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Auch Hannah Arendt ist in die Falle der Banalität des Bösen gefallen...

In ihrem Buch „Eichmann in Jerusalem“ (Buch, das ich jedem empfehle) hatte Hannah Arendt zu Recht das Konzept der Banalität des Bösen definiert. Sie betonte, dass ein ehrlicher und banaler Mann wie Eichmann (das heißt, im Grunde genommen, wir alle), konnte in einem bestimmten Kontext, (nicht nur ohne es zu merken, sondern sogar mit der Überzeugung etwas Gutes zu tun), sich zu einem Kriminellen umwandeln. In der Tat hatte der „gute „ Beamte Eichmann beigetragen Millionen unschuldigen Juden zu deportieren. Warum? Weil „Sprache schafft Gewissen“, das heißt, wenn während Jahrzehnte, eine ganze Bevölkerung mit einer falschen Propaganda konfrontiert wird, tendiert sie dem zu glauben, was die Diktatur des Moments ihr nahelegt.

Das Paradox, aber, liegt darin, dass indem Hannah Arendt dieses Phänomen der Banalität des Böses mit großer Feinheit erklärte, ist sie selbst, in die gleiche Falle wie Eichmann gefallen. Dieses Mal handelte es sich zwar nicht um die Ausrottung von Millionen unschuldiger Juden und Zigeunern, sondern um die Tötung Millionen wehrlose ungeborene Kinder. Hannah Arendt, indem sie nie die Legalisierung der Abtreibung verurteilt hatte, ohne es zu wissen, hatte sich „substantiell“ genau wie Eichmann benommen. Wenn Eichmann unfähig war der kulturellen Gehirnwäscherei des Nazi Regimes zu widerstehen, war auch Hannah Arendt unfähig dem Gruppenzwang und dem kulturellen „Konformitätsdruck“ des Feminismus der 70er Jahre zu widerstehen.

Eines muss man nicht aus den Augen verlieren: die Verbrechen der Vergangenheit, müssen, bewusst oder unbewusst, unsere heutigen Verbrechen nicht verbergen.
Auf der einen Seite kritisiert man (zurecht) die Passivität des ordinären Deutschen, der in der NS Zeit gern ignorant geblieben ist der Vernichtung der Juden gegenüber (obwohl er hätte wissen können), und auf der zweiten Hand versteht man, wenn die Große Philosophin Hannah Arendt, Spezialistin an zeitgenössischen Völkermorden, sich nicht für die Ausrottung der ungeborenen Kindern, interessiert …More
Auf der einen Seite kritisiert man (zurecht) die Passivität des ordinären Deutschen, der in der NS Zeit gern ignorant geblieben ist der Vernichtung der Juden gegenüber (obwohl er hätte wissen können), und auf der zweiten Hand versteht man, wenn die Große Philosophin Hannah Arendt, Spezialistin an zeitgenössischen Völkermorden, sich nicht für die Ausrottung der ungeborenen Kindern, interessiert hat?! Dies hat mit der Quadratur des Kreises zu tun.
Antiquas
Wofür sich Hannah Arendt interessierte oder nicht, hat sie selbst entschieden. Ihr vorzuwerfen, dass sie sich bis zu Ihrem Tod nicht für Abtreibung interessierte, ist völlig abwegig. Siehe mein letzter Beitrag. Die Deutschen interessieren sich seit über 70 Jahren für die Konsequenzen der sogenannten Endlösung. In keinem Land der Erde ist zum Thema Genozid so viel aufgearbeitet und getan worden …More
Wofür sich Hannah Arendt interessierte oder nicht, hat sie selbst entschieden. Ihr vorzuwerfen, dass sie sich bis zu Ihrem Tod nicht für Abtreibung interessierte, ist völlig abwegig. Siehe mein letzter Beitrag. Die Deutschen interessieren sich seit über 70 Jahren für die Konsequenzen der sogenannten Endlösung. In keinem Land der Erde ist zum Thema Genozid so viel aufgearbeitet und getan worden wie in Deutschland. Die Deutschen schämen sich heute noch für diese Untaten ihrer Groß- und Urgroßväter; im Gegensatz übrigens zu vielen anderen Nationen, die ähnliche Verbrechen begingen. Die Kindstötung durch Abtreibung ist meiner Ansicht nach ein Verbrechen, aber eines, das in Deutschland keine Konsequenzen nach sich zieht, im Gegensatz zu den Verbrechen, die eine Gruppe von Deutschen an den Juden beging. Ich bedauere das sehr und hoffe, dass wir hier zu einer deutlichen Verschärfung des Strafrechts kommen.
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Antiquas. Ihre Perle : "Hannah Arendt hat sich für dieses Thema auf akademischer Ebene nicht interessiert". Ach so? dann könnte man auch sagen, die Deutschen haben sich für das Thema Auschwitz (am Moment als es geschah) auch "akademisch" nicht interessiert. Ist das Ihr Argument?? Es gab aber Leute schon in 1941 , die über die Endlösung wussten (zum Beispiel Etty Hillesum, wie sie es in ihren …More
Antiquas. Ihre Perle : "Hannah Arendt hat sich für dieses Thema auf akademischer Ebene nicht interessiert". Ach so? dann könnte man auch sagen, die Deutschen haben sich für das Thema Auschwitz (am Moment als es geschah) auch "akademisch" nicht interessiert. Ist das Ihr Argument?? Es gab aber Leute schon in 1941 , die über die Endlösung wussten (zum Beispiel Etty Hillesum, wie sie es in ihren Niederschriften schreibt). Genauso, wie es Menschen gab, die sich in den 70 Jahren für die Ermordung von Millionen ungeborenen Kinder interessiert hatten (aber eben nicht Hannah Arendt!). Die Wahrheit ist , dass wer wissen will, weiß, und zwar für Auschwitz oder für die Ermordung der ungeborenen Kinder. Diejenigen, die nicht wissen (akademisch oder nicht akademisch), sind jene , die eben nicht wissen wollen.
Richtig ist Antiquas Hinweis, dass die Problematisierung der Abtreibung und daraus folgende Rechtsverschiebungen vor allem in den siebziger Jahren stattfand. Hannah Arendt starb 1975 als alte Dame, da kann man ihr nachsehen, dass sie darauf nicht reagierte, zumal sie in diesem Zusammenhang keine handelnde Person war. Das kann man von Eichmann und anderen an der Judenvernichtung beteiligten …More
Richtig ist Antiquas Hinweis, dass die Problematisierung der Abtreibung und daraus folgende Rechtsverschiebungen vor allem in den siebziger Jahren stattfand. Hannah Arendt starb 1975 als alte Dame, da kann man ihr nachsehen, dass sie darauf nicht reagierte, zumal sie in diesem Zusammenhang keine handelnde Person war. Das kann man von Eichmann und anderen an der Judenvernichtung beteiligten Personen nicht sagen.
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Nujaas Falsch. Die ganze Debatte über Abtreibung, ob in Europa oder in den USA fing Anfang der 60er Jahren an. Haben Sie vielleicht von Simone de Beauvoir gehört? Es ist sowieso als ob ich Ihnen sagen würde "die Problematisierung der Vernichtung der Juden, fing erst nach dem Krieg an. Dementsprechend, diejenigen die Nazis waren, sind tadellos.... Jämmerliche Argumentation. Für Beauvoir, hier de.…More
Nujaas Falsch. Die ganze Debatte über Abtreibung, ob in Europa oder in den USA fing Anfang der 60er Jahren an. Haben Sie vielleicht von Simone de Beauvoir gehört? Es ist sowieso als ob ich Ihnen sagen würde "die Problematisierung der Vernichtung der Juden, fing erst nach dem Krieg an. Dementsprechend, diejenigen die Nazis waren, sind tadellos.... Jämmerliche Argumentation. Für Beauvoir, hier de.wikipedia.org/wiki/Simone_de_Beauvoir
Natürlich habe ich Beauvoir gelesen, ob Arendt das getan hat, weiß ich nicht. Das war in ihrer Generation weiblicher Intellektueller mit der Gefahr verbunden, auf "Frauenthemen" eingeschränkt zu werden.
Tesa
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Antiquas
Hannah Arendt hat sich für dieses Thema auf akademischer Ebene nicht interessiert und sie ist auch nie danach gefragt worden, da die Thematik Abtreibung erst in den Siebzigern problematisiert und gesetzlich manifestiert worden ist. Ihr, Ahrendt, Desinteresse oder wissenschaftliche oder gar persönliche Ignoranz zu unterstellen, wie Sie @jean pierre aussant es getan haben, ist kindlich und unredli…More
Hannah Arendt hat sich für dieses Thema auf akademischer Ebene nicht interessiert und sie ist auch nie danach gefragt worden, da die Thematik Abtreibung erst in den Siebzigern problematisiert und gesetzlich manifestiert worden ist. Ihr, Ahrendt, Desinteresse oder wissenschaftliche oder gar persönliche Ignoranz zu unterstellen, wie Sie @jean pierre aussant es getan haben, ist kindlich und unredlich, weil an den Haaren herbei gezogen.
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Lutrina
Unschuldige Juden?
Super nos et super filios nostros
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Eine von der Gestapo verfolgte und emigrierte Jüdin mit Eichmann zu vergleichen, ist schon krass -um es untertrieben zu formulieren. Hannah Arendt starb 1975 in New York, und Sie, sehr geschätzter @jean pierre aussant, wundern sich, dass sie sich nicht gegen das 1975 vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelte Abtreibungsgesetz der deutschen SPD/FDP-Koalition geäußert hat?
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Was hat das jetzt zu tun mit der SPD....Wir reden hier über die Welt Entwicklung der Kultur des Todes, und von der Unfähigkeit der Menschen dies zu identifizieren. Wenn Sie die Welt und die satanische Tiefe der politischen Korrektheit verstehen wollen, müssen Sie nicht auf Deutschland fixiert sein.
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Hat Hanna Arendt Abtreibung gebilligt? Oder nur "versäumt", alle historischen und aktuellen Weltverbrechen aufzuzählen? Ich denke, Sie, sehr geehrter @jean pierre aussant, sind hier sehr ungerecht.
An @a.t.m.. Ihr Vorwurf trifft nicht auf den hl. Johannes-Paul II. zu, der tapfer gegen die Verstrickung der deutschen Bischöfe in die Abtreibung gekämpft hat und Homosexualiät eine himmelschreiende Sünde nannte. Paul VI. hat in "Humanae vitae" Abtreibung sogar zu Heilszwecken verworfen. Johannes-Paul I. regierte zu kurz, um ihn ernsthaft kritisieren zu können. Und Johannes XXXIII. hat die …More
An @a.t.m.. Ihr Vorwurf trifft nicht auf den hl. Johannes-Paul II. zu, der tapfer gegen die Verstrickung der deutschen Bischöfe in die Abtreibung gekämpft hat und Homosexualiät eine himmelschreiende Sünde nannte. Paul VI. hat in "Humanae vitae" Abtreibung sogar zu Heilszwecken verworfen. Johannes-Paul I. regierte zu kurz, um ihn ernsthaft kritisieren zu können. Und Johannes XXXIII. hat die neuen Abtreibungsgesetze gar nicht mehr erlebt.
a.t.m
Ach so und wie viele Politiker und Bischöfe hat Papst Paul VI wegen ihrer Verstrickung zur Abtreibungslobby (1974 u. 1975 wurden im deutschsprachigen Raum die Gesetze PRO Massenmord an ungeborenen Kindern in Kraft gesetzt) mit der Beugestrafe der Exkommunikation belegt?? Und noch eines, nur öffentlich haben sich die Berufsbischöfe der deutschsprachigen Staatskirchen von der Abtreibungslobby …More
Ach so und wie viele Politiker und Bischöfe hat Papst Paul VI wegen ihrer Verstrickung zur Abtreibungslobby (1974 u. 1975 wurden im deutschsprachigen Raum die Gesetze PRO Massenmord an ungeborenen Kindern in Kraft gesetzt) mit der Beugestrafe der Exkommunikation belegt?? Und noch eines, nur öffentlich haben sich die Berufsbischöfe der deutschsprachigen Staatskirchen von der Abtreibungslobby getrennt , inoffiziell arbeiten sie aber nach wie vor mit dieser zusammen und das hat auch Papst Johannes Paul II gewusst. Siehe Schwangeren-Beratungs-Bestätigung auch in der Diözese Linz
Weitere Annäherung von Bischöfen und Donum Vitae

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
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Das Böse erscheint nicht mit erkennbarer Fratze (a la Hollywood-Nazi-Film), sondern bürokratisch banal oder verführerisch schön oder blendend humanistisch. Darum gebe ich Hannah Arendt Recht. Sie leugnet das Böse als Böses ja gar nicht, spricht nur über dessen Larve, die sogar den Sünder selber täuscht.
"Sprache schafft Gewissen". Zwar handelt es sich hier nicht vom universellen Gewissen, das von Gott stammt, sondern aus einem falschen und Mode-orientiertes Gewissen. Wenn viele Deutschen nazi waren, ist es eben , weil sie, ohne es zu merken, diesem falschen Gewissen nachgegeben sind. Genauso wie heute, der moderne Mensch, indem er glaubt richtig zu sein, befürwortet die schlimmste Kultur des …More
"Sprache schafft Gewissen". Zwar handelt es sich hier nicht vom universellen Gewissen, das von Gott stammt, sondern aus einem falschen und Mode-orientiertes Gewissen. Wenn viele Deutschen nazi waren, ist es eben , weil sie, ohne es zu merken, diesem falschen Gewissen nachgegeben sind. Genauso wie heute, der moderne Mensch, indem er glaubt richtig zu sein, befürwortet die schlimmste Kultur des Todes (Mord an ungeborenen Kindern und satanische "gegen Gott und Natur" Homo-Ehe). Selbstverständlich erkannte theoretisch Hannah Arendt den Unterschied zwischen diesen beiden Gewissen. Gleichwohl, war sie nicht in der Lage das moderne falsche Gewissen zu identifizieren. Sie hatte verstanden, dass es nicht richtig war Millionen Juden zu ermorden, aber sie hatte nicht verstanden, dass Abtreibung, wie zurecht Heiliges Johannes Paul II gesagt hatte, vergleichbar mit Auschwitz war. In diesem Sinne, und obwohl auf einem anderen Thema, hat Hannah Arendt genau den gleichen Fehler gemacht wie Eichmann.
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@Klaus Elmar Müller Niemand hat das Gegenteil gesagt. Lesen Sie wieder den Hauptartikel, anstatt reflexive Antworten zu liefern
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Den analytische Begriff "Kultur des Todes" kenne ich von Johannes-Paul II., der 1978 Papst wurde; Hannah Arendt verstarb 1975. Es ist einer verfolgten Jüdin nicht vorzuwerfen, dass sie das Schicksal ihres Volkes und nicht das der ganzen Welt thematisiert ("der moderne Mensch", schreibt @jean pierre aussant universalisierend).
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