Neues Ordinariat für Australiens übergetretene Anglikaner
Nachrichten 13/05/2012 11:31:55
Papst Benedikt XVI. hatte die Institution der Personalordinariate geschaffen, um anglikanischen Christen eine katholische Kirchenzugehörigkeit unter Beibehaltung der anglikanischen Tradition zu ermöglichen. Vor allem die Entscheidung der anglikanischen Kirche, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen, hatte zu Protesten unter Gläubigen und zu Austritten geführt. 2011 wurde das Personalordinariat «Our Lady of Walsingham» für England und Wales sowie im Januar ein weiteres für die USA eingerichtet.
Vor einigen Wochen hatte der Vatikan dem britischen Ordinariat umgerechnet rund 190.000 Euro überwiesen. Dessen bistumsähnliche Struktur zählt nach eigenen Angaben derzeit rund 1.300 Laienmitglieder sowie etwa 60 Priester. Das britische Ordinariat hatte bereits unmittelbar nach seiner Gründung um finanzielle Unterstützung gebeten. Es veranschlagt die jährlichen Kosten auf mehr als eine Million Euro.
Die Ordinariate müssen Seelsorge, Gotteshäuser und Klerus selbst finanzieren. Das gilt auch für die Altersvorsorge der zumeist älteren übergetretenen Geistlichen. In der anglikanischen Kirche von England hätten sie bis zum Alter von 70 Jahren mit ihren Familien Anspruch auf freies Wohnen sowie auf eine garantierte Pension gehabt. Diese Absicherungen bestehen nun nicht mehr.

