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Die Heilkräfte von Gold, Weihrauch und Myrrhe

Als sich wohl vor über 2.000 Jahren drei weise Männer aus dem Morgenland auf eine weite Reise begaben, trugen sie heilsame Gaben im Gepäck: Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten sie dem Jesuskind. Sie waren die bedeutendsten Arzneimittel der damaligen Zeit - und echte Kostbarkeiten. In der Antike waren Weihrauch und Myrrhe für arme Menschen nicht erschwinglich.
Myrrhe hat Bedeutung verloren
In der Bibel wird die Myrrhe besonders oft erwähnt. Als Allheilmittel sollte sie die Wundheilung unterstützen und bei inneren Leiden helfen. Angewendet wurde sie als Salbe oder gelöst in einer Tinktur. Heute hat die Myrrhe ihre Bedeutung verloren - immerhin empfehlen Zahnärzte die Anwendung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Weihrauch: Vielseitig einsetzbar
Eng verwandt mit der Myrrhe ist der Weihrauch: Er wird in der heißesten Jahreszeit geerntet: Mit tiefen Schnitten wird die Rinde der Weihrauchbäume eingeritzt. Ein Balsam tritt aus, der an der Luft zu Harz erhärtet. Der größte Teil wird im Oman und in Äthiopien geerntet. Zehn Tonnen davon verbrennen jährlich in deutschen Kirchen - als Symbol für die Gebete, die zum Himmel aufsteigen. Weihrauch aus Somalia enthält besonders viel Öl und ist begehrt in der Parfumindustrie. Der teuerste Weihrauch kommt aus Indien: Er wird besonders in der ayurvedischen Medizin in Indien verwendet und hat dort als Entzündungshemmer immer noch einen hohen Stellenwert. Weihrauch enthält Boswellia-Säuren, die den Teil der weißen Blutkörperchen blockieren, der für chronische Entzündungen verantwortlich gemacht wird.
Deutsche Forscher fanden heraus, dass Weihrauch deshalb bei schweren Krankheiten wie der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn oder bei Multipler Sklerose helfen könnte. Noch ist Weihrauch als Arzneimittel in Deutschland nicht zugelassen, nur als Nahrungsergänzungsmittel. Es fehlen noch klinische Studien, aber es gibt konkrete Hinweise, dass die Inhaltstoffe der Pflanze so stark entzündungshemmend wirken wie Cortison.
Gold - ein zugelassenes Arzneimittel
Gold wurde schon von alters her als medizinisches Heilmittel empfohlen. So sollte die Einnahme von Goldspänen zum Beispiel das Herz stärken. Auch heute noch ist Gold ein zugelassenes Arzneimittel: Organische Goldverbindungen werden bei sehr schmerzhaftem Gelenkrheuma eingesetzt. Zwar gibt es inzwischen wirkungsvollere Medikamente, doch wenn es dabei zu Unverträglichkeiten kommt, greifen Mediziner auf die Goldpräparate zurück.
Interviewpartner im Beitrag:
Dr. Peter Dobberkau
Apotheker
Löwen-Apotheke
Hökerstraße 37
21682 Stade
Tel. (04141) 440 48
Fax (04141) 441 49
www.ndr.de/…/Die-Heilkraefte…
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Eremitin
sehr interessant, danke liebe Elista
Jeannedarc gefällt das. 
Elista
"Als sich wohl vor über 2.000 Jahren drei weise Männer aus dem Morgenland auf eine weite Reise begaben, trugen sie heilsame Gaben im Gepäck: Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten sie dem Jesuskind. Sie waren die bedeutendsten Arzneimittel der damaligen Zeit - und echte Kostbarkeiten. In der Antike waren Weihrauch und Myrrhe für arme Menschen nicht erschwinglich."

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