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Churer Generalvikar zeigt seinem Bischof die Faust - von Don Reto Nay

Generalvikar Martin Kopp ist ausserhalb des Bistums Chur kaum bekannt. In der Diözese dagegen ist er ein mächtiger Mann. Er ist der von Bischof Huonder ernannte Generalvikar für die Urschweiz.

Das Churer Bistum wird in wenigen Wochen vakant. Deshalb veröffentlichte Kopp am 16. Februar auf dem kirchen-offiziellen kath.ch einen Artikel unter dem Titel «Gesucht wird dringend eine Integrationsfigur». Es geht um Huonders Nachfolger, die in wenigen Monaten aktuell wird.

Kopp gehört im polarisierten Bistum zur Partei, die Begriffe wie «klug», «lauter» «Vielfalt» und «Dialog» aufs eigene Reklameschild gepinselt hat, aber von ihren Gegnern nüchterner als «Liberale» bezeichnet wird.

Sein Artikel ist eine scharfe, wenn auch indirekte Abrechnung mit Bischof Huonder.

Kopps Vorwürfe sind zahlreich, manche richtig: «wir brauchen einen Bischof, der das Bistum atmen lässt», «der sammelt», «Brücken baut», «nicht einer, der Schafe gewaltsam in den Pferch zwängt».

Man könne sich «jene Ein-Parteien-Diözese» nicht mehr erlauben. Es brauche «die anerkannte und geschätzte Vielfalt von Anschauungen und Spiritualität».

Der neue Bischof müsse «über alten Fronten stehen, nicht bloss mit Worten». Es sei an der Zeit «ein anderes Gesicht der Kirche zu zeigen».

Der Generalvikar verbittet sich den Vorwurf einer fehlenden Loyalität, denn: «Das wäre der Beweis, dass offenkundig nur eine Sichtweise erlaubt und möglich war und ist.»

Nur eine Sichtweise erlaubt? Hier tut sich ob Kopps Worten ein gähnender Abgrund auf.

Hat der klagende Kopp die Huonder’sche Schreckensherrschaft etwa im sibirischen Exil zugebracht?

Gehört Kopp nicht zu Huonders drei, vier wichtigsten Mitarbeitern und Beratern? Hat er all die Huonder-Jahre nicht problemlos durchgestanden, während die Abgänge bei Huonders «katholischen Freunden» enorm waren (Weihbischof, Regenten, Dompfarrer, Priester etc.)?

Ist Kopp nicht Mitglied des sogenannten «Bischofsrates», mit dem Huonder 90 bis 100% "seiner" Entscheidungen zu legitimieren pflegte?

Zu Zeiten der christdemokratischen Regierungen in Italien, die das Land vor den bösen Kommunisten zu schützen vorgaben, kursierte folgende Karikatur:

Ein Christdemokrat («Konservativer») und ein Kommunist («Liberaler») sitzen einander an einem kleinen Tisch Kopf an Kopf gegenüber. Sie blicken sich zornig in die Augen und bedrohen sich mit erhobener Faust. Unter der Tischplatte allerdings – geben sie sich die Hand.

Der klagende Generalvikar Kopp ist der lebendige Beweis dafür, dass das im Huonder-Bistum nicht anders war.
Der Generalvikar ist wohl ein Modernist, scheint mir. Denn für ihn ist "nur eine Sichtweise" (die Katholische) wohl nicht tragbar. Er will die "Vielfalt der Anschauungen". Die Lehre bricht überall in den Bistümern zusammen.
Wie halten Bischöfe solche Personen nur aus?
@Eugenia-Sarto: Die Bischöfe halten das aus, weil sie unbeschadet aller Rhetorik, die gleiche Sichtweise haben.
Plaisch
@Eugenia-Sarto @Don Reto Nay
So einfach ist das nicht. GV Kopp wurde vom Grossteil der urschweizerischen Dekanate gewünscht, nachdem WB Vollmar nach Zürich gezogen war. Bischof Grab hatte eine Umfrage gemacht. Das wusste ich nicht, und ich gratulierte B Grab zu dieser Ernennung. Das freute ihn sehr und er antwortete mir, er hätte diese Reaktion von MIR nicht erwartet.
WB Vollmar hatte als GV …More
@Eugenia-Sarto @Don Reto Nay
So einfach ist das nicht. GV Kopp wurde vom Grossteil der urschweizerischen Dekanate gewünscht, nachdem WB Vollmar nach Zürich gezogen war. Bischof Grab hatte eine Umfrage gemacht. Das wusste ich nicht, und ich gratulierte B Grab zu dieser Ernennung. Das freute ihn sehr und er antwortete mir, er hätte diese Reaktion von MIR nicht erwartet.
WB Vollmar hatte als GV einen schlechten Namen, er sass im abgelegenen Sarnen und tat, NICHTS. Auch ein Kapuziner im Engadin wusste nur Frustrationen über den früheren GV von Graubünden zu berichten.
Tatsächlich ist es so, dass nicht viele Priester als GV in Frage kommen, und Kopp ist sicher einer der besten. Auch Dekane zu bekommen, ist heute nicht einfach, die Priester streiten sich nicht um diese Verwaltungsaufgabe.

Bischof Huonder übernahm GV Kopp, aus dem einfachen Grund, weil es keinen anderen gab - und weil Huonder wohl einsehen muss, dass Kopp nicht so schlecht ist wie sein Ruf. Ein anderer konservativer GV wurde von Huonder direkt ernannt, und man munkelt, dass er sich nicht durchsetzenkann und seine ganzen Grundsätze auf der Strecke bleiben.
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@Plaisch: Concedo totum. Was Sie sagen, bestätigt meinen Kommentar. War der frühere GV von Graubünden Vitus Huonder?
Plaisch
@Don Reto Nay
Auch, aber P. ötzbrugger O.Cap meinte Vollmar.
@Plaisch: Die liberalen Dekanate wollten den liberalen GV Kopp, so wie die liberalen Zürcher den liberalen GV Annen wollten. Beide haben auch problemlos bekommen, was sie wollten. Deshalb sollte GV Kopp in seinem Kommentar nicht unterstellen, dass in Chur nur "eine" Partei regiert habe. In Chur hat die Transversal-Partei regiert, die sich ein recht dünnes "konservatives" Mäntelchen umhing.
Plaisch
@Don Reto Nay
Potest sic dici. Aber die Personaldecke ist so, dass kaum konservative herumstehen, und diejenigen, welche es wären, zu wenig Akzeptanz haben. Sunt quidem nobiscum sentientes.
Und wer entscheidet über die "Akzeptanz"?
Plaisch
@Don Reto Nay
Das eigene Präsentationsvermögen. Don Giuseppe Paganini wollte mich auch zum Dekan von Bernina machen, aber da wäre ich völlig abgesägt gewesen - und habe keinen Moment darauf verwendet, das Amt anzustreben.
Man muss sprechen können und in der Amtsführung respektiert sein.
@Plaisch: "Akzeptanz" kommt von "akzeptieren". Wer akzeptiert? Hatte Christus "Akzeptanz"?
Plaisch
@Don Reto Nay
Um DAS geht es nicht. Schauen Sie hier Erzbischof Burgers Vision der Pastoral 2030 (Vorsicht Realsatire!!) hat EB Burger Akzeptanz? sicher, weil er wie die Welt redet. Liebe Schwester und Brüder, mit Laien und Priestern. Burger gilt als konservativ, und doch macht auch er den modernen Tanz mit.
CollarUri
@Plaisch Das ist ja alles ganz schön und informativ! Bis Sie dann zu den Aussagen kommen, Kopp sei "einer der besten", "Bischof Huonder übernahm GV Kopp, aus dem einfachen Grund, weil es keinen anderen gab -" oder "er sei so schlecht nicht". FÜR WEN ist er denn so ein geistliches As? Für Jesus Christus? Schau mal in die Innerschweiz und ob in den letzten 30 Jahren auch nur irgendetwas - ich …More
@Plaisch Das ist ja alles ganz schön und informativ! Bis Sie dann zu den Aussagen kommen, Kopp sei "einer der besten", "Bischof Huonder übernahm GV Kopp, aus dem einfachen Grund, weil es keinen anderen gab -" oder "er sei so schlecht nicht". FÜR WEN ist er denn so ein geistliches As? Für Jesus Christus? Schau mal in die Innerschweiz und ob in den letzten 30 Jahren auch nur irgendetwas - ich frage i r g e n d e t w a s - genannt werden kann, das zugunsten des katholischen Glaubens gewendet worden wäre? Oder das die Entwicklung zum Heidentum wenigstens gebremst hätte?
O ja, GV Kopp ist einer der allerbesten. Wenn es nämlich darum geht, den Priestern, die er verjagt hat, in der Chrisammesse zuzuwinken und zu lächeln, in der irrigen Annahme, diese hätten bei der Bischofswahl mitzureden. Ich muss jetzt aufhören, sonst werde ich ausfällig.
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Zitat @CollarUri: "Für Jesus Christus?" Ja, das allein zählt.
Plaisch
@CollarUri @Eugenia-Sarto
Ich hatte MK an der THC und hörte auch sonst geistliche Vorträge von ihm und habe viele seiner Predigten gelesen, und man kann durchaus sagen, dass er in geistlicher Hinsicht mindestens ein König ist, um mit Jasskarten zu sprechen.
Auch in akademischer und pädagogischer Hinsicht ist er ganz gut.
Ich habe (auch an der THC) gelernt, dass formelle Rechtgläubigkeit allein …More
@CollarUri @Eugenia-Sarto
Ich hatte MK an der THC und hörte auch sonst geistliche Vorträge von ihm und habe viele seiner Predigten gelesen, und man kann durchaus sagen, dass er in geistlicher Hinsicht mindestens ein König ist, um mit Jasskarten zu sprechen.
Auch in akademischer und pädagogischer Hinsicht ist er ganz gut.
Ich habe (auch an der THC) gelernt, dass formelle Rechtgläubigkeit allein nicht zum Ziel führt.
Wer nicht gegen mich ist für mich, sagt Christus auch. Ich denke, diesen Satz kann man für GV Kopp durchaus anwenden.
@Plaisch: Niemand hat hier von "formeller Rechtgläubigkeit allein" gesprochen. Es geht darum, was das Kriterium einer guten Ernennung ist: "Akzeptanz" (durch die Medien)? "Akzeptanz" heisst: so weitermachen wie bisher. Wir wissen, wohin das führt. Ihr Urteil über GV Kopp ("wer nicht gegen mich ist, ist für mich") ist vernichtend. Ich glaube nicht, dass Kopp daran Freude hätte.
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@Ratzi: Elftes Gebot: Beurteile einen Bischof nie nach seinem Reden. Bischöfe sind sehr darauf erpicht, am richtigen Ort das "richtige" zu sagen. Sonst wären sie schon gar nicht Bischöfe geworden.
"Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht...." (Matthäus 23, 3).
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@Vered Lavan: Wobei man inzwischen auch SEHR vorsichtig sein muss, mit dem, was Bischöfe so von sich geben.
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Don Reto Nay - Ja - leider, seit dem 2. Vatikanischen Sovjetkonzil.
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@Vered Lavan: Und manchmal leider auch schon vorher.
Don Reto Nay - Hätten Sie da ein Beispiel?
Zum Beispiel dieser Herr war schon seit 1952 Bischof: www.catholic-hierarchy.org/bishop/bkonig.html. Aber das war bei weitem nicht der einzige. Man darf nicht vergessen, dass die Bischöfe, die auf dem Vatikanischen Pastoralkonzil ihr Unwesen trieben, alle aus der Zeit vor dem Pastoralkonzil stammten.
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Don Reto Nay - Stimmt. Aber dann gab es auch dieses leuchtende Beispiel hier!!: Bischof Antonio de Castro Mayer - Ein Bekenner und Zeuge der Tradition. - der Einzige, der kein einziges Dokument von Vat2 unterschrieb.
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Plaisch
@Vered Lavan @Don Reto Nay
Da kommt einem die Doppelgängergeschichte wieder in den Sinn. Sass nicht einer der Kollegen von Kardinal König auf dem Thron des heiligen Ambrosius, vom gleichen Papst zum Bischof und vom gleichen Papst zum Kardinal gemacht ?

Der moderne "Unglaube" ist nicht 1965 vom Himmel gefallen.
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Plaisch - Meinen Sie Giovanni Battista Montini (=Paul VI.) als Erzbischof von Mailand ?
Plaisch
@Vered Lavan @Don Reto Nay
Genau, und er soll orthodox gewesen sein, damit man einen Doppelgänger braucht, um die neue Messe nicht auf sein Gewissen zu schnüren??
@Plaisch: Der echte Paul VI. verschwand in den vatikanischen Verliessen. Lebt er dort immer noch oder hat man wenigstens seine Knochen gefunden?
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Don Reto Nay - Der Doppelgänger-These kann ich schon was abgewinnen, aber erst später, ab circa 1972, nicht kurz nach dem Konzil.
Plaisch
@Vered Lavan
Es fehlt das Pallium. Vielleicht ist es überhaupt nicht Paul VI, die Statur scheint mir nicht seine, aber PHoto zu schlecht.

@Don Reto Nay
aha, also auch ein Montinijünger ? und wann ist er verschwunden? aus welchen Gründen?
Don Reto Nay - Auch kann ich mir vorstellen, dass die Schwester Lucia von Fatima ausgetauscht wurde. Auf den Fotos sind das 2 Personen. Ist aber meine persönliche Meinung. (GAB ES ZWEI SCHWESTERN "LUCIAS" VON FATIMA ?)
Und Sie meinen, dass das niemand gemerkt hat? Können Sie sich vorstellen, dass man eine Person, die Sie kennen, durch einen Doppelgänger ersetzen könnte und Sie merken das nicht? Dann müssen Sie schon sehr kurzsichtig und schwerhörig sein :-).
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Don Reto Nay - In der nächsten Umgebung schon - aber nicht am Fernseher!
Bei Fernsehaufnahmen war der Paul VI. zahllosen Menschen umgeben, die ihn kannten, und keiner hat gemerkt, dass da ein "Doppelgänger" unterwegs war? Mein Glaube wäre nicht gross genug, so etwas zu fassen.
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Don Reto Nay - Eventuell nur die letzten 2-3 Jahre & man hat ihn isoliert. Es wussten dann nur diejenigen, die direkt um ihn waren. Villot & Cassaroli sind mir nicht geheuer !!
Villot & Cassaroli waren nicht geheuer. Aber eine Person austauschen, die ständig im Lampenlicht steht, einen riesigen Bekanntenkreis hat und sich mit diesem ständig trifft, und das merkt keiner? Haben Sie schon einmal einen historischen Film gesehen, bei dem der Titelheld so perfekt gespielt wurde, dass man nicht gemerkt hat, dass er ein Schauspieler war? Ich nicht.
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Don Reto Nay - Für uns ist das schwer vorstellbar. Aber in der höchstkriminellen Szene kann man mit Gesichts-OPs einiges machen.
@Vered Lavan: Selbst wenn man das könnte, wäre das bei weitem nicht genug. Der Doppelgänger könnte ja nicht dastehen wie ein Oelgötze. Er müsste reden, sich bewegen, Dinge im Kontext verstehen und beantworten können. Er müsste alles wissen, was Paul VI. gewusst hat. Das ist Stoff für einen Roman, aber nicht für die Wirklichkeit.
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Don Reto Nay - Eines Tages wird die Wahrheit ans Licht kommen, genauso wie der Mord an Papst Johannes Paul I. (Albino Luciani).
Wie Sie meinen. Ich würde meinen, dass es in beiden Fällen nicht viel auszugraben gibt.
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Don Reto Nay - Lassen wir es im Raum stehen. Ich kann auch nichts beweisen.
So ist es: Man müsste das positiven Beweisen können, aber es gibt dafür keine konkreten Hinweise. Darum würde ich eher die Finger davon lassen. Einfach Gerüchte für Leichtgläubige zu streuen, wäre auch nicht das Gelbe vom Ei.
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Plaisch
@Vered Lavan @Gerti Harzl @Don Reto Nay
Man kann nicht unbemerkt einen Doppelgänger hinstellen, die Stimmforensiker können jemand genau identifizieren, weil jeder Blick und jeder timbre individuell sind.
Wer den Papst kannte, konnte nicht ohne weiteres glauben, dass ein anderer der gewohnte war.
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Plaisch - Ich sagte ja - ich kann nichts beweisen. Aber ich halte die Ebenen der Machteliten, die den Vatikan manipulieren, für höchstkriminell. -- Genauso, wie J.F. Kennedy ermordet wurde.
Das die Vatikan-Leute recht skrupellos sind - weil die Wahrheit in der modernen Theologie nichts mehr gilt - ist wiederum war.
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Hermias
@Don Reto Nay Ja, das stimmt schon, ein Bischof muss kommunikativ sein und gut reden können. Mutig und unerschrocken sein ist nicht gut für die Karriere. Die "600 Jahre Bruder Klaus"-Rede von Bischof Vitus war ein Highlight, denn im Festzelt war eine grosse Anzahl Reformierten, die v.a. wegen alt Bundesrat Christoph Blocher gekommen sind. "Machet den Zaun nicht zu weit!" Alt-Bundesrat Christop…More
@Don Reto Nay Ja, das stimmt schon, ein Bischof muss kommunikativ sein und gut reden können. Mutig und unerschrocken sein ist nicht gut für die Karriere. Die "600 Jahre Bruder Klaus"-Rede von Bischof Vitus war ein Highlight, denn im Festzelt war eine grosse Anzahl Reformierten, die v.a. wegen alt Bundesrat Christoph Blocher gekommen sind. "Machet den Zaun nicht zu weit!" Alt-Bundesrat Christoph Blocher würdigt Bruder Klaus
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@Hermias: Gut reden und kommunikativ sein, ist natürlich nicht falsch. Ich habe selber genug geredet, um gemerkt zu haben, dass Reden letztlich nur die Luft bewegen. Oder wie der andere sagte:

Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.


Im Gegensatz zu unseren Bischöfen hat der Blocher mehr getan, als …More
@Hermias: Gut reden und kommunikativ sein, ist natürlich nicht falsch. Ich habe selber genug geredet, um gemerkt zu haben, dass Reden letztlich nur die Luft bewegen. Oder wie der andere sagte:

Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.


Im Gegensatz zu unseren Bischöfen hat der Blocher mehr getan, als sich nur leer ins Leere hinein zu entleeren.
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Copertino
Zur Doppelgänger-These Pauls VI.: Ich hatte einen Onkel, der damals in den 1970er Jahren diese These vehement vertrat. Es kursierte da ein Büchlein eines Herrn Kolberg "Der Betrug des Jahrhunderts", welches besagte, dass Paul VI. durch einen Doppelgänger ersetzt worden wäre, und es gab gar Stimmanalysen eines Polizeimitarbeiters, welche zu beweisen suchten, dass es sich um zwei verschiedene …More
Zur Doppelgänger-These Pauls VI.: Ich hatte einen Onkel, der damals in den 1970er Jahren diese These vehement vertrat. Es kursierte da ein Büchlein eines Herrn Kolberg "Der Betrug des Jahrhunderts", welches besagte, dass Paul VI. durch einen Doppelgänger ersetzt worden wäre, und es gab gar Stimmanalysen eines Polizeimitarbeiters, welche zu beweisen suchten, dass es sich um zwei verschiedene Stimmen handle. Mich hatten die Fotovergleiche darin schon damals nicht überzeugt, weil bei den Fotos stets ältere mit jüngeren Fotos Pauls VI. verglichen wurden.
@Copertino: Damals gab es noch kein Photoshop. Aber auch wenn es Photoshop gegeben hätte. Ihr Onkel hätte genauso gut sagen können, man habe bei ihm zuhause den Bürgermeister durch einen Doppelgänger ersetzt, und niemand habe das bemerkt. Manchmal ist es zum depressiv werden, wenn man sieht, wie man den [Leicht]Gläubigen fast jeden Bären aufbinden kann. :-)
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Copertino
@Don Reto Nay: In der Tat scheinen gerade Gläubige meiner Erfahrung nach Bären jedwelcher Couleur fast magisch anzuziehen, und man kommt schon fast nicht nach mit sich Umdrehen, um sich zu vergewissern, dass man selbst nicht schon wieder einem aufgesessen ist.
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Ratzi
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@Plaisch: Ich sehe, die Leute lernen nicht mehr, Texte zu verstehen :-)

1. Generalvikar Kopp unterstellt (nicht nur an dieser Stelle), das im Bistum Chur nur "eine Sichtweise" (die konservative) erlaubt gewesen wäre, seine (die liberale) wäre dann die andere. Das stimmt so nicht.

2. "Huonder'sche Schreckensherrschaft" ist eine (humoristische!) Aussage meinerseits, die ich GV Kopp unterstelle (…More
@Plaisch: Ich sehe, die Leute lernen nicht mehr, Texte zu verstehen :-)

1. Generalvikar Kopp unterstellt (nicht nur an dieser Stelle), das im Bistum Chur nur "eine Sichtweise" (die konservative) erlaubt gewesen wäre, seine (die liberale) wäre dann die andere. Das stimmt so nicht.

2. "Huonder'sche Schreckensherrschaft" ist eine (humoristische!) Aussage meinerseits, die ich GV Kopp unterstelle (es deprimiert mich immer ein bisschen, dass man bei Katholiken häufig "Vorsicht Humor!" rufen muss).

3. Ich meine, dass die von Ihnen bemängelte Aussage von Kopp ("Das wäre der Beweis .." etc.) problemlos verständlich ist.

4. Ich wusste nicht, dass der "Bischofsrat" ein Kopfnickegremium ist. Daraus wäre zu schliessen, dass alle Mitglieder des Rates auf der selben Linie sind. Stimmt das? Ist GV Kopp nicht auch Mitglied dieses Rates?

5. "Loyal" heisst nicht "der gemeinsamen Sache" verpflichtet, sondern "dem Gesetz verpflichtet. Für den kirchlichen Raum ist "loyal" ein äusserst unglückliches Wort.
Plaisch
@Don Reto Nay
Obige diskursive Darstellung ist alles andere als verständlich. Wo soll herausleuchten, dass Kopp den Episkopat Huonder als Schreckensherrschaft bezeichnet?

e.g. ist dies glaub ich Meinungsjournalismus. gtv sollte darüber stehen. in Richtung Tatsachenberichte. Die auch autseidern klarlegen, wie die Dinge stehen, ohne dass sie auf andere Media zurückgreifen müssen.
@Plaisch: Kommentare sind immer Meinungsjournalismus. Genauso wie GV Kopp's Artikel Meinungsjournalismus ist. Im übrigen: Jeder Journalismus ist Meinungsjournalismus, am meisten der, der sich hinter dem Mantel des "objektiven" versteckt.
Plaisch
@Don Reto Nay
Kommentare sind überhaupt kein Journalismus. Dieser ist per se eine Öffentlichmachung von Entwicklung (à jour bringen, einsichtig machen).
Neben dem Meinungsjournalismus (die Frauen müssen Priester werden) und dem historischen Journalismus (das Erdbeben von Lissabon im Blätterwald) gibt es noch den Thesenjournalismus (die Unbefleckte Empfängnis in der liberalen Welt).

Von gtv …More
@Don Reto Nay
Kommentare sind überhaupt kein Journalismus. Dieser ist per se eine Öffentlichmachung von Entwicklung (à jour bringen, einsichtig machen).
Neben dem Meinungsjournalismus (die Frauen müssen Priester werden) und dem historischen Journalismus (das Erdbeben von Lissabon im Blätterwald) gibt es noch den Thesenjournalismus (die Unbefleckte Empfängnis in der liberalen Welt).

Von gtv würde ich mir etwas mehr Thesenjournalismus erwarten, wo man aufgrund reeller Fakten ein Bild machen kann (und ggf. im Forum mit anderen besprechen). Das hier auf gtv ist aber grösstenteils die Darstellung der eigenen Befindlichkeit. Wie die Schlagworte und Diktion auch untermalen.
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@Plasch: Kommentare überbringen eine persönliche Ansicht zu einem vorgegebenen Bericht. Im Journalismus gibt der Schreiber immer seine Meinung zu einem Thema bekannt. Auch im historischen- oder im Thesen-Journalismus gibt es zu einem informativen Bericht verschiedene Ansichten.

Interessant wird ein Forum erst, wenn über diverse Meinungen sachlich diskutiert werden kann.
In diesem Fall ist die …More
@Plasch: Kommentare überbringen eine persönliche Ansicht zu einem vorgegebenen Bericht. Im Journalismus gibt der Schreiber immer seine Meinung zu einem Thema bekannt. Auch im historischen- oder im Thesen-Journalismus gibt es zu einem informativen Bericht verschiedene Ansichten.

Interessant wird ein Forum erst, wenn über diverse Meinungen sachlich diskutiert werden kann.
In diesem Fall ist die Aussage von Generalvikar Kopp eine Diskussion wert, denn auch diese kann verschiedentlich interpretiert werden, und vielleicht hat sogar jemand am runden Tisch unter die Tischplatte geschaut, d.h. was offensichtlich scheint, muss nicht immer wahr sein.
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Plaisch
@Harmonia celestiala

Mo stuess ins capir la declaronza da sur Kopp, e sco sur Reto ha presentau ella, sundel memia tups per capir e discutir.

Zum Journalismus - zu dem sich gtv zählen will - gehört, dass man eine Sache eben informativ = verständlich darbringt.
Aber im Thesen- oder Fakten (historischen) Journalismus geht es nicht um die Meinung des Autors, sondern um eine Darstellung für Leute …More
@Harmonia celestiala

Mo stuess ins capir la declaronza da sur Kopp, e sco sur Reto ha presentau ella, sundel memia tups per capir e discutir.

Zum Journalismus - zu dem sich gtv zählen will - gehört, dass man eine Sache eben informativ = verständlich darbringt.
Aber im Thesen- oder Fakten (historischen) Journalismus geht es nicht um die Meinung des Autors, sondern um eine Darstellung für Leute ausserhalb der Fakten. Wie wird die Unbefleckte Empfängnis in den Zeitungen dargestellt, wie wurde berichtet über das Erdbeben in Lissabon?
@Plaisch: Ins ei buca memia tups sch'ins capescha buca sur Kopp - perquei che sia declaronza ha ina equivocadad ch'ei grev da capir.
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Plaisch
@Harmonia celestiala @Don Reto Nay
Oh, che sur Kopp fuss equivox ei strusch ina renfatscha ch'ins sa far ad el, onz memia satirics.

Quella passascha cheu sura

Der Generalvikar verbittet sich den Vorwurf einer fehlenden Loyalität, denn: «Das wäre der Beweis, dass offenkundig nur eine Sichtweise erlaubt und möglich war und ist.»

ei e resta grev da tuchegiar, tut auter que equivox. Ina dubla …More
@Harmonia celestiala @Don Reto Nay
Oh, che sur Kopp fuss equivox ei strusch ina renfatscha ch'ins sa far ad el, onz memia satirics.

Quella passascha cheu sura

Der Generalvikar verbittet sich den Vorwurf einer fehlenden Loyalität, denn: «Das wäre der Beweis, dass offenkundig nur eine Sichtweise erlaubt und möglich war und ist.»

ei e resta grev da tuchegiar, tut auter que equivox. Ina dubla negaziun che manegiass : perquei che mgr uestg vertescha mo ina posiziun, setschenta sur Kopp ipso facto illoials.

Aschia emprov'jeu da capir, suenter 15 minutas reflexiuns.

Aschia tschontscha sur Kopp buca, e tratga era buca aschia.
@Plaisch: Tartgeis forsa che sia casarina hagi scret quei? :-)
Plaisch
@Don Reto Nay
El ha negina casarina. Ch'el ha scret quei negin dubeta, mo quei frunta buca cul criteri EQUIVOX.

equivox ei sco ambivalent : per ex. uestg Huonder di (traso) : vus essas tuts sacerdots. lu manegiel ina caussa e di ina autra.
@Plaisch: Dubitar quei ei absurd. Mei sin kath.ch e lu vesis sez...
@Plaisch: en quei cas enconuschis il vicari general meglier sche vus saveis co el tschontscha e co el tratga - mo co el scriva ei forsa aunc ina autra caussa :-).
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Plaisch
@Harmonia celestiala

Jeu sundel empau vicari da sur Kopp e haiel da far cun el dapi 40 onns. Jeu sai era co el scriva.

@Don Reto Nay
jeu dubetel buca, tgei duei jeu ir a mirar?
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@Plaisch: Ei Vossa damonda seriusa? Mei a mirar quei ch'el a scret: contra facta non valent argumenta.
Plaisch
@Don Reto Nay
haiel mai dubitau quei ch'el a scret, mo criticau vossa presentaziun fragmentaria ed eclectica. Ton sco jeu haiel capiu dad eclecticissem.
Sch'il Plaisch enconuscha schi bein quei vicari general, ch'el sa schizun tgei ch'el tschontscha e tgei ch'el tratga :-), lu eis ei siu duer da defender el e metter en in bien plaid per el. Ina tala amicezia ei preziusa e vala bia - quei sto ins considerar e schar valer.
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Es brauche «die anerkannte und geschätzte Vielfalt von Anschauungen und Spiritualität". Genau so, wie es in der Berg....sekte praktiziert wird!
Plaisch
@Don Reto Nay
Ich werde beim lesen dieser Abschnitte mit bestem Willen nicht schlau.

Der Generalvikar verbittet sich den Vorwurf einer fehlenden Loyalität, denn: «Das wäre der Beweis, dass offenkundig nur eine Sichtweise erlaubt und möglich war und ist.»

Nur eine Sichtweise erlaubt? Hier tut sich ob Kopps Worten ein gähnender Abgrund auf.

Hat der klagende Kopp die Huonder’sche Schreckensher…
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@Don Reto Nay
Ich werde beim lesen dieser Abschnitte mit bestem Willen nicht schlau.

Der Generalvikar verbittet sich den Vorwurf einer fehlenden Loyalität, denn: «Das wäre der Beweis, dass offenkundig nur eine Sichtweise erlaubt und möglich war und ist.»

Nur eine Sichtweise erlaubt? Hier tut sich ob Kopps Worten ein gähnender Abgrund auf.

Hat der klagende Kopp die Huonder’sche Schreckensherrschaft etwa im sibirischen Exil zugebracht?


Es besteht kein logischer grammatikalischer Zusammenhang zwischen "das wäre..." und "ist nur eine..."

Weder kann man den Episkopat Huonder als Schreckensherrschaft abqualifizieren, noch war ist der Bischofsrat nur ein Kopfnickegremium.

Wo ist nun der Widerspruch zwischen dem Zeugnis von MK und der Realität? Er schildert einfach seinen Eindruck. Und loyal ist er auch, anders als vielleicht andere. Sofern loyal von legalis kommt und meint: der gemeinsamen "Sache" verpflichtet, nicht ein Selbst- oder Hinterläufer.
@Plaisch: Ich sehe nicht wie der Begriff "gähnender Abgrund" dem Generalvikar "Unrecht" täte. Er bezieht sich nicht auf seine Person, sondern auf seine indirekte Aussage, dass bisher in Chur nur "eine Partei" regiert habe. Er ist der lebendige Beweis, dass dem nicht so ist. Im übrigen bin ich mit Ihren Aussagen einverstanden.
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Plaisch
Als Insider kann ich sagen, alle drei zu kennen. Man tut vor allem Generalvikar Kopp Unrecht mit den Worten gähnenden Abgrundes.

Tatsächlich braucht es einen Bischof, der die Nöte und Impulse - und auch der Untergebenen - Laien wie Geistliche - an sich herankommen lässt. DAss dies nicht eben geschieht, ist wohl das grösste Problem. Das war unter Bischof Haas allerdings gut, anders als GV Kopp …More
Als Insider kann ich sagen, alle drei zu kennen. Man tut vor allem Generalvikar Kopp Unrecht mit den Worten gähnenden Abgrundes.

Tatsächlich braucht es einen Bischof, der die Nöte und Impulse - und auch der Untergebenen - Laien wie Geistliche - an sich herankommen lässt. DAss dies nicht eben geschieht, ist wohl das grösste Problem. Das war unter Bischof Haas allerdings gut, anders als GV Kopp darstellt.
CollarUri
Da haben wir's. Der Churer Schwarz-Bunt-Streit tut wieder mal. Zum Xten.

Maria auf der einen, Menschenteppiche auf der anderen Bühne. Ruhiger und gefasster Erzbischof, aber irgendwie doch nicht so ganz per Akklamation kreiert. Haas gegen Hass Usw. usf. usw. usf.
@CollarUri: Rom könnte in Chur problemlos einen den Medien angenehmen Administrator oder Coadjutor ernennen, über die Köpfe aller hinweg. Denn heute regieren die Medien die Kirche. Wie sie entscheiden, wird es gemacht. Darum spielt es auch keine Rolle, wer Bischof ist oder wird.
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@CollarUri: Der Fairness halber muss man sagen, dass Generalvikar Kopp inzwischen 72 Jahre alt ist und sich somit wohl nicht als Bischofskandidat sieht.
Wolff
Beten wir für die all zu untertänigen Freunden des Bischofs; aber vor allem auch für seine aufmüpfigen Gegner (um nicht zu sagen: Feinde!) Möge Gott allen einen glückende Neuanfang schenken. Das walte Gott!
Pfr.i.R. Werner Wolff
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CollarUri
@Don Reto Nay Und nur ganz, ganz zufällig hat er verbreitet, eine kurzfristige Lösung, mit einem Administrator, so für zwei bis drei Jahre, sei unbedingt zu favorisieren.
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CollarUri
In der Hölle wird gemunkelt, da rufe einer seine Person als Bischofskandidat in Erinnerung.
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Plaisch
Welche Person ?