Pakistan: Muslim wegen Blasphemie bei lebendigem Leib verbrannt
Nachrichten 09/07/2012 06:56:27
Wie die Kommission dem Fidesdienst berichtet, konnte der Tatort aus Sicherheitsgründen noch nicht besichtigt werden. In der Region Bahawalspur sind radikalislamische Gruppen aktiv, die vermutlich mit dem Delikt in Verbindung stehen.
Bischof Andrew Francis von Multan, der enge Kontakte zu den Christen in Bahawalpur unterhält, erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Wir verurteilen diese unsagbare makabre Geste, wie auch jede Form unmenschlicher Gewalt. Als Ortskirche versuchen wir die Episode und deren Hintergrund sorgfältig und umsichtig aufzuklären. Die Ermittlungen begleiten wir mit dem Gebet.“ Der Bischof, der auch Vorsitzender der bischöflichen Kommission für interreligiösen Dialog ist, erklärt: „die Kirche wird sich noch mehr um den Dialog mit den Vertretern der muslimischen Glaubensgemeinschaft bemühen“.
Entsetzt äußerten sich auch die führenden Politiker des Landes. Staatspräsident Asif Ali Zardari bezeichnete den Vorfall als „entsetzlich qualvoll“ und ordnete Ermittlungen an. In einer Mitteilung an den Fidesdienst bringt auch der Berater des Premierministers für Nationale Harmonie, Paul Bhatti, seinen tiefen Schmerz und seine Sorge zum Ausdruck und fordert Gerechtigkeit: „Niemand sollte sich der Gesetze bemächtigen dürfen“.


