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Don Reto Nay
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Exklusiv: Bischof Athanasius Schneider über die Familiensynode

Das folgende Interview, das Bischof Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Astana, Kasachstan, Dr. Isabella Parowicz gab, wurde in der polnischen Zeitschrift Polonia Christiana veröffentlicht.

1. Exzellenz, was ist Ihre Meinung zur jüngsten Synode über die Familie? Was ist deren Botschaft für die Familie?

Während der Synode gab es Augenblicke offensichtlicher Manipulation seitens einiger Geistlicher, die Schlüsselpositionen in der Redaktions- und Leitungssturktur der Synode einnahmen. Der Zwischenbericht (Relatio post disceptationem) war eindeutig ein vorgefertigter Text ohne Bezug zu den tatsächlichen Aussagen der Synodenväter. In den Abschnitten über Homosexualität, Sexualität und "wiederverheiratete Geschiedene" und deren Zulassung zu den Sakramenten vertrat der Text eine radikale, neuheidnische Ideologie.
Das ist das erste Mal in der Kirchengeschichte, dass ein solcher heterodoxer Text als Dokument einer offiziellen Versammlung katholischer Bischöfe unter der Leitung eines Papstes veröffentlicht wurde, unbeschadet der Tatsache dass der Text nur einen vorläufigen Charakter besaß. Dank sei Gott und den Gebeten der Gläubigen auf der ganzen Welt, dass eine konsistente Anzahl von Synodenvätern diese Agenda entschlossen abgelehnt hat, die den verdorbenen und heidnischen Mainstream unserer Zeit widerspiegelt, der weltweit durch politischen Druck und durch die fast allmächtigen offiziellen Massenmedien durchgesetzt wird, die den Prinzipien der weltweiten Gender-Ideologie-Partei loyal sind.
Eine solches, wenn auch nur vorläufiges Synodendokument ist eine wirkliche Schande und ein Hinweis auf das Ausmaß, in dem der Geist der antichristlichen Welt in so wichtige Ebenen des Lebens der Kirche eingedrungen ist. Dieses Dokument wird für künftige Generationen und für die Historiker ein schwarzer Flecken sein, der die Ehre des Apostolischen Stuhls beschmutzt hat. Glücklicherweise ist die Schlussbotschaft der Synodenväter ein echt katholisches Dokument, das die göttliche Wahrheit über die Familie ausdrückt, ohne über die tieferen Wurzeln der Probleme zu schweigen, das heisst, über die Realität der Sünde. Es gibt echt Mut und Trost für katholische Familien.
Einige Zitate: "Wir denken an die vom Leben auferlegten Lasten und Leiden, die durch ein Kind mit besonderen Bedürfnissen entstehen kann, durch schwere Krankheit, durch die Schwierigkeiten des Alters oder durch den Tod eines geliebten Menschen. Wir bewundern die Treue so vieler Familien, die diese Leiden mit Mut, Glauben und Liebe ertragen. Sie betrachten sie nicht als eine ihnen auferlegte Last, sondern als etwas, in dem sie sich selber geben und die Leiden Christi in der Schwachheit des Fleisches sehen. ... Die eheliche Liebe, die einzigartig und unauflösliche ist, hält trotz vieler Schwierigkeiten durch. Sie ist eines der schönsten und zugleich am weitesten verbreiteten Wunder. Diese Liebe breitet sich durch Fruchtbarkeit und Zeugung aus. Sie umfasst nicht nur die Zeugung von Kindern, sondern auch die Gabe des göttlichen Lebens in der Taufe, die religiöse Unterweisung und die Ausbildung der Kinder. ... Die Anwesenheit der Familie von Jesus, Maria und Joseph in deren bescheidenem Haus schwebt über euch".

2. Wer eine Änderung der kirchlichen Lehre zu moralischen Fragen (z.B. Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion oder eine Form der Zulassung homosexueller Lebensgemeinschaften) erwartet hat, wurde wahrscheinlich durch die Schlussrelatio enttäuscht. Existiert aber nicht die Gefahr, dass eine Infragestellung und Diskussion von Dingen, die für die Lehre der Kirche grundlegend sind, zukünftig die Türen für schwere Missbräuche und für ähnliche Versuche einer Revision der kirchlichen Lehre öffnen können?

Es geht um ein göttliches Gebot, in unserem Fall um das sechste Gebot, um die absolute Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe. Eine von Gott bestimmte Regel, d.h. dass jene, die sich im Zustand schwerer Sünde befinden, nicht zur Heiligen Kommunion zugelassen werden können, wird durch den heiligen Paulus in seinem durch den Heiligen Geist inspirierten Brief in 1. Korinther 11,27-30 gelehrt. Darüber kann man nicht abstimmen, so wie man niemals über die Gottheit Christi abstimmen könnte.
Eine Person, die sich in einem unauflöslichen sakramentalen Eheband befindet und ungeachtet dessen eine dauerhafte eheähnliche Lebensgemeinschaft mit einer anderen Person unterhält, ist durch göttliches Gesetz vom Empfang der Heiligen Kommunion ausgeschlossen. Würde man das nicht beachten, so käme das einer von der Kirche öffentlich gemachten Erklärung gleich, durch die man auf verwerfliche Weise eine Leugnung der Unauflöslichkeit der christlichen Ehe legitimieren und gleichzeitig das sechste Gebot Gottes "Du sollst nicht ehebrechen" aufheben würde.
Keine menschliche Institution, nicht einmal der Papst oder ein Konzil, besitzen die Autorität und Kompetenz, eines der zehn Gebote oder die göttlichen Worte Christi auf irgendeine, auch nicht geringste oder indirekte Weise aufzuheben: "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19,6). Ungeachtet dieser leuchtenden Wahrheit, die immer und gleichbleibend - weil unveränderlich - durch alle Zeiten vom kirchlichen Lehramt bis in unsere Tage, zum Beispiel in "Familiaris consortio" vom heiligen Johannes Paul II, im Katechismus der Katholischen Kirche und von Papst Benedikt XVI. gelehrt wurde, hat man auf der Synode über die Frage der Zulassung sogenannter "wiederverheirateter Geschiedener" zur Heiligen Kommunion abgestimmt. Diese Tatsache ist schwerwiegend und verrät eine Haltung der klerikalen Arroganz gegenüber der göttlichen Wahrheit des Wortes Gottes. Der Versuch, über die göttliche Wahrheit und über das göttliche Wort abzustimmen, ist jener unwürdig, die als Vertreter des Lehramtes das Depositum fidei als gute und treue Verwalter (vgl. Math 24,45) eifrig weitergeben müssen.
Durch die Zulassung "wiederverheirateter Geschiedener" zur Heiligen Kommunion etablieren diese Bischöfe nach eigenem Gutdünken eine neue Tradition und übertreten damit das Gebot Gottes, so wie Christus einst die Pharisäer und Schriftgelehrten deswegen tadelte (vgl. Mt 15,3). Noch schwerwiegender ist die Tatsache, dass diese Bischöfe versuchen, ihre Untreue gegenüber dem Worte Christi durch Argumente wie "pastorale Notwendigkeit", "Barmherzigkeit", "Offenheit für den Heiligen Geist" zu legitimieren. Außerdem haben sie keine Angst und keine Skrupel, die wahre Bedeutung dieser Wörter in einem gnostischen Sinn zu verdrehen, indem sie zugleich jene, die ihnen widersprechen und das unveränderliche göttliche Gebot und die nicht vom Menschen gemachte Tradition verteidigen, als starr, skrupelhaft oder traditionalistisch etikettieren. Während der großen arianischen Krise des 4. Jahrhunderts wurden die Verteidiger der Gottheit des Gottessohnes auch als "unnachgiebig" oder als "Traditionalisten" gebrandmarkt. Der heilige Athanasius wurde sogar von Papst Liberius exkommuniziert. Der Papst begründete das mit dem Argument, dass Athanasius mit den orientalischen Bischöfen, die meist Häretiker oder Halb-Häretiker waren, nicht in Gemeinschaft war. Basilius der Große erklärte in dieser Situation folgendes: "Nur eine Sünde wird heute hart bestraft: die aufmerksame Beachtung der Überlieferungen unserer Väter. Aus diesem Grund werden die Guten aus ihren Positionen verdrängt und in die Wüste geschickt“ (Ep. 243).
Die Bischöfe, welche die heilige Kommunion für "wiederverheiratete Geschiedene" befürworten, sind die neuen Pharisäer und Schriftgelehrten, weil sie das Gebot Gottes vernachlässigen, indem sie damit zur Tatsache beitragen, dass aus dem Leib und dem Herzen der "wiederverheirateten Geschiedenen" weiterhin „Ehebruch hervorgeht" (Mt 15,19). Sie wollen nämlich damit eine äußerlich "saubere“ Lösung und in den Augen derer, welche die Macht haben (die Massenmedien, die öffentliche Meinung), „sauber“ dastehen. Wenn sie allerdings einst vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, werden sie sicherlich zu ihrer Bestürzung diese Worte Christi hören: „Was zählst du meine Satzungen auf, was redest du von meinem Bund, da du doch Zucht hasst und meine Worte hinter dich wirfst? ... Du hast deinen Anteil an den Ehebrechern“ (Ps 50/49,16-18).
Der Schlussbericht der Synode enthält leider auch den Absatz mit der Abstimmung über eine Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion. Auch wenn er die erforderlichen zwei Drittel der Stimmen nicht erreichte, bleibt die Sorgen und erstaunliche Tatsache, dass die absolute Mehrheit der anwesenden Bischöfe zugunsten einer Zulassung "wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion abgestimmt hat, ein trauriges Spiegelbild der geistlichen Qualität des katholischen Episkopats in unseren Tagen. Darüber hinaus ist traurig, dass dieser Absatz, der die erforderliche qualitative Mehrheit nicht erreichte, in der Schlussrelatio verblieben ist und für eine weitere Diskussion an alle Diözesen gesendet wird. Das wird die Verwirrung in der Lehre bei Priestern und Gläubigen sicherlich nur erhöhen, weil dadurch der Eindruck erweckt wird, dass die göttlichen Gebote und die göttlichen Worte Christi und die des Apostels Paulus menschlicher Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt werden. Ein Kardinal, der offen und nachdrücklich eine Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion und sogar die schändlichen Aussagen des Zwischenberichtes über homosexuelle "Paare" unterstützte, zeigte sich mit dem Schlussbericht unzufrieden und erklärte, ohne zu erröten: "Das Glas ist halb voll" und sagte sinngemäß, dass man daran arbeiten müsse, damit das Glas im nächsten Jahr auf der Synode ganz voll sei. Wir müssen aber fest glauben, dass Gott die Pläne der Unehrlichkeit, der Untreue und des Verrats zu Nichte machen wird. Christus hält unfehlbar das Steuerrad des Bootes seiner Kirche inmitten eines so großen Sturms. Wir glauben und vertrauen dem eigentlichen Lenker der Kirche, unserem Herrn Jesus Christus, der die Wahrheit ist.

3. Wir erleben derzeit eine massive Aggression gegen die Familie. Diese Aggression wird im Bereich der Wissenschaft von einer enormen Verwirrung bezüglich des Menschen und der menschlichen Identität begleitet. Leider gibt es Vertreter der kirchlichen Hierarchie, die bei der Erörterung dieser Fragen Meinungen äußern, die der Lehre des Herrn widersprechen. Wie sollen wir mit den Menschen, die Opfer dieser Verwirrung werden, sprechen, um ihren Glauben zu stärken und sie zum Heil zu führen?

In dieser außerordentlich schwierigen Zeit reinigt Christus unseren katholischen Glauben, damit die Kirche durch diese Prüfung noch heller leuchte und wirklich Licht und Salz für die fade neuheidnischen Welt sei dank der Treue und dem reinen, einfachen Glauben zunächst der Gläubigen, der Kleinen in der Kirche, der "Ecclesia docta" (der lernenden Kirche), die in unseren Tagen die "Ecclesia docens" (die lehrende Kirche, das heißt, das Lehramt) stärken wird, so wie während der großen Glaubenskrise im vierten Jahrhundert, zu welcher der selige Kardinal John Henry Newman schreibt: "Das ist eine sehr bemerkenswerte Tatsache, die aber eine Moral enthält. Vielleicht wurde sie zugelassen, um der Kirche, die genau in dieser Zeit aus ihrem Zustand der Verfolgung hervorkam, die große Lehre des Evangeliums einzuprägen, dass nicht die Weisen und Mächtigen, sondern die Unbedeutenden, die Ungelernten und die Schwachen die wahre Stärke der Kirche darstellen. Das Heidentum wurde vor allem von den einfachen Gläubigen gestürzt. Die Gläubigen haben unter der Leitung des Athanasius und der ägyptischen Bischöfe, und an einigen Orten unterstützt von ihren Bischöfen und Priestern, den schlimmsten Häresien widerstanden und sie aus dem heiligen Bereich ausgemerzt. ... In dieser Zeit der immensen Verwirrung wurde das Dogma der Göttlichkeit unseres Herrn verkündet, durchgesetzt, bewahrt. Menschlich gesprochen wurde sie weit mehr von der "Ecclesia docta" als von der "Ecclesia docens" bewahrt. Die Gesamtheit der Bischöfe war ihrer Aufgabe untreu geworden, während die Gesamtheit der Laien treu zur Taufe stand. Bald erklärte der Papst, bald ein Patriarch, ein Metropolit oder sonst ein wichtiger Bischof oder ein Generalkonzil, was man nicht hätte sagen sollen oder sie taten, was die offenbarte Wahrheit verdunkelte und kompromittierte. Auf der anderen Seite war das christliche Volk unter der Leitung der Vorsehung die kirchliche Stärke eines Athanasius, Hilarius, Eusebius von Vercelli und anderer großer und einsamer Bekenner, die ohne die Gläubigen gescheitert wären" (Arians of the Fourth Century, SS. 446, 466).
Wir müssen gewöhnliche Katholiken ermutigen, dem Katechismus, in dem sie unterwiesen wurden, den klaren Worten Christi im Evangelium und dem ihnen überlieferten Glauben ihrer Väter und Vorväter treu zu bleiben. Wir müssen Studienzirkel und Vorträge über die beständige Lehre der Kirche zu Fragen der Ehe und Keuschheit organisieren und dazu vor allem junge Menschen und Ehepaare einladen. Wir müssen die große Schönheit eines Lebens in Keuschheit, die große Schönheit der christlichen Ehe und Familie, den großen Wert des Kreuzes und des Opfers in unserem Leben aufzeigen. Wir müssen das Beispiel der Heiligen sowie beispielhafter Personen darstellen, die zeigten, dass sie, obwohl sie die gleichen Versuchungen des Fleisches, die gleiche Feindseligkeit und den gleichen Spott der heidnischen Welt erlitten, dennoch mit der Gnade Christi ein glückliches Leben in Keuschheit, in einer christlichen Ehe oder in der Familie führten. Der Glaube, der reine und vollständige katholische und apostolische Glauben, wird die Welt überwinden (vgl 1. Joh 5,4).
Wir müssen Gruppen von Jugendlichen mit reinen Herzen, Familiengruppen und Gruppen katholischer Ehepaare, die ihren Eheversprechen verpflichtet sind, gründen und fördern. Wir müssen Kreise organisieren, die zerbrochenen Familien und alleinerziehenden Müttern moralisch und materiell helfen, Gruppen, die mit Gebet und Rat getrennte Paare unterstützen, Gruppen und Personen, die "wiederverheirateten Geschiedenen“ helfen, einen Prozess der ernsthaften Umkehr zu beginnen, indem sie in Demut ihre sündhafte Lage erkennen und mit der Gnade Gottes die Sünden verlassen, die das Gebot Gottes und die Heiligkeit des Sakraments der Ehe verletzen. Wir müssen Gruppen schaffen, die Personen mit homosexuellen Tendenzen sorgsam helfen, den Weg der christlichen Bekehrung zu beschreiten, den glücklichen und schönen Pfad eines keuschen Lebens und ihnen schließlich in diskreter Weise eine psychologische Heilung anbieten. Wir müssen unseren Zeitgenossen in der neuheidnischen Welt die befreiende Gute Nachricht der Lehre Jesu Christi vor Augen führen und verkünden, dass das Gebot Gottes, auch das sechste Gebot, weise und schön ist: "Das Gesetz des Herrn ist vollkommen. Es erquickt die Seele: das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig. Es macht den Einfältigen weise. Die Satzung des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz: das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen "(Ps 19/18,7-8).

4. Während der Synode, bemängelten Erzbischof Gądecki von Posen und einige andere bedeutende Prälaten öffentlich, dass die Ergebnisse der Diskussionen von der immerwährenden Lehre der Kirche abwichen. Gibt es eine Hoffnung, dass es inmitten dieser Verwirrung, ein Erwachen der Mitglieder des Klerus und jener Gläubigen geben wird, die sich bisher nicht bewusst waren, dass es im Inneren der Kirche Leute gibt, welche die Lehre des Herrn untergraben?

Es gereicht dem polnischen Katholizismus sicherlich zur Ehre, dass der Präsident des katholischen Episkopats, Seine Exzellenz Erzbischof Gądecki mit Klarheit und Mut die Wahrheit Christi über die Ehe und die menschliche Sexualität verteidigt hat. Dadurch offenbarte er sich als ein wahrer geistlicher Sohn des heiligen Johannes Paul II. Kardinal George Pell bezeichnete die liberale sexuelle Agenda und die angebliche barmherzige und seelsorgerische Förderung einer Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur heiligen Kommunion während der Synode sehr treffend als Spitze des Eisbergs und als eine Art Trojanisches Pferd in der Kirche.
Dass es mitten im Schoß der Kirche Leute gibt, welche die Lehre des Herrn untergraben, wurde für die ganze Welt dank des Internets und der Arbeit einiger katholischen Journalisten offensichtlich, denen nicht gleichgültig war, was mit dem katholischen Glauben geschieht, der für sie ein Schatz Christi ist. Ich war erfreut, dass einige katholische Journalisten und Internet-Blogger sich als gute Soldaten Christi benahmen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die klerikale Agenda einer Unterminierung der beständigen Lehre unseres Herrn hinlenkten. Kardinäle, Bischöfe, Priester, katholische Familien, katholische Jugendliche müssen klar sagen: Ich weigere mich, mich dem neuheidnischen Geist dieser Welt anzupassen, auch wenn dieser Geist von einigen Bischöfen und Kardinälen verbreitet wird. Ich werde deren trügerische und abwegige Instrumentalisierung der heiligen Barmherzigkeit Gottes und deren Behauptung eines "neuen Pfingsten" nicht akzeptieren. Ich weigere mich, vor das Standbild des Götzen der Gender-Ideologie, der Zweitehe und des Konkubinats Weihrauchkörner zu streuen. Auch wenn mein Bischof das machen würde, ich werde es nicht tun. Mit der Gnade Gottes werde ich lieber leiden, als die ganze Wahrheit Christi über die menschliche Sexualität und die Ehe zu verraten.
Die Zeugen werden die Welt überzeugen, nicht die Lehrer, sagt der Selige Paul VI. in "Evangelii nuntiandi". Die Kirche und die Welt brauchen dringend unerschrockene und lautere Zeugen der ganzen Wahrheit der Gebote und des Willens Gottes und der ganzen Wahrheit der Worte Christi über die Ehe. Moderne klerikale Pharisäer und Schriftgelehrte, jene Bischöfe und Kardinäle, die vor die Standbilder der neuheidnischen Götzen der Gender-Ideologie und des Konkubinat Weihrauchkörner streuen, werden sicherlich niemanden überzeugen, an Christus zu glauben oder bereit zu sein, das Leben für Christus hinzugeben. Es ist tatsächlich so: "Veritas Domini manet in aeternum" (Ps 116: „Die Wahrheit des Herrn bleibt auf ewig“) und "Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit" (Hebr 13,8) und "die Wahrheit wird euch frei machen" (Joh 8,32). Dieser letzte Satz war eine der Lieblings-Bibelzitate des heiligen Johannes Paul II., des Papstes der Familie. Wir können hinzufügen: Die geoffenbarte und unveränderlich überlieferte göttliche Wahrheit über die menschliche Sexualität und die Ehe wird den Seelen innerhalb und außerhalb der Kirche wahre Freiheit bringen. Inmitten einer Krise der Kirche und des schlechten Beispiels einiger Bischöfe seiner Zeit hinsichtlich der Lebensführung und der Lehrverkündigung, tröstete der heilige Augustinus die einfachen Gläubigen mit den Worten: "Was auch immer wir Bischöfe sein mögen, ihr seid sicher, die ihr Gott zum Vater und seine Kirche zur Mutter habt"(Contra litteras Petiliani III, 9,10).

+ Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana, Kasachstan.

Dieses Interview würde in der jüngsten Ausgabe des Magazins “Polonia Christiana” publiziert. Die Fragen stelle Frau Dr. Isabella Parowicz. Die deutsche Übersetzung wurde von Bischof Schneider durchgesehen.
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Boni
Sicher wird dieses wichtige Interview nun auch in den offiziellen Organen der DBK und der deutschsprachigen Diözesen publiziert.
Abramo
Sie sagen es! Gehorsam ohne Wahrheit (= Dogma) ist Führerkult.
Dolfi
@Abramo 7.11.2014 16:14:40 / Sonia Chrisye 7.11.2014 15:40:50

Gerne hoffe ich, den Begriff "Protestantisierung" und das, was ich damit gemeint habe, geklärt zu haben.
Nur: "protestieren" und "Protestanten" sind nicht identische Begriffe. Katholiken sind zum Gehorsam gegebnüber der Hierarchie verpflichtet. Sie müssen nicht "protestieren" - ABER sie können jederzeit den GEHORSAM VERWEIGERN…More
@Abramo 7.11.2014 16:14:40 / Sonia Chrisye 7.11.2014 15:40:50

Gerne hoffe ich, den Begriff "Protestantisierung" und das, was ich damit gemeint habe, geklärt zu haben.
Nur: "protestieren" und "Protestanten" sind nicht identische Begriffe. Katholiken sind zum Gehorsam gegebnüber der Hierarchie verpflichtet. Sie müssen nicht "protestieren" - ABER sie können jederzeit den GEHORSAM VERWEIGERN, wenn Dogmen "verflüssigt", umgedeutet oder missachtet werden; ihrem Pfarrer vor Ort gegenüber genau so wie dem Bischof oder - es schmerzt, es auszusagen: dem Papst gegenüber.

Natürlich MUSS man auch hier wissen, was man sagt, etwa: WAN, WARUM und WIE etwas zum "Dogma" der kath. Kirche wird. Ohne das zu wissen ist alles Reden über Dogmen und das Einstehen dafür irgendwie nicht mehr als ein "Protest"... Und der ändert nix, weil es eine negative Reaktion und somit GEGEN etwas ist. Den Gehorsam verweigern ist ein positives Einstehen FÜR etwas.
Hier wird oft und viel über Domen gesprochen, aber kaum deren Entstehung und DaseinsNOTWENDIGKEIT erklört... Schade.
Abramo
@Dolfi: stimmt. Bei einigen Briefen von Sankt Paulus hat die protestantische Exegese (abwertend) von "Frühkatholizismus" gesprochen, im Sinne einer negativen Institutionalisierung des romantisch verbrämten, charismatischen Brausens des Heiligen Geistes.
Dolfi
Also gut_ Unter Protestantisierung - ein Begriff von Prof. May geprägt und so muss er auch verstanden werden - bedeutet:
-Abschafffung der Sakramente (Ehe, ein "weltlich Ding", Priester, sakramenale Beichte, Eucharistie etc...)
- Biblische Fixierung und ohne Lehramt, d.h. Dogmen werden "flüssig" gemacht / Papst ist bischöflicher Mitbruder / Glaubensentscheidungen trifft man durch Votum / Moral …More
Also gut_ Unter Protestantisierung - ein Begriff von Prof. May geprägt und so muss er auch verstanden werden - bedeutet:
-Abschafffung der Sakramente (Ehe, ein "weltlich Ding", Priester, sakramenale Beichte, Eucharistie etc...)
- Biblische Fixierung und ohne Lehramt, d.h. Dogmen werden "flüssig" gemacht / Papst ist bischöflicher Mitbruder / Glaubensentscheidungen trifft man durch Votum / Moral gibt es nicht sondern nur Sittenlehre usw.was Dogmen, Konzilien und Lehramt angeht so gut wie alles
- Keine "Universalität der Kirche" /einig,heilig,katholisch,apostolisch/ aber auch nicht autokephal wie die Orthodoxen Mitgläubigen
und einiges mehr.
Ich möchte doch betonen, dass hier kein einziges Wort GEGEN EINEN PROTESTANTEN gesagt wurde! Das wäre in der Tat unfair UND ungerecht!
- Ich gebe gerne zu, dass sich momentan MIT SICHERHEIT MEHR PROTESTANTEN als Katholiken über diese unsere Rom-Synode staunen, und wenn auch nur darum, weil man sowas aus Rom nicht gewohnt war! Man muss kein Fachmann sein um zu bemerken, wie die Messe ungestraft zum Theater gemacht wurde vor den Augen der Bischöfe, währenddessen man den alten Ritus unrechtmässig verboten hat (weil ein Bischof dazu kein Recht hat; Verbote oder Suspensionen aus diesem Grunde sind null und nichtig!), wie man auf "kaltem Wege" und scheibchenweise die Beichte ersetzt hat, Laien an den Altar befördert hat usw...
Das alles zusammen genommen lässt die kath. Kirche der Protestantischen Glaubensgemeinschaft immer mehr ähneln - ich betone:LEHRMÄSSIG.
Die Gegenrichtung würde bei den Protestanten KATHOLISIERUNG heissen. Nun, das würde doch auch keinen Katholiken stören! Warum sollte das Wort Protestantisierung, wenn es begründet ist und man weiss, was damit gesagt wird, diese ärgern oder gar persönlich angegriffen fühlen?
Abramo
@studiosus: wie wahr, wie wahr.
studiosus
das Problem ist: die Protestanten hatten jahrhundertelang nicht Recht mit deren Vorwuerfen an uns (beispielsweise: Missachtung der Hl. Schrift, ungesunde Froemmigkeitsformen mit Ausartung des Marienkultes, ungesunde Sicht des Papstamtes etc.)
und jetzt haben sie ploetztlich irgendwie recht... zwar nicht so wie es die Protestanten meinen, aber dieselben Vorwuerfe nur auf einer anderen Seite …More
das Problem ist: die Protestanten hatten jahrhundertelang nicht Recht mit deren Vorwuerfen an uns (beispielsweise: Missachtung der Hl. Schrift, ungesunde Froemmigkeitsformen mit Ausartung des Marienkultes, ungesunde Sicht des Papstamtes etc.)
und jetzt haben sie ploetztlich irgendwie recht... zwar nicht so wie es die Protestanten meinen, aber dieselben Vorwuerfe nur auf einer anderen Seite werden ploetztlich Tatsaechlichkeit... Sicht der Ehebruech/Homosexualitaet, man unterscheidet nicht zwischen echten und unechten Marienerscheinungen, man verwirft oder ueberhoeht das paepstliche Lehramt, je nach Geschmack, ohne es an die dogmatischen Vorgaben anzubinden...
aber an sich will man die katholische Kirche schon der protestantischen Glaubensgemeinschaft angleichen...
Animula
@Tina13
Ich wollte ihnen gerade zustimmen (und kam da durch Zufall drauf dass ich geblockt bin, Nachricht unerwünscht) Hab kein Problem damit, aber ganz klar ist es mir nicht. Vielleicht lerne ich jetzt GTV Praktiken besser verstehen... (?)
Tina 13
Ich bin fest überzeugt, dass jeder der mit dem Herzen sieht Seine Priester erkennt! (Denke wir verstehen uns)
Tina 13
Christus wird einmal alle Seine Priester fragen : "Wart ihr Priester für Mich, oder wart ihr Priester für euch?" und da sie wissen was sie tun, kennen sie auch die Antwort.
Abramo
Ich kann Sie gut verstehen, allerdings wird der Begriff "Protestantisierung" im katholischen Bereich auch oft so leicht dahergesagt, ohne viel zu denken und ohne explizit die Protestanten zu meinen.
Sonia Chrisye
Genau das ist mein großer Kummer. Dieses Pauschalieren ist unakzeptabel und unseriös.
Abramo
@Sonia Chrisye: Völlig einverstanden. Es ist unfair jeden Dreck der in der Katholischen Kirche produziert wird als "Protestantisierung" zu bezeichnen. Vielen Protestanten stehen die Haare zu Berg, wenn sie sehen, was gerade aus Rom kommt.
intellego1
Gott segne Bischof Athanasius Schneider.
Sonia Chrisye
Dolfi 7.11.2014 14:21:47
Ich glaube, wir müssen allmählich die Begriffe "protestieren" bzw. "Protestanten" neu definieren.
Jeder "echte überzeugte Christ", - mag er Mitglied einer katholischen oder einer evangelischen Kirche sein, der hier nicht protestiert und einer Uminterpretation der Lehre Jesu Christ das Wort redet, - die schließlich in allen Kirchen und Denominationen vorangetrieben wird, …More
Dolfi 7.11.2014 14:21:47
Ich glaube, wir müssen allmählich die Begriffe "protestieren" bzw. "Protestanten" neu definieren.
Jeder "echte überzeugte Christ", - mag er Mitglied einer katholischen oder einer evangelischen Kirche sein, der hier nicht protestiert und einer Uminterpretation der Lehre Jesu Christ das Wort redet, - die schließlich in allen Kirchen und Denominationen vorangetrieben wird, versündigt sich am Wort des Herrn.
So gesehen bin ich ein katholisch allumfassender Protestant
Was glauben Sie wohl, wieviele Protestanten es unter den Protestanten gibt, die sich gegen die falschen Bibelexegeten bzw. Propheten stellen?
Und ich bin ganz erstaunt, wieviele Katholiken plötzlich zu Protestanten werden.
Wir benötigen also einen neuen Begriff für "protestieren".
Dolfi
S.Exzellenz hat recht. Dieses Papier wird besonders für die dt.sprachigen Bischöfe von grossem Nutzen sein im Hinblick auf die weitere Protestantisierung dek kath. Kirche in Deutschland, Den sogenannten (bisherien) "Papsttreuen" wird man vorwerfen, es käme doch dieses Papier aus Rom... also folgt ihm! Noch warten sie ab, bis es so viele protestantisierte Katholiken gibt, dass sie den Offenbarungs…More
S.Exzellenz hat recht. Dieses Papier wird besonders für die dt.sprachigen Bischöfe von grossem Nutzen sein im Hinblick auf die weitere Protestantisierung dek kath. Kirche in Deutschland, Den sogenannten (bisherien) "Papsttreuen" wird man vorwerfen, es käme doch dieses Papier aus Rom... also folgt ihm! Noch warten sie ab, bis es so viele protestantisierte Katholiken gibt, dass sie den Offenbarungseid leisten werden... Es gibt wohl kein Entrinnen: 2017 wurd entweder ein FATIMA-MARIANISCHES JAHR oder ein Jahr des Bruchs mit Rom...
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@Tina 13
Sic est!
Das haben Sie wirklich treffend formuliert.
Tina 13
Bitte lassen Sie sich nie verbiegen, egal was kommt!

Getreu nach dem Motto, "da müssen schon Maschinen kommen und keine Ersatzteile!"
Tina 13
Vergelts Gott
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Sonia Chrisye
Lieber Don Reto
Danke für das Einstellen dieses Artikels.
Sonia Chrisye
Der Brief an die Galater Kapitel 1

1 - 5 .......
Kein anderes Evangelium
6 Ich wundere mich, dass ihr so rasch dem abspenstig werdet, der euch in der Gnade Christi berufen hat, und euch einem anderen Evangelium zuwendet,

7 das es gar nicht gibt. Was es hingegen gibt, sind einige, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verdrehen wollen.

8 Jedoch, selbst wenn wir oder ein Engel vom …More
Der Brief an die Galater Kapitel 1

1 - 5 .......
Kein anderes Evangelium
6 Ich wundere mich, dass ihr so rasch dem abspenstig werdet, der euch in der Gnade Christi berufen hat, und euch einem anderen Evangelium zuwendet,

7 das es gar nicht gibt. Was es hingegen gibt, sind einige, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verdrehen wollen.

8 Jedoch, selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas als Evangelium verkündigten, das dem widerspricht, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Verflucht sei er!

9 Wie wir schon früher gesagt haben, so sage ich jetzt aufs Neue: Wer euch etwas als Evangelium verkündigt, das dem, was ihr empfangen habt, widerspricht, sei verflucht!
2 more comments from Sonia Chrisye
Sonia Chrisye
Der Brief an die Hebräer 10, 1 - 39
10, 39 Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen und zugrunde gehen, sondern zu denen, die glauben und sich das Leben bewahren.
Züricher Bibelübersetzung
Das einmalige Opfer und die endgültige Vollendung
10

1 Weil das Gesetz nämlich nur einen Schatten der künftigen Güter enthält, nicht die eigentliche Gestalt der Dinge, kann es durch die Jahr für …More
Der Brief an die Hebräer 10, 1 - 39
10, 39 Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen und zugrunde gehen, sondern zu denen, die glauben und sich das Leben bewahren.
Züricher Bibelübersetzung
Das einmalige Opfer und die endgültige Vollendung
10

1 Weil das Gesetz nämlich nur einen Schatten der künftigen Güter enthält, nicht die eigentliche Gestalt der Dinge, kann es durch die Jahr für Jahr gleichen Opfer, die man endlos darbringt, diejenigen, die damit vor Gott treten, niemals vollkommen machen.
2 Denn hätte man sonst nicht aufgehört, sie darzubringen? Die am Gottesdienst teilnehmen, hätten ja kein von Sünden belastetes Gewissen mehr, wenn sie ein für alle Mal gereinigt worden wären.
3 Es ist aber nicht so, sondern Jahr für Jahr wird mit Opfern an die Sünden erinnert.
4 Denn es ist unmöglich, dass das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnimmt.
5 Darum sagt er bei seinem Kommen in die Welt:
Opfer und Gabe wolltest du nicht,
einen Leib aber hast du mir bereitet.

6 An Brandopfern und Sühnopfern hattest du kein Gefallen.
7 Da sprach ich: Siehe, ich komme -
in der Schriftrolle steht geschrieben, was für mich gilt -,
um deinen Willen, o Gott, zu tun.

8 Zuerst also hat er gesagt:
Opfer und Gaben und Brandopfer und Sühnopfer
wolltest du nicht und hattest kein Gefallen an ihnen,

und doch werden sie nach dem Gesetz dargebracht.
9 Und dann hat er gesagt: Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun. Das Erste hebt er auf, um das Zweite in Kraft zu setzen.
10 In diesem Willen sind wir ein für alle Mal geheiligt durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi.
11 Jeder Priester steht Tag für Tag da, versieht seinen Dienst und bringt immer dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden beseitigen können.
12 Er aber hat ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und sich für immer zur Rechten Gottes gesetzt;
13 fortan wartet er, bis seine Feinde hingelegt werden als Schemel für seine Füsse.
14 Denn durch eine einzige Darbringung hat er diejenigen, die geheiligt werden, für immer zur Vollendung geführt.
15 Das bezeugt uns auch der heilige Geist, denn nachdem er gesagt hat:
16 Dies ist der Bund, den ich mit ihnen schliessen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr:
Ich werde meine Gesetze in ihr Herz legen
und sie in ihren Sinn schreiben,

17 und ihrer Sünden und ihrer Missetaten
werde ich nicht mehr gedenken.
18 Wo aber diese vergeben sind, muss nichts mehr für die Sünde dargebracht werden.
Ermahnung, am unverrückbaren Bekenntnis festzuhalten
19 So haben wir nun, liebe Brüder und Schwestern, durch das Blut Jesu die Freiheit, ins Heiligtum einzutreten.
20 Diesen Zutritt hat er uns verschafft als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heisst durch sein Fleisch.
21 Auch haben wir nun einen grossen Priester über das Haus Gottes.
22 Lasst uns also hinzutreten mit aufrichtigem Herzen in der Fülle des Glaubens, das Herz gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
23 Lasst uns festhalten am unverrückbaren Bekenntnis der Hoffnung, denn treu ist, der die Verheissung gab.
24 Und lasst uns darauf bedacht sein, dass wir einander anspornen zur Liebe und zu guten Taten:
25 Wir wollen die Versammlung der Gemeinde nicht verlassen, wie es bei einigen üblich geworden ist, sondern einander mit Zuspruch beistehen, und dies umso mehr, als ihr den Tag nahen seht.
26 Denn wenn wir vorsätzlich sündigen, nachdem wir bereits die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, gibt es kein Sühnopfer mehr,
27 sondern nur noch ein furchtbares Warten auf das Gericht, das als gieriges Feuer die Widersacher verzehren wird.
28 Wer das Gesetz des Mose missachtet, muss ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.
29 Wie viel härter, meint ihr, wird die Strafe sein für einen, der den Sohn Gottes mit Füssen getreten, das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für unrein gehalten und den Geist der Gnade verachtet hat?
30 Denn wir kennen den, der gesagt hat:
Mein ist die Rache, ich werde Vergeltung üben,
und an anderer Stelle:
Der Herr wird sein Volk richten.
31 Furchtbar ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
32 Erinnert euch doch an die früheren Tage, da ihr nach eurer Erleuchtung einen harten Leidenskampf durchzustehen hattet:
33 Sei es, dass ihr beleidigt und bedrängt und damit öffentlich zur Schau gestellt wurdet, sei es, dass ihr Gefährten derer wurdet, denen es so erging.
34 Denn ihr habt mitgelitten mit den Gefangenen und den Raub von Hab und Gut mit Freuden hingenommen im Wissen, dass ihr selbst ein besseres und bleibendes Gut habt.
35 Werft also euren Freimut nicht weg; er wird reich belohnt werden.
36 Ausdauer braucht ihr nämlich, um den Willen Gottes zu tun und so die Verheissung zu erlangen.
37 Denn eine kleine Weile noch,
und der, der kommen soll, wird kommen und nicht ausbleiben:
38Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben,
und wenn er zurückweicht, hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm.
39 Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen und zugrunde gehen, sondern zu denen, die glauben und sich das Leben bewahren.
Sonia Chrisye
Das Wort Gottes - Hebraeer 10, 31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. - Dieses Wort zeigt auf, dass der liebende Gott die Wahl des Menschen, die er in seiner Freiheit trifft oder treffen wird , - akzeptiert - auch wenn sich die Menschen gegen Seinen Willen und sein wort entscheiden.
Die Menschen, die sich aber gegen sein Wort stellen, schließen sich durch den Missb…
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Das Wort Gottes - Hebraeer 10, 31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. - Dieses Wort zeigt auf, dass der liebende Gott die Wahl des Menschen, die er in seiner Freiheit trifft oder treffen wird , - akzeptiert - auch wenn sich die Menschen gegen Seinen Willen und sein wort entscheiden.
Die Menschen, die sich aber gegen sein Wort stellen, schließen sich durch den Missbrauch ihrer selbst erwählten Freiheiten damit selbst vom Himmelreich aus. sie haben die erste Liebe - zu Gott - verlassen.
Gerade darin besteht ja Gottes unaussprechlich große Liebe zu uns, dass er uns liebt und akzeptiert so wie wir sind, - sondern gerade darin, dass er uns die Freiheit, - zu wählen, - geschenkt hat.

Er hat uns in Seiner Liebe vorgelegt den Segen, aber auch den Fluch. Er hat sich an sein Wort gebunden. Auf sein Wort ist Verlass. Die Menschen haben die Entscheidungsfreiheit, zwischen Segen und fluch zu wählen.
Gerade in dieser Entscheidungsfreiheit liegt die Berufung des Menschen zu einem verantwortbaren gesellschaftspolitischen Handeln - d. h. Freiheit in Bindung an sein Wort, - Freiheit in Verantwortung.

Und wenn wir nicht umkehren zu IHM und zu SEINEM WORT zurückkehren, dann gibt es nach unserem Ableben von dieser Erde kein Zurück mehr.

Hebräer 10, 31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Noch können wir umkehren, aber es gibt ein zu spät. Träumen wir nicht von einer Allversöhnung
Angy
Marie M.
Welch grausame Aktualität besitzt dieser Satz des heiligen Basilius, welchen Bischof Athanasius hier zitiert.
"Nur eine Sünde wird heute hart bestraft: die aufmerksame Beachtung der Überlieferungen unserer Väter. Aus diesem Grund werden die Guten aus ihren Positionen verdrängt und in die Wüste geschickt“ (Ep. 243).
"urteile nicht damit Du nicht verurteilt werdest. NUR DIE GELEBTE CHRISTLICHE LEHRE BIS INS MARTYRIUM , bringt UMKEHR!
Wirklich eine äußerste Herausforderung, Spiegel der Verwirrung des Gegners seit Jahren, unvermerkt und ungetadelt in das leben der Kirche einstreut, dass auch wir endlich auf der Seite des KULTES DES TODES stehen. Wir vergessen, dass vorbereitend auf das Dogma der Himmelfahrt der Himmel schon das einzig wirksame "Gegengift" die Hilfe der hl. Engel in diesem Kampf, den wir menschlich schon …More
Wirklich eine äußerste Herausforderung, Spiegel der Verwirrung des Gegners seit Jahren, unvermerkt und ungetadelt in das leben der Kirche einstreut, dass auch wir endlich auf der Seite des KULTES DES TODES stehen. Wir vergessen, dass vorbereitend auf das Dogma der Himmelfahrt der Himmel schon das einzig wirksame "Gegengift" die Hilfe der hl. Engel in diesem Kampf, den wir menschlich schon verloren haben anbietet, doch sie ist wie uns auch der KIRCHE "fremd". Wenn jetzt ein Papst, irgendwo ahnend, dass wir am "Ende" sind, nicht die kirchliche Lehre in Frage stellt, sondern hinweist, dass die Hierarchie reichlich spät aufwacht und nicht dazu aufgerufen ist, zuerst die Verirrten zu verurteilen, sondern büssend vor der Welt zugestehen, dass wir trotz Weltkrieg II geschlafen haben, dann ist das für den, der über diese Zustände nicht diskutiert, sondern sie wie der HERR in Seiner PASSION auf sich genommen hat, Anruf genug, umzukehren und uns zu erinneren: "crux spes unica" , gleich welcher "Partei" wir uns zurechnen. Es ist jetzt wie in den letzten Kriegsmonaten: kein Abstand mehr zwischen Vor - und Fliegeralarm, schon fallen die ersten Bomben,die dieses
Mal die Terroristen wahllos auswerfen.
NUR GEBET UND BLUTOPFER können das UNHEIT
Dank an Don Reto und an Bischof Athanasius.
Gut, dass es solche Priester gibt!
Santiago74
Danke fürs Einstellen!
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