Bischof Fürst: Neue Wege für Kommunion an konfessionsgemischte Ehen
Nachrichten 17/05/2012 13:42:56
Die Zulassung der nichtkatholischen Partner solcher Ehen zum Kommunionempfang sollte nach Auffassung Fürsts nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr müsse auch im Blick auf die Katholiken stärker verdeutlicht werden, dass die Kommunion ein «herausragendes Ereignis der Begegnung mit Christus» sei. In den vergangenen Jahren sei es hier zu Tendenzen der Banalisierung gekommen. «Wenn man mitgeht, weil alle mitgehen, wird das der Sakramentenspendung nicht gerecht», betonte der Bischof.
Der Kasseler evangelische Bischof Martin Hein vertrat ebenfalls die Auffassung, die Diskussion müsse beim Verständnis des Abendmahls ansetzen. «Was würde Jesus zu unserer gegenwärtigen Praxis sagen?», fragte er. Nicht die Kirche lade zum Abendmahl ein, sondern Christus selbst, der die Grenzen «weit gezogen» habe. Die orthodoxe Theologin Kerstin Keller betonte dagegen, auch für die Orthodoxie könne es keine Eucharistiegemeinschaft ohne Kirchengemeinschaft geben. Im Blick auf die konfessionsverbindenden Ehen könne die Frage auch nicht allein auf Deutschland bezogen gelöst werden, die Diskussion müsse vielmehr auf einem panorthodoxen Konzil geführt werden.


