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Protestanten-Kommunion: Kardinal Marx antwortet Kardinal Woelki und Mitbrüder

Hochwürdigste Herren, liebe Mitbrüder!

Am 28. März 2018 erreichte mich das Schreiben des Erzbischofs von Köln vom 23. März 2018, mit dem er mir – persönlich/ vertraulich – einen Brief an den Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen vom 22. März 2018 zur Kenntnis gibt.

Trotz der ausführlichen und auch kontroversen Aussprache in der Vollversammlung und des mit weit überwiegender Mehrheit der Mitglieder der Bischofskonferenz gefassten Beschlusses bestehen bei Euch so große Zweifel, ob der in der pastoralen Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie ‚vorgelegte Lösungsentwurf mit dem Glauben und der Einheit der Kirche vereinbar ist‘, dass Ihr den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen ‚um Hilfe‘ bittet. Dabei geht Ihr von dem Entwurfstext aus, der ja nach dem Beschluss der Vollversammlung noch eine Modiphase durchläuft.

Zu den im Brief vorgebrachten Hintergründen möchte ich nur anmerken:

1. Anders als im Brief beschrieben wird nicht ‚in der Konfessionsverschiedenheit der Ehe‘ die gravis spiritualis necessitas angenommen, sondern es wird dargelegt, dass ein schwerwiegendes geistliches Bedürfnis aus dem gemeinsamen Eheleben in einer konfessionsverschiedenen Ehe im Einzelfall entstehen kann.

2. Es wurde mehrfach und deutlich dargelegt, dass es selbstverständlich einer nationalen Bischofskonferenz (und nach c. 844 § 4 CIC sogar einem Diözesanbischof) möglich ist, Kriterien zu formulieren, die die Kommunionspendung an nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindlichen Christen erlauben, und auch auf bereits bestehende Regelungen in anderen Teilen der Kirche verwiesen.

Die Vollversammlung hat ihre Entscheidung vor dem Hintergrund theologischer und ökumenischer Bezugstexte und kirchenrechtlicher Regelungsmöglichkeiten getroffen und sieht deshalb die Rückbindung mit der Universalkirche als klar gegeben an, zumal nach der Ermutigung von Papst Franziskus zu weiteren Schritten in der Ökumene, auch in der Seelsorge. Die Handreichung setzt diesen Wunsch behutsam um mit der Absicht, für die Seelsorger und die Eheleute eine größere Klarheit zu schaffen.

Da dieser Brief den Beschluss der Vollversammlung betrifft und er nicht nur mir, sondern auch Erzbischof Ladaria, Bischof Arrieta und dem Apostolischen Nuntius zur Kenntnis gegeben wurde, halte ich es für geraten, alle Mitglieder der Bischofskonferenz darüber in Kenntnis zu setzen.

Oremus pro invicem

Mit herzlichen Grüßen

Reinhard Kardinal Marx
LeoStratz
Ich denke, dass es aber gut ist, wenn man dem Suchenden nahelegt sich dem katholischen Gebet anzuschließen und zu versuchen vor dem Tabernakel mit Jesus ins Gespräch zu kommen.
LeoStratz
Plaisch………………..versuchen die Bischöfe eben einen anderen Weg, um die Kirchgänger (menschlich) anteilnehmen zu lassen…………………

Die Kirche ist eine Gemeinschaft des Glaubens, nicht ein Wohlfühl-Therapiezentrum für arme Seelen von armen Seelen unter Ausschluß des sakramentalen Wirkens Gottes.

Der wahre Frieden kommt nur von Gott. Und Gott wirkt, wenn der Mensch sich im Glauben öffnet. Dies geschieht… Mehr
LeoStratz
Plaisch Was ist überhaupt "das Evangelion" ?

Also, für mich stellt sich diese Frage nicht. Ich lese jeden Tag darin und stärke damit meinen Glauben.

Sind denn die Menschen so unspirituell, dass die Kirche aufgegeben hat den Herrn zu verkünden?
Plaisch
@LeoStratz
und jetzt? Was ist überhaupt "das Evangelion" ? Antwort: die geistliche Rede.

Die ist aber nicht angesagt, auch wenn man zirpt, das Evangelion hören zu wollen. Aber die Übernatürlichkeit kommt nicht an, sonst wäre die Frage ja beantwortet.
LeoStratz
Plaisch……“da dies heute aber nicht angesagt ist,“

Das Evangelium Christie ist immer angesagt. Aber für die, die sich im Culo der Welt eingenistet haben, schon lange nicht mehr.
2Tim 4 2 Verkünde das Wort! Tritt dafür ein, ob gelegen oder ungelegen, tadle, weise zurecht und ermahne in aller Geduld und Lehrweisheit.
1Kor 1 18 Das Wort vom Kreuz gilt freilich denen, die verlorengehen, als Torheit, … Mehr
Plaisch
@LeoStratz
Das war auch nicht gemeint: neidisch auf Marx. Aber der heilige Augustinus machte die Aussage im Zusammenhang mit dem Unglauben, weil jemand etwas ungewohntes sagt.
Und das "Zentrum" mit dem Wunsch dass Marx die Zunge abfaulen solle bewegt sich genau auf dieser Schiene; man erinnere sich nur an das Schwert im Ölgarten und der Spruch Jesu, dass durch das Schwert stirbt wer zum … Mehr
LeoStratz
Wieso sollte man auf Marx neidisch sein? Das ist eine nicht gerade sehr geistreiche Annahme.

Überall gibt es Not. Die schlimmste Not ist aber die Glaubensnot. Und am allerschlimmsten ist der verfaulte Glauben des Klerus. Und noch schlimmer die Verlogenheit des Glaubensleeren Klerus.
Und die "Gläubigen" folgen den Wölfen im Schafspelz in die Hölle.
Plaisch
@ZENTRUM
Das ist ein gefährlicher Wunsch, Augustinus sagt dazu, wer neidisch ist auf andere, verliert die eigene Gnade.

Wenn man den Brief oben von Eminenz Marx liest, hat er seine Berechtigung. Aber die Terminologie ist nicht ideal. gravis spiritualis necessitas ist ein Notstand, wie der Priestermangel.

In konfessionsverschiedenen Ehen müsste man eher von grave spirituale incommodum … Mehr
LeoStratz
Eine echte Pastoral würde darin bestehen, dem nicht katholischen Ehepartner zu sagen, dass die Hl. Kommunion nur von GLÄUBIGEN Katholiken empfangen werden können, nach vorhergehender Beichte. Alles andere ist bewusste Augenwischerei und Täuschung.
LeoStratz
Wenn sich der sakramentale Priester bewußt wäre, dass sich in der Wandlung das Brot und der Wein durch das Wirken des Geist Gottes zum Leib und Blut Gottes verwandelt und er daran wirklich glaubr, dann würden sie die Mißstände die heutzutage existieren, gar nicht zulassen.
Und deswegen sind diese Diskussionen nur Ablenkungsmanöver um den protestantischen-katholischen WischiWaschi einmal mehr … Mehr
LeoStratz
Man hat in deutschsprachigen Ländern bereits eine Kommunionpraxis realisiert, die unwürdiger und sakrilegischer gar nicht mehr sein kann. Diese Diskussionen über „gemeinsame Kommunion“ konfessionsverschiedener Ehepaare ist eigentlich nur Dünnbrettbohrer Dünnschiß a la Marx
Gestas
Danke @alfredus
Sehr gut gesprochen
alfredus
Man spricht heute sehr oft von einer " Sehnsucht nach einem gemeinsamen Abendmahl " ? ! Dazu muss man bedenken, dass trotz der übertriebenen Ökumene, man nicht einen Schritt in der Lehre voran gekommen ist. Die Bischöfe überschlagen sich in den Formulierungen von großen " Gemeinsamkeiten " und " Fortschritten " ? ! Alles Gutmenschentum und obendrein unlauter. Die Wahrheit ist, der Katholizismus … Mehr
Carlus
PhilSteu1
1. ihre angebliche Glaubensgemeinschaft hat sich freiwillig und ungezwungen von eucharistischen Herrn im Tabernakel getrennt , das bleibt jedem Häretiker belassen seine Entscheidung wie auch die Trennung durch Besetzter Raum der Nachäfferkirche des 2. VK
2. aus dem Ungehorsam heraus aber die Teilnahme am Tisch des Herrn zu erzwingen ist mehr als eine Frechheit.
3. wenn sich selbst die … Mehr
Klaus Elmar Müller
Zu @Saarländer10: Ihre Kritik an @RellümKath ist blasphemisch. Es geht weder um Wein noch um Tierblut, sondern um das Blut Jesu Christi. Haben Sie das noch nie erlebt, dass die Hostie in den Kelch mit dem zu Jesu Blut verwandelten Wein getaucht wird? In welcher Eremitenklause hausen Sie?
Klaus Elmar Müller
Zu @Sanctus Bonifatius: War mir nicht bewusst, glaube aber auch nicht, dass es nach dem CIC von 1984 noch verboten ist.
RellümKath
@Caruso das mit der Patene ist im NOM in Polen immer noch so. Allerdings empfangen dort alle die Hostie in Blut getaucht, wobei das Blut in einem festen Gefäß in der Hostienschale ist.
Klaus Elmar Müller
Zu @Caruso: Richtig! Denn in jedem Partikel, das herunterfallen könnte, ist der ganze Christus (Konzil von Trient).
Caruso
Als ich früher Messdiener war, müsste ich bei der Kommunionausteilung mit der Patene mit dem Priester mitlaufen, und diese jedem Kommunikanten vorhalten.
Wer dafür Verständnis hat und das nicht für Unsinn hält, der ist katholisch.
Heute sind wohl die meisten nicht mehr katholisch.
Klaus Elmar Müller
Zu @PhilSteu1: Das Abendmahl sogar freikirchlichen Mitprotestanten geben? Wenn das etwas Besonderes ist, warum fordern dann die Lutheraner von uns Katholiken die hl. Kommunion? Übrigens: Jemandem ein Stück Brot reichen ist nicht viel; die hl. Kommunion ist dagegen unendlich wertvoll, nämlich der Mensch und Gott Jesus Christus.
Wilhelmina
..... Christus ist gekommen um zu trennen, nicht zu einen, er trennt die Schafe von Böcken-entweder ist man im Stall oder außerhalb des Stalles, der Herr steht an der Pforte; das Wort wird nur verstanden, wenn der Geist Gottes es einen zu verstehen gibt, ohne die formelle Zugehörigkeit zur römisch katholischen Kirche mit allen formalen, traditionellen Riten und Gebräuchen mit allen Symbol und … Mehr
Vered Lavan
@Svizzero - Diesen ganzen Irrwitz erspare ich mir dadurch, dass ich zur Tridentinischen Messe bei den FSSPX gehe. Da ist ein wirklich wahrhafter Ordo (=Messordnung)! Und: Es geht nicht um "Kommunionbänke", es geht um die geweihten Hände! Ich nehme keine Kommunion von Laien.
Vered Lavan
@ZENTRUM - Vergessen Sie es! Die wollen das so. Und 100% der Gläubigen auch, mit Handkommunion stehend vom Laien.
Vered Lavan
@CollarUri - Ich pflichte Ihnen bei! Ich habe vor meiner Konversion in die Heilige Apostolische Katholische Kirche 1 Jahr lang (!) nur geistig kommuniziert und bin in der Kirchenbank sitzen geblieben. Erst nachdem ich konvertiert war & die Erstkommunion und Firmung hatte, bin ich noch vorne gegangen, um vom Priester knieend die Mundkommunion zu empfangen. Seit Letzteres nicht mehr geht, … Mehr
CollarUri
@PhilSteu1 Sündigen kann man auch durch Ignoranz; möglicherweise verkleinert sich allerdings Ihre Sünde durch Ihr Unwissen. Indessen zeigt sich an Ihrem Fall gerade, dass die Erlaubnis zur Interkommunion der Ausverkauf der Eucharistie, der Kirche und des Glaubens ist. Wie sagte gleich @alfredus sehr treffend? Zittert, zittert. Ich kann mich nur anschliessen. P. S. Sie beginnen, auf die Person … Mehr
Carlus
PhilSteu1

@CollarUri Der Unterschied ist eben dass Sie Exklusiviät für ihre Abendmahl behaupten und dass es nur Katholiken zusteht die Hostie zu empfangen.

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In einem protestantischen Nachbarort gibt es drei protestantische Glaubensgemeinschaften

1. freie Lutherische Gemeinde;

2. Landeskirche Hessen und Nassau, und

3. eine reformierte freie evangelische… Mehr
Boni
Ich würde Herrn Marx zu gerne fragen, wie er Fälle beurteilt, in denen ein Novus-Ordo-“Katholik“ und ein Sedisvakantist den gemeinsamen Komunionempfang begehren. Wer hier freigiebig ist, kann doch dort nicht rubrizistisch sein ...
Carlus
PhilSteu1

@Carlus Jetzt haben ihre Bischöfe das doch erlaubt und ist somit keine "Ordnungswidrigkeit" mehr.

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1. Sie begehen einen riesengroßen Irrtum,

2. ein Bischof und auch kein Papst kann aufheben was die Heilige Mutter Kirche bereits rechtmäßig zum Glaubensgut gehörend verkündet hat;

3. das ist Gültig für Zeit und Ewigkeit und hat im … Mehr
CollarUri
@PhilSteu1 Und über diesen Unterschied haben Sie Sich mal schnell bedenkenlos hinweggesetzt. Gleicher Glaube --》bedeutet auch äusserliche Gemeinschaft. Ungleicher Glaube, dem zu Trotz äusserliche Gemeinschaft simuliert wird, zieht den Bruch von Wahrheit nach sich. Sie haben gegen das entsprechende Gebot gesündigt, nach unserer kath. Zählung gegen das 8.
Klaus Elmar Müller
Zu Kardinal Marx: "schwere Notlage für die Ehe"? Was für ein sentimentaler Unsinn und sündhaftes Geschwafel! Droht der evangelische Partner mit Scheidung, wenn der katholische Priester ihm nicht den Leib des Herrn reicht? Wo wäre da noch Liebe? Zudem: Die konfessionsverschiedenen Ehepartner wussten bei ihrer Eheschließung um die fehlende Kommuniongemeinschaft von katholischer Kirche und … Mehr
CollarUri
@PhilSteu1 Die Abendmahlsverständnisse sind unterschiedlich? Zugleich aber sagen Sie, Sie glauben wie wir an die Realpräsenz? Was ist denn nun unterschiedlich?
CollarUri
@alfredus Strapazieren Sie die "Kollegialität" nicht. Wenn Konferenzen etwas Antikatholisches beschliessen, hat kein Bischof der Welt jemals das Recht, sich solchen Beschlüssen unterzuordnen. Jeder, der nur scheinbar oder nur halbherzig protestiert, aber trotzdem kuscht, ist in Sünde.
Carlus
PhilSteu1

........Was jetzt beschlossen wird, ist in den normalen Gemeinden schon längst Praxis.

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1. In vielen Regionen ist es bereits Praxis, "die Fußgänger gehen bei Rot über die Straße!"

2. davon kann aber keine Rechtmäßigkeit abgeleitet, es handelt sich weiterhin um eine Ordnungswidrigkeit und in bestimmten Fällen um eine Straftat;

3. wer nicht den vollstän… Mehr
alfredus
Die Bischofskonferenz mit ihrem Vorsitzenden Kardinal Marx hat nichts anderes getan, als das was Franziskus in Amoris Laetitia vorgegeben hat. Erstaunlich dabei ist, dass es doch einige Bischöfe gibt, so wie jetzt Kardinal Woelki, die doch in ihrem Gewissen Bedenken haben. Man kann daraus ohne weiteres entnehmen, dass die Diskussion zum Thema " Kommunion für Wiederverheiratete " nicht ohne … Mehr
Klaus Elmar Müller
Sehr geehrter @PhilSteu1: "Wer unwürdig den Leib des Herrn genießt und das Blut Christi trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht" (1 Kor 11, 27-29). Darum: 1. Gehen sie regelmäßig beichten oder erwecken Sie wenigstens die Liebesreue über Ihre Sünden? 2. Sind Sie sicher, dass Sie dort, wo Sie zur hl. Kommunion gehen, keinem einzigen Katholiken Ärgernis geben (auch wenn der Sie nicht aufhält)… Mehr
CollarUri
Um in Kürze Ihrer Undifferenziertheit ein wenig abzuhelfen: Gewiss nehme ich zur Kenntnis, dass Sie das Bilderverbot absolut setzen und das Fegefeuer nicht nachvollziehen, auf den ersten Blick hat dies wenig mit der Präsenz Christi zu tun. Ja, aber die Präsenz Christi in der Hl. Eucharistie b e d e u t e t ja eben, dass uns seit Seiner Erlösungstat auch ein Bildnis gegeben ist; Symbole sind ab … Mehr
CollarUri
@PhilSteu1 Darf ich Ihnen zunächst die katholische Theologie und die Sicht Luthers schildern? Die katholische Theologie glaubt an die Realpräsenz Christi. Nun hat Luther gelehrt, dass die Gemeinschaft der Feiernden es ist, welche die Präsenz Christi hervorruft. Dass Christus auch in der Gemeinschaft der Feiernden anwesend ist, hat die Hl. Kirche zu keiner Zeit bestritten. Dass jedoch Christus … Mehr
a.t.m
CIC 844 § 4 Wenn Todesgefahr besteht oder wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs bzw. der Bischofskonferenz eine andere schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Spender diese Sakramente erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten,… Mehr
CollarUri
@PhilSteu1 Und wie ist Ihr Sakramentsverständnis in punkto Eucharistie? Sind Sie Sich bewusst, in voller Gemeinschaft, auch Glaubens-Gemeinschaft, mit allen Päpsten, Bischöfen und Heiligen aller Zeiten zu sein? Glauben Sie an die gegenständlich-konkret-sachliche, objektive, Präsenz Christi in der Gestalt des Brotes? Haben Sie Gemeinschaft mit allen Gefirmten? Was bedeutet, dass Sie zugleich n i … Mehr