Sodano: Keine Spaltungen innerhalb des Kardinalskollegiums
Nachrichten 07/06/2012 01:14:27
(gloria.tv/ KNA) Kardinaldekan Angelo Sodano (84) hat Spekulationen über angebliche Machtkämpfe an der Kirchenspitze zurückgewiesen. «Meinungsverschiedenheiten bedeuten nicht Spaltung», sagte Sodano in einem Interview der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» (Donnerstag). Unterschiedliche Ansichten seien bei Persönlichkeiten aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Gesellschaftsformen durchaus normal. Alle Kardinäle bildeten eine enge Gemeinschaft um den Papst.Mit seinem Nachfolger als Kardinalstaatssekretär, Tarcisio Bertone (77), verbinde ihn eine gute Zusammenarbeit und alte Freundschaft, stellte Sodano klar. Sodano war zwischen 1990 und 2006 Kardinalsstaatssekretär. Nach der Papstwahl von Joseph Ratzinger/ Benedikt XVI. wurde er dessen Nachfolger als Kardinaldekan und damit Ehrenvorsitzender des Kardinalskollegiums.
Sodano äußerte sich im «Osservatore» erstaunt über mediale Unterstellungen «verschiedener Manöver» an der Kirchenspitze. «Wenn die Information zur Desinformation wird, kann sich die Realität für das Positive verdunkeln», so der Kardinal. An der Kurie arbeiteten 2.843 Personen und in der vatikanischen Staatsverwaltung weitere 2.001 «vertrauensvoll zusammen». Sie bildeten «eine echte Arbeitsgemeinschaft im Dienst des Papstes», selbst wenn der eine oder andere nicht immer voll seinen Pflichten nachkomme. «Ohne Sünde», so Sodano, «sind nur Engel und die Heiligen Im Paradies».
In den vergangenen Wochen hatten italienische Medien über Spannungen unter den Kardinälen berichtet. Dabei war auch von Differenzen zwischen Bertone und seinem Vorgänger Sodano die Rede.















