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So geht Modernismus.

So geht das mit dem Modernismus.
Sie, die Modernisten, machen sich angeblich den Glauben selbst, indem sie behaupten, ihn durch eigene Erfahrung in ihren Gefühlen von Gott zu erhalten.
Damit leugnen sie, dass der Glaube eine Offenbarung ist, die Christus den Aposteln gegeben hat und die Gott auch im Alten Bund auserwählten Personen wie Abraham, Moses und anderen mitgeteilt hat.

Gott offenbart nicht einem Volksstamm die Wahrheit, auch nicht den Ureinwohnern Amazoniens oder dem Regenwald,
wie einige sich ausgedacht haben für die Synode im Gebiet Amazoniens.

Papst Pius X. hat über den Modernismus in seiner Enzyklika Pascendi geschrieben. Hier ein Ausschnitt:

Denn sie (die Modernisten) erklären den Vorgang so : In dem religiösen Gefühl muss man eine Art unmittelbare Ergriffenheit[22] des Herzens anerkennen; durch sie kommt der Mensch unmittelbar zur Realität Gottes und schöpft daraus eine so feste Überzeugung von der Existenz und inner- wie außermenschlichen Wirksamkeit Gottes, dass sie alle wissenschaftliche Überzeugung weit übertrifft.
Sie setzen also die innere Erfahrung als Wahrheit und wertvoller denn jede Vernunfterfahrung; wer sie, wie die Rationalisten, leugnet, zeigt damit, dass er sich den sittlichen Bedingungen, die zur Gewinnung der Erfahrung erforderlich sind, nicht fügen will.
Diese Erfahrung macht also ihren Besitzer zum wirklichen und wahrhaftigen Gläubigen.
Wie weit sind wir hier von katholischen Anschauungen entfernt ! Dass das vatikanische Konzil solche Erdichtungen verwirft, sahen wir schon. Wir werden unten zeigen, wie bei dieser Annahme in Verbindung mit den übrigen, schon erwähnten Irrtümern der Weg zum Atheismus offen steht.
Hier möchten wir nur sogleich bemerken, dass nach dieser Erfahrungslehre in Verbindung mit der andern über den Symbolismus jede Religion, auch eine heidnische, für wahr angesehen werden muss. Denn begegnen nicht in jeder Religion Erfahrungen dieser Art ? Mehr als Einer behauptet es. Mit welchem Recht aber wollen die Modernisten die vom Türken behauptete Wahrheit der Erfahrung seiner Religion leugnen ? Und wie wollen sie wahre Erfahrungen allein für die Katholiken in Anspruch nehmen ?!
Tatsächlich leugnen die Modernisten das auch nicht, vielmehr, teils heimlich, teils öffentlich, erklären sie alle Religionen für wahr.
Offenbar können sie ja auch gar nicht anders denken. Denn wie könnte nach ihren Prinzipien irgend einer Religion Irrtum zugeschrieben werden ? Doch höchstens auf Grund einer Täuschung über das religiöse Gefühl oder eines Truges in der vom Intellekt gegebenen Formel. Aber das religiöse Gefühl ist allenthalben dasselbe, wenn auch mitunter weniger vollkommen; für die Wahrheit der Formel des Intellekts aber genügt, dass sie dem religiösen Gefühl und dem gläubigen Menschen entspreche, wie es auch um seine geistige Höhenlage stehen mag. Einzig und höchstens könnten vielleicht in dem Widerstreit der verschiedenen Religionen die Modernisten behaupten, die katholische Religion als die lebendigere enthalte mehr Wahrheit, desgleichen sei sie des christlichen Mannes würdiger, weil sie den Anfängen des Christentums mehr entspreche.

Dass diese Folgerungen alle aus den gegebenen Voraussetzungen hervorgehen, wird jeder bestätigen. Darüber muss man am meisten staunen, dass katholische Männer und Priester sich dazu hergeben, zwar, wie Wir lieber vermuten möchten, sich vor diesen Gräueln zu entsetzen, aber doch so zu handeln, als wenn sie sie vollkommen billigten. Loben und ehren sie doch die Lehrer solcher Irrtümer öffentlich so, dass jeder überzeugt sein muss, sie ehren nicht die Menschen, die vielleicht nicht einer gewissen Bedeutung entbehren, sondern vielmehr die Irrtümer, die diese offen vertreten und mit allen Mitteln unter die Menge zu werfen sich bemühen.
PaulK
Wieder ein Werbeblock von Andrea. Eigentlich müsstest Du dafür bezahlen, wenn Du schon alle Beiträge mit Spam versiehst. Du bist unverbesserlich!
@PaulK, es geht hier um ein sehr wichtiges Thema - man kann nicht oft genug darauf hinweisen! Halte dich doch bitte mal ein wenig zurück - sprich: geschlossen! Danke!
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Das ist unglaublich wichtig. Es trifft direkt unsere Zeit. Vielen Dank @Eugenia-Sarto. Hingabe an Gott ist nicht persönliches Gefühl, sondern Loslassen desselben.
-"Loslassen" des eigenen Gefühls kann sehr schwer sein. Aber Gott genügt es ja, wenn wir mit dem Willen um Seinetwillen darauf verzichten.
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