Andreas Wollbold hat die "Geschichte einer Seele" für die heutige Zeit neu übersetzt und durch viele Anmerkungen neu erschlossen. Zahlreiche historische Abbildungen illustrieren den Lebensweg …More
Andreas Wollbold hat die "Geschichte einer Seele" für die heutige Zeit neu übersetzt und durch viele Anmerkungen neu erschlossen. Zahlreiche historische Abbildungen illustrieren den Lebensweg Thereses, die 1925 heiliggesprochen und 1997 zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Mit Leineneinband und Leseband.
awollbold.de

Therese von Lisieux – Andreas Wollbold

Therese von Lisieux, Geschichte einer Seele. Herausgegeben, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Andreas Wollbold, Freiburg i.Br.: Herder 2016 …
Salzburger
Es ist auch gut, dass auch Ihre Eltern seliggesprochen werden (worden sind,?): Diese geben die Hl.Familie sicher eher wider als das, was Yankee-Sekten und die KonzilsSekte als VorBild hinstellen: Die normale DurchschnittsFamilie (halt ein bisschen froemmer), die "fest im Leben steht" und mit Mystik und WeltAbGeWandtheit nichts am Hut hat.
Salzburger
Meine Wenigkeit weiss über die Eltern leider nicht viel - können unsere Hl.THERESE-Expert(inn)en da was beisteuern? Ein paar Sätze oder einen Artikel, ein Buch, ein Video, bitte?
Santiago74
Santiago74
Ihr Leben in Bildern: Hl. Therese von Lisieux
Salzburger
Die PhotoGraphie ist ja eigentlich der Tod der Malerei und der Traum aller Naturalisten&Positivisten: Reduktion auf die blosse Immanenz, Mord an aller MetaPhysik. (Aber damit offenbart sie ungewollt die Heiligkeit der ganzen Malerei, weil eben selbst die Maler, die "privat" materialistischen IdeoLogien verfallen waren, "im Dienst" mehr malten, als an trivialen Fakten gegeben ist!)
Durch diesen…More
Die PhotoGraphie ist ja eigentlich der Tod der Malerei und der Traum aller Naturalisten&Positivisten: Reduktion auf die blosse Immanenz, Mord an aller MetaPhysik. (Aber damit offenbart sie ungewollt die Heiligkeit der ganzen Malerei, weil eben selbst die Maler, die "privat" materialistischen IdeoLogien verfallen waren, "im Dienst" mehr malten, als an trivialen Fakten gegeben ist!)
Durch diesen Reduktionismus der Photos werden auf ihnen alle Menschen gewöhnlich - man vergleiche nur die Porträts, welche wir von Genies haben, mit den PhotoGraphien ihrer. (Diese Trivialitaet konnte anfangs noch halbwegs umgangen werden, indem man fuer AufNahmen gekünstelt posierte.)
Umso verblüffender und erfreulicher, dass die hier gezeigten Photos der "Kleinen" Therese, die von Ungläubigen so gerne und leicht als harmlos-unbedarftes Mädchen abgetan wurde, diese Banalität nicht wiedergeben, sondern Sie ganz als vom Feuer verzehrte Seele erscheint!
Sehr bemerkenswert.
Santiago74
Zur Vertiefung: Therese von Liseux
Dixit Dominus
Mir geht es wie dem Wollbold. Wenn man sich einmal mit Therese beschäftigt hat, lässt sie einen nicht mehr los. Es ist diese enge Verbindung von Leben und Glauben, die sie so anziehend macht. Dadurch wird sie eine weise und liebevolle Lebensbegleiterin, die auf viele Fragen Antworten hat.
M.RAPHAEL
Vielen Dank für das Einstellen, @Santiago74.
Santiago74
Gerne.
Moselanus
Schon 2016 erschienen. Wundere mich, das noch gar nicht bemerkt zu haben.
Santiago74
Die heilige Therese hat, wenn man auf ihren liebenden Radikalismus und die geniale Ausformulierung ihres christlichen Programms (im «Kleinen Weg») blickt, nichts an Gegenwartskraft verloren. Sie kann als das Vorbild einer «theologischen Existenz» oder einer «engagierten Theologie» gelten, so sehr, dass für sie nur jene christlichen Wahrheiten volle Aktualität gewinnen, die sie in ihrer Existenz …More
Die heilige Therese hat, wenn man auf ihren liebenden Radikalismus und die geniale Ausformulierung ihres christlichen Programms (im «Kleinen Weg») blickt, nichts an Gegenwartskraft verloren. Sie kann als das Vorbild einer «theologischen Existenz» oder einer «engagierten Theologie» gelten, so sehr, dass für sie nur jene christlichen Wahrheiten volle Aktualität gewinnen, die sie in ihrer Existenz zu erproben und gleichsam zu inkarnieren vermag.
Santiago74
<<Mit Victoire bei der Maiandacht. Ich liebte den lieben Gott sehr und schenkte ihm ganz oft mein Herz mit Hilfe des kleinen Gebetes, das Mama mir beigebracht hatte.[1] Eines Tages oder besser Abends im schönen Monat Mai beging ich einen Fehltritt, der es wert ist, hier berichtet zu werden. Er war für mich ein echter Anlass zur Demut, und ich glaube, ich habe für ihn vollkommene Reue empfunden. –…More
<<Mit Victoire bei der Maiandacht. Ich liebte den lieben Gott sehr und schenkte ihm ganz oft mein Herz mit Hilfe des kleinen Gebetes, das Mama mir beigebracht hatte.[1] Eines Tages oder besser Abends im schönen Monat Mai beging ich einen Fehltritt, der es wert ist, hier berichtet zu werden. Er war für mich ein echter Anlass zur Demut, und ich glaube, ich habe für ihn vollkommene Reue empfunden. – Da ich zu klein war, zur Maiandacht zu gehen, blieb ich mit Victoire[2] zuhause und hielt hier mit ihr meine Andacht vor meinem kleinen Maialtar, den ich nach meinem Geschmack gebaut hatte. Alles – Kerzenständer und Blumenvasen – war so klein, dass zwei Wachskerzchen es bestens beleuchteten. Einige Male schenkte Victoire mir unerwartet zwei kleine Wachsdochte[3], aber das kam nur ganz selten vor. Eines Abends war alles bereit, um mit dem Gebet zu beginnen, und ich sagte zu ihr: „Victoire, würden Sie bitte mit dem Gebet ‚Gedenke’ anfangen. Ich zünde derweil die Kerzen an.“ Sie tat so, als wollte sie anfangen, sagte aber nichts und schaute mich lachend an. Ich musste zusehen, wie meine kostbaren Kerzchen schnell herunterbrannten, und flehte sie an, doch das Gebet zu sprechen. Sie aber schwieg weiterhin. Da stand ich auf und sagte ihr ganz laut, sie sei böse. Verschwunden war meine normalerweise sanftmütige Art, und ich stampfte mit aller Kraft auf den Boden…. Der armen Victoire war die Lust am Lachen vergangen. Ganz verblüfft schaute sie mich an und zeigte mir den Wachsdocht, den sie mir mitgebracht hatte… Nach Tränen des Zorns vergoss ich nun Tränen aufrichtiger Reue, verbunden mit dem festen Vorsatz, es nie wieder zu tun!…..>>