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Aufruf zum Kampf gegen Sterbehilfe in Deutschland

Aufruf zum Kampf gegen Sterbehilfe in Deutschland


Mittwoch, den 09. Januar 2013 um 11:01 Uhr
Sterbehilfe bald auch in Deutschland?
Viele vor allem ältere Menschen aus unseren Nachbarländern wie Belgien oder den Niederlanden können heute ihre Lebens nicht mehr sicher sein, weil dort oftmals Sterbehilfe auch ohne Einwilligung des Patienten vorgenommen wird.
Aufgrund dessen wird häufiger auf den Arztbesuch verzichtet oder Hilfe im nahen Ausland gesucht, besonders in Deutschland.
Hier ist Sterbehilfe bislang nicht ausdrücklich durch ein Gesetz geregelt. Nach vielen Diskussionen in den letzten Jahrzehnten, ist jetzt aber eine Regelung vorgesehen.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) legte Mitte des Jahres 2012 einen Gesetzentwurf vor, der am 29. November 2012 bezeichnenderweise um Mitternacht in den Bundestag ohne besondere Diskussion eingebracht wurde und folgende Änderung im Strafgesetzbuch vorsieht:
"§ 217 Gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung
(1) Wer absichtlich und gewerbsmäßig einem anderen die Gelegenheit zur Selbsttötung gewährt, verschafft oder vermittelt, wird mit
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Ein nicht gewerbsmäßig handelnder Teilnehmer ist straffrei, wenn der in Absatz 1 genannte andere sein Angehöriger oder eine andere ihm nahe stehende Person ist."
siehe: dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/111/1711126.pdf
Die Formulierung lässt zunächst ein Verbot von Sterbehilfe vermuten. Jedoch bedeutet dies konkret, dass lediglich die kommerzielle Beihilfe zum Suizid unter Strafe gestellt wird. Diese Regelung ist allerdings für Deutschland bedeutungslos, da faktisch keine gewerblich tätigen Organisationen in diesem Bereich bestehen. Lediglich gemeinnützige Vereine wie z.B. der SterbHilfeDeutschland e.V. betreiben und bewerben aktiv Sterbehilfe.
Die beabsichtigte Neuregelung berührt diese aber gar nicht. Viele Lebensschützer befürchten daher einen Dammbruch für die
still und heimlich legalisierte organisierte Sterbehilfe in Deutschland. Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbands für Lebensrecht sieht darin den "Einstieg in die Diktatur des Todes", wenn alsbald alte und kranke Menschen sich dafür rechtfertigen müssen, eines natürlichen Todes sterben zu wollen.

Bereits am 31. Januar 2013 soll die 2. und 3. Lesung des Gesetzentwurfs stattfinden. Dieses Vorgehen zeugt davon, dass ein breiter
gesellschaftlicher Diskurs möglichst vermieden werden soll. Allerdings regt sich Widerstand besonders von Seiten des Koalitionspartners CDU/CSU. Hubertus Hüppe (CDU) hat bereits einen Gegenentwurf vorgelegt, in welchem jede Form der Unterstützung, Durchführung oder Bewerbung von Suizidbeihilfe unter Strafe gestellt wird.

Es ist nun wichtig, bis zur 2. Lesung alle möglichen Kräfte zu mobilisieren, um die Verabschiedung des Gesetzentwurfs der Bundesjustizministerin zu verhindern. Pius.info ruft daher alle Leserinnen und Leser dazu auf, den jeweiligen Bundestagsabgeordneten vor Ort zu kontaktieren und auch Freunde und Bekannte über den oft unbekannten Gesetzentwurf zu informieren.

Besuchen Sie auch die Homepage der Initiative für einen besseren Paragraphen 217 StGB:

www.solidaritaet-statt-selbsttoetung.de

Quelle: pius.info
Kommentieren
Latina
jede Form der Sterbehilfe muss verboten bleiben!
Jesajafuture
Sehr schön. Was ich noch vorschlage ist; warum machen sie nicht eine Unterschriftenaktion so wie die AVAAZ-Organisation. Das würde bestimmt sehr viel mehr bringen, als dass sich die Leute darüber nur unterhalten??? Es muss gehandelt werden.