Generalverdacht in der Diözese Innsbruck: Alle Mitarbeiter unterschreiben Pädo-Erklärung
Nachrichten 10/05/2012 06:09:40
Ab jetzt müssen alle Religionslehrer, Sozialarbeiter, Pfarrer, Pastoralassistenten, Diakonen, Ordensleuter oder Mesner diese Erklärung unterschreiben. Betroffen sind dabei auch die Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Die Erklärung im Wortlaut
Ich verpflichte mich:
Meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Ich achte die Persönlichkeit und Würde der Kinder und Jugendlichen.
Ich nehme die individuellen Grenzempfindungen von Kindern und Jugendlichen ernst. Dies bezieht sich insbesondere auf die Intimsphäre von Kindern und Jugendlichen.
Ich nutze keine Abhängigkeiten aus.
Ich tue alles, um die mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt zu schützen.
Ich achte im seelsorglichen Gespräch auf die Grenze zwischen hilfreichem Nachfragen und nachbohrendem Ausfragen.
Ich unterlasse es im seelsorglichen Gespräch mich dem/der GesprächspartnerIn verbal und/oder körperlich sexuell anzunähern.
Ich weiß, dass jede sexuelle Handlung mit mir anvertrauten Kindern und Jugendlichen disziplinarische und gegebenenfalls strafrechtliche Folgen hat.
Ich bemühe mich, jede Form von Grenzverletzung und Gewalt bzw. sexualisierter Gewalt wahrzunehmen und bespreche diese offen.
Im Verdachtsfall bin ich zunächst angehalten, mich an eine Beratungsstelle zu wenden und mich beraten zu lassen. Mit dieser spreche ich das weitere Vorgehen ab.
Verhärtet sich der Verdacht im Zuge der Beratung, bin ich verpflichtet, unabhängig von eventuellen Meldungen oder Anzeigen bei anderen Stellen mich auch bei der diözesanen Ombudsstelle zu melden. Dies Information wird vertraulich behandelt.
Ich habe die Informationsbroschüre „NEIN! zu sexualisierter Gewalt“ erhalten.


