildet?
Tina 13  01/03/2012 02:18:20
heiß, heiß Baby - 2. Teil im Kunst für „Arme“

da könnte man ja „so richtig“, wieder „einen Abbeißen“. Aber, da wir dem Herrn für jedes Wort Rechenschaft ablegen müssen.

(Mt 12,36 Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen;)

Reduziert es sich, auf so würdet mir sagen : „Herr schmeiß Hirn vom Himmel“

und Formschön: „Herr segne die, die geistig arm sind und führe sie aus dem Dunkel ins Licht.“

1. Teil "Kunst" hier: [Más]
Vollmilch  29/02/2012 17:28:35
Würzburg: und ihr werdet sein wie Gott.
Tiberias Magnus  29/02/2012 15:49:59
HIER zum Artikel des WÜler-Sonntagsblatt zu diesem "Kunst"werk.
elisabethvonthüringen  29/02/2012 15:04:56
Stimme aus kath.net...
Friedemann Bach vor einer Stunde

Ein Wort zur Nacktheit:
Wir dürfen Nacktheit nicht auf seine sexuelle Dimension reduzieren. Menschen, die wie ich andere bis in den Tod gepflegt haben, können das nachvollziehen.

Nacktheit zeigt auch zutiefst menschliche Bedüftigkeit und Ausgeliefertsein (Ich war nackt und ihr habt mich bekleidet)

Dieses Bild in Würzburg ist ja nicht obszön, sondern zeigt genau diese Dimension menschlicher Armut. Und damit ist dies wirklich ein Thema, … [Más]
Tiberias Magnus  29/02/2012 14:42:58
Der Lenssen ist grundsätzlich überall deplaziert
elisabethvonthüringen  29/02/2012 14:04:00
Schade, dass der Pfarrer da nicht nackt daneben steht; so angezogen wirkt er höchst deplaziert und albern..
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