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Anno
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Vatikan: Urteil in kuriosem Spendenprozess steht

Wer finanzierte was bei der Renovierung des Alterssitzes von Ex-Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone? Nach 13 Wochen Gerichtsverfahren gibt es einen Schuldigen. Aber keine echte Klarheit.
Der Ex-Chef der vatikanischen Kinderklinik Bambino Gesu, Giuseppe Profiti, kommt mit einem Jahr auf Bewährung, 5.000 Euro Geldstrafe und fünf Jahren Sperre für öffentliche Ämter im Vatikan davon. Im Prozess um die angebliche Veruntreuung von Spendengeldern wurde der Mitangeklagte frühere Schatzmeister der Klinikstiftung, Massimo Spina, von dem Vatikangericht freigesprochen. Es ging um immerhin 422.000 Euro, von denen, so die Anklage, statt kranken Kindern ein rüstiger Kardinal profitierte, der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.
Es bleibt verworren ...
Bis zuletzt blieb die Geschichte verwickelt und rätselhaft. Bertone, ab 2006 eine Art "Außenminister" des Vatikan, sollte 2013 seinen Alterssitz im Palazzo San Carlo im Vatikan beziehen und sah Renovierungsbedarf. Sein Anwalt sprach von einer "Bruchbude" von 150 Quadratmetern, nach anderer Darstellung soll es sich um eine geräumige Dachwohnung von 300 bis 425 Quadratmetern handeln, Gartenblick, feiner Marmor, eine 19.000-Euro-Stereoanlage.
Für die Arbeiten hatte Bertone einen alten Freund an der Hand, Gianantonio Bandera. Dieser taxierte die Kosten für seine Baufirma Castelli Re zunächst angeblich auf 616.000 Euro, gewährte dann aber großzügig Rabatt. Als verbrieft gilt, dass Bertone 300.000 Euro aus eigener Tasche zahlte und 422.000 Euro, die er nie angefordert haben will, aus der Kasse der Kinderklinik flossen. Im Gegenzug dafür sollte der Kardinal ab und zu großzügige Wohltäter in seinen Räumen bewirten.
Inzwischen ist das Bauunternehmen Castelli Re bankrott und das Geld der Klinikstiftung mutmaßlich bei einem anderen Unternehmen Banderas in London gelandet. Als die neue Präsidentin des Krankenhauses Bambino Gesu, Mariella Enoc, von Bertone die 422.000 Euro zurückforderte, ließ der Kardinal erklären, er schulde dem Krankenhaus nichts; als "Zeichen der Großzügigkeit" überwies er aber 150.000 Euro. Am Ende hakte Enoc laut italienischen Medien 328.000 Euro als Verlust ab.
Ein fast selbstloser Akt?
Der Verteidiger des Nebenangeklagten Spina, Ex-Schatzmeisters der Klinikstiftung, Alfredo Ottaviani, stellte laut teilnehmenden Journalisten vor Gericht am Samstag Bertone als eigentliches Opfer dar: Tatsächlich habe der bald 83-Jährige "fast 500.000 Euro" in die Vatikanwohnung investiert, und das, wo doch die durchschnittliche Lebenserwartung bei 83 Jahren und acht Monaten liege.
Papst will Transparenz und Kontrolle
Der Prozess war mit Aufmerksamkeit verfolgt worden, weil er auch für die Bemühungen von Papst Franziskus steht, das lange undurchsichtige Finanzgebaren des Kirchenstaates transparenter zu machen. Dass im Vatikan überhaupt ein Verfahren wegen Unterschlagung stattfand, galt schon ein beachtlicher Schritt. Damit, dass die Justiz Verdachtshinweise aufnahm und den Fall zügig abarbeitete, unterstreicht die Leitung der katholischen Kirche ihren Willen zu einem neuem Kurs; dazu gehörte auch die Zulassung von Berichterstattern beim Prozess. qu/sti (kna, dpa, afp, APE)
Sunamis 46
Schmiergelder um das Urteil zu beeinflussen
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Anno
Priska
Ganz Europa muss aufwachen
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10 weitere Kommentare von Anno
Anno
Priska
Zu wenig!!!
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Anno
Priska
Lasst Euch Eure Identität nicht nehmen. Bei mir im Ruhrgebiet ist die Sache gelaufen.
Man kann nur noch weit weg ziehen.
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Anno
Priska
Was für ein Spinner, bei uns wird genau das Gegenteil erzählt.
Anno
Priska
Hätte ich nicht gedacht, aber Sie wissen es sicherlich besser. Wird er mit der FPÖ koalieren?
Anno
Priska
Ist ja auch richtig, der Kurz ist aber auch kein Weichgespülter
Anno
Priska
Ich finde den Kurz ganz OK. Von welcher Partei ist der Strache?
Anno
Hier ist noch so ein Aufreger.
Islam-Feiertag
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Anno
Viandonta
Wäre bei uns auch ein Problem, unsere Brücken sind alle marode
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Anno
Viandonta
Die sehen tatsächlich nicht schlecht aus, richtig pfiffig.
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Anno
Viandonta
Ja, ich meine die Wohncontainer
Ich wollte unsere Bischöfe auch nicht auf Friedensmission schicken, sondern zu Fortbildung. Dann spüren sie mal die von ihnen geleugnete Verfolgung am eigenen Leib.
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Vered Lavan
Moderne westliche Christenverfolgung ist, wenn Verantwortliche der Gesellschaft die guten Stellungen anderen geben. Sie sprechen sich untereinander ab und 'flüstern' sich zu wer gläubig ist & schließen diese dann von den Fleischtöpfen aus!
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Anno
Viandonta
Haben Sie mal einen Link mit Fotos?
Anno
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Vered Lavan
@Anno - Klar. Ohne Marmor. Aber mit Garten drumherum.
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Anno
Viandonta
Na ja, ich weiß nicht. Im Sommer ist das doch bestimmt ein Vorgeschmack auf die Hölle.
Anno
Viandonta
Da wohnen doch schon die Asylanten.
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Anno
Vered Lavan
Ohne Mamor. ohne Stereoanlage für 19.000 Euro?
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Vered Lavan
Bei uns auf'm Dorf kostet ein Ein-Familienhaus mit 220qm 340.000tausend Euro.
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Anno
Da denkt man die Zeiten der Fürstbischöfe sind vorbei und dann sowas.
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