Heftige katholische Kritik an Umwidmung von Kirche in Moschee
Nachrichten 11/06/2012 10:07:15
Jaschke mahnte zu Klarheit und warnte vor einer Vermischung der Religionen. Christen verträten den hohen Anspruch, dass Jesus «der Herr und der Einzige ist» und für alle Menschen der Mittler zu Gott sei. «Und von daher können wir Christus nicht einfach einreihen in die Reihe religiöser Führer, ob das Buddha oder Mohammed ist», betonte Jaschke, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz Vorsitzender der Unterkommission für den interreligiösen Dialog ist. «Wir müssen schon unsere eigene christliche Identität hochhalten - in aller Liebenswürdigkeit natürlich, ohne andere zu verurteilen.»
Der Weihbischof sieht durch den aktuellen Fall aber nicht den Konsens der Kirchen infrage gestellt, christliche Gotteshäuser nicht in Moscheen umzuwandeln. Die Bischofskonferenz hat in einer Richtlinie eine solche Umwidmung ausgeschlossen. Auch die Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben sich bislang an diese Praxis gehalten, wie ein Sprecher auf Anfrage betonte. Die Methodisten sind eine Freikirche und gehören der EKD nicht an.

