Katholische Kirche will mehr Präsenz im Internet zeigen
Nachrichten 30/04/2012 05:38:03
Als Beispiel nannte Celli eine Suche unter dem Stichwort «Who is Jesus» («Wer ist Jesus»). Unter den ersten zehn von Google gelieferten Treffern habe sich keine katholische Website befunden - stattdessen auf dem ersten Platz eine islamische Homepage. Es bleibe die oberste Aufgabe der Kirche, dorthin zu gehen wo die Menschen seien - «ins Netz», so der Erzbischof.
Celli äußerte sich auf der Tagung «Gott im Web», die in der österreichischen Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz stattfand. Das Stift selbst ist laut eigenen Angaben mit einer Homepage, einem Youtube-Videokanal und einer Facebook-Seite im Internet vertreten. Auf diese Weise ließen sich auch Menschen für die Belange der Kirche gewinnen, die sonst nicht mehr erreicht werden könnten, erläuterte der Medienverantwortliche des Stifts, Pater Karl Wallner. «Die Neuevangelisierung wird es ohne das Netz nicht geben.»
Der deutsche Journalist Alexander Kissler ermunterte die Kirche, sich vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook einzubringen. Dort seien inzwischen rund 90 Prozent der 14- bis 29-Jährigen aktiv. Christen könnten hier mit «Verlässlichkeit, Höflichkeit, Kompetenz und Persönlichkeit» punkten und auf diese Weise eine Vielzahl von Menschen erreichen.


