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Aus ganzem Herzen, ganzer Seele und aus ganzem Gemüt erfasst man diese Freude nicht.

Der heilige Anselm von Canterbury:

"...Mein Gott und mein Herr, meine Hoffnung und meines Herzens Freude, sag meiner Seele, ob dies die Freude ist, von der Du uns durch Deinen Sohn
sagst: Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.
Welche Freude wird sein, welch grosse Freude, wo sich ein so grosses Gut findet?

Gott wird seine guten und treuen Knechte über vieles setzen, ja sie werden Söhne Gottes und Götter genannt werden un d es sein, und wo ein Sohn sein wird, werden auch sie sein Erben Gottes und Miterben Christi.

Menschenherz, bedürftiges, leidgeprüftes, von Leid überschüttetes Herz, wie sehr würdest du dich freuen, wenn du das alles in Fülle besässest. Befrage dein Inneres, ob es seine Freude über eine derartige Seligkeit fassen kann.

"...In jener vollkommenen Seligkeit wird ein jeder Gott unvergleichlich mehr lieben als sich selbst und alle anderen, und so wird er sich unvergleichlich mehr freuen über Gottes Seligkeit als über die eignen und die aller anderen, die mit ihm sind. Wenn sie aber Gott derart lieben werden aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele und aus ganzem Gemüt, so werden sie sich wahrlich so sehr freuen, dass ihr ganzes Herz, ihr ganzes Gemüt, ihre ganze Seele nicht ausreicht für die Fülle dieser Freude.

"... Gib, dass ich Dich erkenne und Dich liebe, um mich an Dir zu freuen. Und kann ich es in diesem Leben nicht bis zur Vollendung bringen, so lass mich wenigstens Tag für Tag voranschreiten, bis es zur Vollendung kommt.

Hier soll das Wissen um Dich in mir voranschreiten, dort soll es vollendet werden; hier wachse die Liebe zu Dir, damit hier in der Hoffnung meine Freude gross sei und dort in Wirklichkeit vollkommen.

"...Wahrhaftiger Gott, ich bitte, lass mich empfangen, auf dass meine Freude
vollkommen sei.
Inzwischen soll mein Geist ihr nachsinnen, meine Zunge von ihr reden. Mein Herz soll sie lieben,mein Mund von ihr sprechen. Meine Seele soll nach ihr hungern, mein Fleisch nach ihr dürsten, mein ganzes Sein nach ihr verlangen, bis ich eintrete in die Freude meines Herrn, der da ist, er, der dreifaltige und eine Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen
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Literatur: Anselm von Canterbury, Proslogion, Anrede.
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