Catrin
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

Misericordia, bin zwar immer noch der Meinung, daß sich ein 91-jähriger Priester an eine andere Kapelle gewöhnen kann und es darum geht, überall auf der Welt Jesus Christus zu verkündigen, habe aber inzwischen nähere Informationen zu diesem Pater, dessen Lebensgeschichte mich sehr beeindruckt. Will Ihnen das nicht vorenthalten:

Ist P. Ivan Tomažiè, Seelsorger im Geriatriezentrum Baumgarten, ein …More
Misericordia, bin zwar immer noch der Meinung, daß sich ein 91-jähriger Priester an eine andere Kapelle gewöhnen kann und es darum geht, überall auf der Welt Jesus Christus zu verkündigen, habe aber inzwischen nähere Informationen zu diesem Pater, dessen Lebensgeschichte mich sehr beeindruckt. Will Ihnen das nicht vorenthalten:

Ist P. Ivan Tomažiè, Seelsorger im Geriatriezentrum Baumgarten, ein langjähriger Baumgartner? Ist er vielleicht hier geboren? Nein, er kam aus Rom, aber er ist auch kein Römer. Was dann? Geboren ist er am 17.6.1919 im slowenischen Küstenland, in einem idyllischen Gebiet, genannt die grüne Insel im Karstgebiet.

Nach Wien kam P. Ivan nach einer besonderen Vorsehung Gottes. Niemand hätte gedacht, dass aus einem armen Kind, das mit vier Jahren den Vater verlor, etwas werden wird. Seine Stärke waren die Gebete der frommen Mutter, die tapfer und auf Gott vertrauend allein für drei kleine Kinder zu sorgen hatte.

Vor den Augen des kleinen Ivan entwickelte sich gegen Ende der Volksschule eine Vision: Priester zu werden. Aber wie? Ohne Geld gibt es keine Schulausbildung. Hier kam eine besondere Vorsehung Gottes zu Hilfe, vielleicht auf Grund der Gebete der frommen Mutter.
Nach einer Deutung des Generalvikars für Slowenen in der Diözese Triest, Msgr. Ukmar, dessen Heiligsprechung schon eingeleitet ist, kam der Pfarrer von Pregarje zu den Claretinern, die eine Pfarre in Triest haben, und sprach von dem kleinen Ivan. Der Superior war bereit, ihn im Gymnasium der Claretiner in Frascati (in der Nähe von Rom) aufzunehmen.

Nun hieß es, auf die Reise zu gehen, um der großen Vision entgegen zu kommen. Für ein zwölfjähriges Kind ein gewaltiges Opfer, sich von seiner Familie zu trennen, die er 22 Jahre nicht mehr sehen würde. Wie oft habe ich mich in der Nacht unter der Decke versteckt und geweint. Aber ich habe ausgehalten und das Gymnasium beendet.

Es war das Jahr 1939, dunkle und drohende Wolken sammelten sich immer mehr über Europa. Am besten war , dass wir, die Maturanten, nach Spanien geschickt wurden, wo gerade der Bürgerkrieg beendet war und Friede herrschte. Es war eine kluge Entscheidung.
Nach einer Woche Reise auf dem Meer kamen wir (sechs oder sieben, ich weiß es nicht mehr genau) nach Spanien, mit Freude empfangen von unseren künftigen Studienkollegen. Nach vier Jahre Theologie-Studium kam der ersehnte Tag der Priesterweihe und die Primiz-Messe ganz allein auf einem Seitenaltar. Dafür aber voll Freude und Dankbarkeit dem lieben Gott, der auch auf krummen Wegen zum Erfolg führen kann.

Die Zeiten waren durch den Weltkrieg noch sehr unsicher und ich musste noch zwei Jahren in Spanien bleiben. Dann kam der Befehl, nach Rom zu kommen. Hier blieb ich etwa sechs Jahre als Kaplan in der Pfarre des heiligsten Herzens Mariens, wo ich mich hauptsächlich der Jugend, besonders den Pfadfindern widmete.

Inmitten dieser Tätigkeit rief mich eines Tages der General-Obere und teilte mir mit, dass ich nach Wien versetzt bin, wo die Claretiner gerade mit ihrer ersten Niederlassung begonnen hatten. Was werde ich dort tun, war meine Frage. Zuerst eine neue Sprache erlernen und zugleich mit der Seelsorge beginnen.

So hat mein schon 55 Jahre langer Aufenthalt in Wien begonnen, genau in Baumgarten, wo meine erste Seelsorgestation war und noch immer ist, nämlich im Geriatriezentrum Baumgarten, damals noch Altersheim genannt. Manche fragen, ob es nicht deprimierend ist, solange mit alten, kranken und sterbenden Menschen zu sein? Nein, in keinem Fall, es ist viel mehr eine Freude, sie mit den Sakramenten zu stärken und mit Worten des ewigen Lebens zu trösten.

Aber meine Tätigkeit hat sich auch auf andere Gebiete ausgedehnt. Schon vor vierzig Jahren habe ich ein Studentenheim gebaut. Dann habe ich mich dem Studium unserer Frühgeschichte gewidmet und einige Bücher über die Veneter publiziert. Mein letztes Werk ist eine Broschüre mit dem Titel „Österreich vom Anfang an – Anteil der Slowenen zu seiner Entstehung.“ Und was mir besondere Freude bereitet, ist mein kleines Büchlein mit dem Titel „Unser Weg“, in dem in verständlicher und anziehender Weise die wichtigsten Sätze unseres Glaubens dargelegt werden, für Kranke und Gesunde.

Nun als Neunzigjähriger kann ich mit Simeon sagen: „Nunc dimittis servum tuum, Domine.“ (Lk 2,29)
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

"Warum nicht?" fragen Sie. Mir ist es ja egal, aber ich mache den Abriß einer Kapelle nicht davon abhängig, ob der Rektor Ecclesiae dort schon 55 Jahre tätig ist.

Ich kenne Kapellen in Krankenhäusern, u.a. in der Uni-Klinik Münster, die von beiden Konfessionen genutzt werden und die wirklich sehr schön ausgestattet sind. Auch kenne ich sog. Simultankirchen, z.B. den Dom in Wetzlar, den in …More
"Warum nicht?" fragen Sie. Mir ist es ja egal, aber ich mache den Abriß einer Kapelle nicht davon abhängig, ob der Rektor Ecclesiae dort schon 55 Jahre tätig ist.

Ich kenne Kapellen in Krankenhäusern, u.a. in der Uni-Klinik Münster, die von beiden Konfessionen genutzt werden und die wirklich sehr schön ausgestattet sind. Auch kenne ich sog. Simultankirchen, z.B. den Dom in Wetzlar, den in Altenberg, die ebenfalls ad maiorem dei gloriam genutzt werden.

Dann kann sich der Hausmeister ja auch vom Oberförster begraben lassen....

Nein, Gebetsecke "genügt" nicht, aber es freut mich, daß manche von uns usern hier anscheinend so eine daheim haben.
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

"Wer singt, betet doppelt", sagt der Hl. Augustinus, liebe Elisabeth. Nicht so pessimistisch. Ohne Kirchensteuern könnte vieles nicht verwirklicht werden, gäbe es keine Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime. "Schöne Kapellen" von Misericordius würden zerfallen etc. Das wäre doch schade.
Catrin

Neuevangelisierung heute

Na, liebe Elisabeth, dann wollen wir mal das beste hoffen. Oder besser: dafür beten! Auch in der Antarktis!
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

Lieber Misericordius, eine fantastische Übersicht schöner Kapellen etc. bietet folgende Seite: www.piusbruderschaft.de/distrikt/zentren. Wahre "Schmuckstücke" sind darunter; zu denen ich z.B. auch die vorbildliche Kirche der Petrusbrüder in Wigratzbad zähle. Einfach wunderbar und dem Himmel ganz nah!
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

Lieber Misericordius, es mag Ihrer Ignoranz entsprechen, jegliche Einrichtung von Kapellen und Gebetsräumen als "Ökumene-Tempel" zu bezeichnen. Das zeigt nur, das Sie sich nicht den Realitäten der Gesellschaft stellen sondern einem überholten "Kirchenbegriff" nachhängen. Es mag "schöne" und "weniger schöne" Kapellen, Kirchen etc. geben, aber das liegt, wie immer, im Auge des Betrachters. Als …More
Lieber Misericordius, es mag Ihrer Ignoranz entsprechen, jegliche Einrichtung von Kapellen und Gebetsräumen als "Ökumene-Tempel" zu bezeichnen. Das zeigt nur, das Sie sich nicht den Realitäten der Gesellschaft stellen sondern einem überholten "Kirchenbegriff" nachhängen. Es mag "schöne" und "weniger schöne" Kapellen, Kirchen etc. geben, aber das liegt, wie immer, im Auge des Betrachters. Als wesentlich erscheint mir, daß es überhaupt einen Raum gibt, an welchem man sich mit Gott einlassen kann. Auch Latinas Gebetsecke gehört z.B. dazu.

Das ein Priester 55 Jahre in der gleichen Kapelle seine Hl. Messe feiert, mag für Sie phänomenal sein. Für mich ist es normal, daß er es als Priester Jesu Christi überall auf dem weiten Erdenrund in der gleichen Intention tut.

PS: Bitte beschäftigen Sie sich gelegentlich mit dem Unterschied von Religionen und Konfessionen...
Catrin

Gloria Global am 14. Juli

Liebe Latina, liebe Misericordia, jetzt wollen wir doch mal locker bleiben. Die nicht sehr schöne Kapelle befindet sich in einem (von sechs) Pavillons, die zum vom Wiener Krankenanstaltenverband betriebenen Geriatriezentrums gehören. Zwei dieser baufälligen Pavillons werden abgerissen, vier weitere, unter Denkmalschutz stehende, bleiben stehen. Anstelle der beiden Pavillons wird das Geriatriezent…More
Liebe Latina, liebe Misericordia, jetzt wollen wir doch mal locker bleiben. Die nicht sehr schöne Kapelle befindet sich in einem (von sechs) Pavillons, die zum vom Wiener Krankenanstaltenverband betriebenen Geriatriezentrums gehören. Zwei dieser baufälligen Pavillons werden abgerissen, vier weitere, unter Denkmalschutz stehende, bleiben stehen. Anstelle der beiden Pavillons wird das Geriatriezentrum ausgebaut und zwar mit Langzeit-, Kurzzeit- und "Memory"-Plätzen für Alzheimerkranke und demente Personen. Die Gebäude gehören nicht der Erzdiözese, folglich reißt diese auch nicht die Kapelle ab (=Falschmeldung). Anstelle der nicht sehr schönen Kapelle baut das Geriatriezentrum eine neue Kapelle bzw. einen Gottesdienstraum zur Mitnutzung durch die Evgl. Kirche. Das ist im übrigen jetzt auch schon so.

Liebe Misericordia: Ein Priester Jesu Christi liest in jeder Kapelle gerne die Hl. Messe. Mag zwar sein, daß er sich in 55 Jahren an die besagte gewöhnt hat, aber er wird auch wieder in der neuen Kapelle gerne den Gottesdienst feiern. Exkurs: Ist es eigentlich gut, wenn jemand eine so lange Zeit am gleichen Ort tätig ist? Meiner Meinung nach nein. Exkurs zu ende.

Ignorant ist übrigens was anderes als vorgeschobene Empörung!
Catrin

Neuevangelisierung heute

Liebe Elisabeth, ich wäre glücklich und zu Tränen gerührt, wenn sich in dieser Not wirklich viele Jugendliche befinden würden. Stattdessen: McDonalds, Coca-Cola, Avatar, LSD und tausend andere Götter...
Catrin

Neuevangelisierung heute

Liebe Elisabeth, Sie wissen ja, wie ich Sie schätze. Aber mit diesem "Brief", auch wenn er tatsächlich von einer Schülerin geschrieben sein sollte, was ich leider bezweifeln muß, tun Sie niemandem einen Gefallen. Sorry. Das ist der übliche Abklatsch; falls es ein Video hier wäre, würde ich von einem "Empörungsvideo" sprechen.
Catrin

Neuevangelisierung heute

"Sommerloch" eben. Die Aussagen von May werden nicht interessanter oder besser dadurch, daß man die Videos ständig wiederholt...
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

Nein, Herr Stickler, auch Ihre Nachrichten verleiten mich nicht dazu, homosexuelle Neigungen zu entwickeln, sorry...
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

Das hat doch alles nichts mit "geheilter Homosexualität" zu tun... Wenn ich, was Gott verhüten möge, morgen auf die Idee komme, mit einer Frau intim zu sein, werde ich ja nicht krank. Vielmehr habe ich mich wohl zu lange der Hitze ausgesetzt. Und wenn ich dann am nächsten Wochenende wieder zurück zu meinem Mann komme, werde ich damit ja auch nicht wieder gesund... Sie haben alle komische …More
Das hat doch alles nichts mit "geheilter Homosexualität" zu tun... Wenn ich, was Gott verhüten möge, morgen auf die Idee komme, mit einer Frau intim zu sein, werde ich ja nicht krank. Vielmehr habe ich mich wohl zu lange der Hitze ausgesetzt. Und wenn ich dann am nächsten Wochenende wieder zurück zu meinem Mann komme, werde ich damit ja auch nicht wieder gesund... Sie haben alle komische Vorstellungen von Homosexualität. Homosexualität ist keine Krankheit, sondern eine Veranlagung, mit der man geboren wird. Es gibt zwar immer wieder einige "Psychologen" oder sonstige Heilsbringer, auch Sie anscheinend atm, die behaupten, Homosexualität sei "heilbar" oder Homosexuelle könnten "umgedreht" werden, doch das ist nichts als Scharlatanerie.
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

atm, das ist ja eine "Super-Quelle"...
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

"Homosexualität ist heilbar..." Sie scheinen nicht nicht auf der Höhe der Zeit, sorry!
Catrin

Neue Messe kommt den Menschen entgegen, aber...

Liebe Elisabeth, ich schätze Ihre Beiträge ja sehr und hoffe so dann auch, daß Ihre vorherige Äußerung eine auf den nächsten Fasching hinauslaufende humoristische Einlage war...

Ich fühle mich auf jeden Fall wohl in unserer Kirche und werde dem gütigen Johannes immer dankbar sein für sein "aggiornamento"!
Catrin

Neue Messe kommt den Menschen entgegen, aber...

Liebe Latina, es ist schon alles gut, wie es ist. Und unser Heiliger Vater hat ja auch deutlich gemacht, daß es kein Zurück hinter das Konzil gibt. Da kommt niemand dran vorbei, auch nicht die Piusbrüder! Jetzt hat der Papst vor drei Jahren die "vorkonziliare Heilige Messe", im übrigen nie verboten, wieder als "außerordentliche Form" freigegeben. Das ist gut so und nicht zu beanstanden. Was aber …More
Liebe Latina, es ist schon alles gut, wie es ist. Und unser Heiliger Vater hat ja auch deutlich gemacht, daß es kein Zurück hinter das Konzil gibt. Da kommt niemand dran vorbei, auch nicht die Piusbrüder! Jetzt hat der Papst vor drei Jahren die "vorkonziliare Heilige Messe", im übrigen nie verboten, wieder als "außerordentliche Form" freigegeben. Das ist gut so und nicht zu beanstanden. Was aber zu beanstanden ist: Das daraus eine Hype entwickelt wird, nach welcher die Freigabe der Grundstock für eine Rückkehr vor das Konzil ist. Ich gönne jedem Tradi hier seine Einstellung, aber sie sollte realistisch und vor allem auf dem Boden der Kirche sein.
Catrin

Neue Messe kommt den Menschen entgegen, aber...

Gute Idee, vielleicht klopfen sie mit der Patsche mal bei Prof. May an...
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

Genau, Unitate. Und außerdem kann es uns egal sein, ob es in der Anglikanischen Kirche auch Bischöfinnen gibt...
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

Hätte übrigens gerne noch einen Kommentar zum Video "Pro Papa" hinzugefügt, aber das geht wohl nicht mehr. Also dann hier: Nicht nur "Viva Benedetto", auch "Viva Diakon Willibert Pauels"!
Catrin

Gloria Global am 13. Juli

Die Meldungen über die Lesbe und die Bischöfin sind nur "gaga"...