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Überwältigende Resonanz: Hessische Mohren-Apotheke wappnet sich gegen Namensänderung

Außen-Aufhängung der Hofapotheke zum Mohren, Friedberg.Foto: screenshot/Webseite

Die Inhaberin der "Hofapotheke zum Mohren" in Friedberg macht sich Sorgen, dass auch sie Opfer der Namenszensur werden könnte und initiierte nun eine Unterschriftenaktion. Die Resonanz bei Kunden und auch Nichtkunden ist überwältigend.

Eine Apothekerin im hessischen Friedberg wappnet sich vor Angriffen auf ihren Firmennamen. Nachdem im Raum Frankfurt wegen „Mohren"-Apotheken die Rassismus-Debatte ausgebrochen ist, fürchten umliegende Apotheker, dass man auch an sie mit der Forderung herantritt, den Namen aus ihrem Logo zu entfernen oder gar die Apotheke umzubenennen.

Mohren"-Apotheken sollen ihr Logo entfernen

Der Rassismus-Vorwurf kam von seitens der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) der Stadt Frankfurt. Diese forderte in einem Antrag die Stadt auf, sich dafür einzusetzen, dass rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden.

Die Inhaberin der Hofapotheke zum Mohren in Friedberg, Kerstin Podszus, macht sich Sorgen, dass auch sie Opfer der Namenszensur werden könnte und initiierte nun eine Unterschriftenaktion, wie die „Frankfurter Neue Presse" (FNP) berichtet.

Die Mohren-Apotheke in Friedberg wurde bereits 1621 gegründet und befindet sich seit 99 Jahren in Familienbesitz. „Mein Herzblut steckt in dieser Apotheke", zitiert das Blatt die 47-Jährige, die aus diesen traditionellen und emotionalen Gründen keinesfalls den Namen ändern würde.

Wenn sie ihren Namen ändern müsse, dann verlöre das Geschäft an Wiedererkennungswert, weiß die Inhaberin, die diese Forderung für „nicht verhältnismäßig" hält. „Ich wüsste nicht, ob ich als kleine Einzelapothekerin dann weiterbestehen könnte", sagt sie gegenüber FNP.

„Die spinnen"

Auch ihre Kunden haben kein Verständnis für die „Mohren"-Debatte. Hans Dümpelmann etwa meinte, „die spinnen" – und „etwas Tradition und Selbstbewusstsein sollte jeder Bürger behalten".

Podszus bekomme nur positive Rückmeldungen von den Leuten, erklärt sie weiter. „Wehe Sie lassen sich rumkriegen!" bekomme sie oft gesagt.

Mit der Unterschriftenliste wolle sie einen Rückhalt dokumentieren, falls irgendwann einmal etwas von oben komme.

„Wahnsinn, was plötzlich los ist"

Gegenüber Epoch Times erklärt Frau Podszus, dass sie die ganze „Mohren-Debatte" für „überflüssig" hält. „Wir bedienen seit 400 Jahren Kunden aus aller Welt und in jeder Hautfarbe." Seit Beginn ihrer Unterschriftenaktion erhalte sie sehr viel positive Unterstützung, Kunden kämen zu ihr, nur um zu unterschreiben. Am Samstag sei aus diesem Anlass sogar ein Farbiger extra in ihre Apotheke gekommen. Er habe sich „in keiner Weise rassistisch angegriffen gefühlt". Es sei Wahnsinn, „was plötzlich los ist," sagt sie.

Derzeit gibt es noch rund 100 Mohren-Apotheken in Deutschland, die aber immer mehr verschwinden. Einige machen aus wirtschaftlichen Gründen dicht, andere werden der politischen Korrektheit wegen umgetauft.

Mohr ist eine deutschsprachige Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe. Historisch (alt- und mittelhochdeutsch) bezeichnete es zunächst Bewohner Mauretaniens (Mauren), bereits im Mittelalter auch verallgemeinert „Menschen mit dunkler Hautfarbe", seit dem 16. Jahrhundert ausschließlich in dieser erweiterten Bedeutung (Wikipedia). Man geht davon aus, dass Apotheken mit diesem Namen vor Jahrhunderten auf Medikamente und Rezepturen aus ferner Welt aufmerksam machen wollten.

(Quelle: Epoch times)

Kommentieren
Zu @stefan4711: Ja, ich wurde schon wegen des Begriffs "Eskimo" durchaus berufsgefährdend getadelt (das leider im Ernst). Ich musste dann einsehen, dass die Inuits im Nachbar-Iglu (das Wochenende verbringe ich stets in Grönland, außer an Karneval) sehr traurig sind, wenn ich in meiner deutschen Heimat sie "Rohfleischesser" ("Eskimos") nenne und sie auf ihre Essgewohnheit reduziere.
Pie Jesus
Die traditionellen Mohren- Apotheken zeigen doch ein überaus positives und sympathisches Bild von Afrikanern und verbinden sie mit Heilkunde. Das ist aber auch verkehrt, böse. Jetzt sollen historische positive Darstellungen von Afrikanern entfernt werden, weil irgendwelche unsicheren Menschen mit geringem Selbstwertgefühl durch den Anblick eines Maskottchens sich beleidigt und gekränkt fühlen. … Mehr
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speedy207
Es gibt keine mohrenköpfe mehr und zigeunerschnitzel und negerküsse-
Es wird täglich wahnsinniger-
Jetzt fehlt nur noch der tierschutzverein
Der sich über die wörter schweinepest,rinderwahnsinn und vogelgrippe beschwert
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SvataHora
Bei aller Liebe: hinter dem Wort Mohr habe ich niemals etwas Böses vermutet. Auch habe ich das Wort Mohr noch nie als Schimpfwort gehört.
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Da müssen sich die Armen Leute auch noch mit solchen Nichtigkeiten plagen, als ob es sonst keine Probleme gibt.
Dixit Dominus
In Österreich gibt es einen Mohr im Hemd: zwei Biskuitstücke mit schwarzem Schokoladenüberzug, dazwischen weiße Schlagsahne. Lecker!
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Matthias Lutz
Wenn man von einem bekennenden Nationalsozialisten jahrelang gequält worden ist ( Ich weiss das aus eigener schmerzlicher Erfahrung) wird man von Natur aus sensibler was den Umgang mit Juden und Afrikanern betrifft.
Carlus
1. unsere Eltern und Großeltern erhielt eine Gehirnwäsche in einer Diktatur, die Schiffbruch erlitten hat,
2. unser Generation und die unserer Kinder und Enkelkinder unterliegen ebenfalls in einer Diktatur, die sich Demokratie nennt eine Gehirnwäsche mit der gleichen Grausamkeit,
3. beide Gehirnwäschen haben das gleiche Ziel dem Menschen duie Freiheit zu nehmen und zum Sklaven zu degradieren.
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Der Name "Mohren-Apotheke" spielt wahrscheinlich wie das "Hotel zur Krone" auf die Heiligen Drei Könige an, ist also eine Bezeichnung voll frommen Respektes. Die Darstellung im Schild zeigt freilich einen Diener, den sogenannten Kammermohr, ist also kolonialistisch. Aber kein Grund, die Historie zu negieren und das Wissen darum auszulöschen.
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Bibiana
Rasse, Rasse ist doch immer Klasse!
PaulK
@stefan4711
Die Mohrekoppweck gab es bei uns auch und zwar selbstgemacht, denn viele Schüler haben sich einen Mohrenkopf in ein weißes Weizenbrötchen getan. Aber mir haben sie nicht geschmeckt. Ich mag das süße Zeugs lieber reinrassig.
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Bibiana
Hach, huch, Dschingis Khan. Es ist ja Karneval, die närrische Zeit....

Denke voll Wehmut an den singenden Dachdeckermeister Ernst Neger und sein Lied
Heile, heile Gänsje... Gelten doch Trostlieder in der Tat für alle Zeiten, so als Trostpflaster.

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pio molaioni
In Wien gibt es die große und die kleine Mohrengasse. Anrainer an der ersteren ist das KH der Barmherzigen Brüder.
NAViCULUM
Bei uns gibts Nonnenfürzla. Das ist ein süsses Gebäck. Hat sich auch noch keine Nonne beschwert.
pio molaioni
In Niederösterreich und Wien verzehrt man "Schwedenbomben". Kein Reizwort bisher. Sollten es sich aber die Schweden anders überlegen, was dann?
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NAViCULUM
@stefan4711 die Brötchen, bei uns Wecken, kenn ich auch aber als Mohrendätsch
Im teils rassistischen Nordamerika bekommt jedes neue Wort für die Afro-Amerikaner nach einer gewissen Zeit einen rassistischen Klang. Mit Zeitverzögerung wechseln dann auch wir Deutsche das bei uns stets harmlose Wort in ein neues, als ob wir ein Bundesstaat der USA wären ("Neger", dann "Schwarzer", dann "Farbiger", dann "Afro-Amerikaner", vermutlich und so weiter).
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CrimsonKing
Der Begriff war früher in der Tat einfach nur die Bezeichnung für dunkelhäutige Menschen und nicht zwangsläufig rassistisch gemeint. Die mir persönlich bekannten dunkelhäutigen Menschen möchten aber nicht mehr so bezeichnet werden, eben weil der Begriff von Rassisten lange Zeit abwertend und diskriminierend gebraucht wurde. Ich sehe keinen Grund, diesen Wunsch nicht zu respektieren.
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PaulK
Trotz allem esse ich nur Mohrenköpfe und habe bisher nur eine Studentin mit dem Begriff geschockt. Aber sie war nicht so dumm, um nicht zu erkennen, dass es nicht abwertend gemeint war.
Ich wiederhole: in seiner berühmten Rede "I have a dream" sprach Martin Luther King von sich und den seinen als "negro", also nicht von "Schwarzen", "Farbigen" oder "Afroamerikanern". Nein, "negro" wird … Mehr
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Eremitin
neger kommt von niger und heißt schwarz, so einfach ist das----
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MilAv
Wer hat eigentlich "Stille Nacht" komponiert ? Ein Mohr hat großes getan !
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Die Gegner des Wortes "Mohr" sind uneingestandene, nämlich "Kryptorassisten", die eine schwarze Hautfarbe für ganz peinlich halten, so dass man keinesfalls darauf anspielen dürfe. Henryk Broder hat amüsiert ganz ähnliches beobachten: Er sagt, die heutigen Deutschen würden das Wort "Jude" peinlichst vermeiden, nur von "jüdischen Mitbürgern" sprechen.
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MilAv
"Dunkeldeutsche" wär auch komisch irgendwie ....
pio molaioni
Am blödesten finde ich den Ausdruck "Farbige". Da bin ich doch auch ein "Farbiger" auf Grund meiner Hautfarbe. Ist "Weißer" auch schon tabu bzw geächtet?
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Bethlehem 2014
@Juan Austriaco Nein! Die Namen sind noch nicht geändert: Alice SCHWARZER hat Einspruch dagegen erhoben...
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MilAv
"Vor da Liesl ihrm Fenster steht a Riesenneger im Nieselregen"
www.youtube.com/watch
Juan Austriaco
Vielleicht müsste man zuerst die Namen der afrikanischen Staaten "Niger" und "Nigeria" sowie den afrikanischen Fluss "Niger" umbenennen. Man traut sich ja diese Namen gar nicht mehr auszusprechen. Weiss jemand, ob diese Namen schon geändert wurden?
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NAViCULUM
Die Riedlinger, eine kleine Stadt an der Donau in BaWü die früher zu Vorderösterreich gehörte, haben den Spitznamen Mohrenwäscher. Vor langer Zeit besuchte ein Zirkus diese Stadt in der auch ein Mohr auftrat. Als ihn die Bürger sahen, konnten sie sich nicht vorstellen, daß es dunkle Menschen gibt. Sie schnappten ihn sich und versuchten den vermuteten Dreck im Marktbrunnen abzuwaschen. Die Figur … Mehr
Elista gefällt das. 
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MilAv
Mohr und Neger darfst nimmer sagen, sonst tut der Gutmensch dich jagen
Und wer den Hottentotten nicht verehrt ist den Brd-Pass nicht wert.
Früher hieß ein Mann der schwarz ist "Neger" oder er war ein Schornsteinfeger
Das Schwarzsein ist heut ganz normal, nur schwarzfahren das ist illegal
Der brave Mann in Bahn und Bus zahlt deshalb seinen Obolus
Josephus gefällt das. 
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Sahnetorte
Typsich linksgrüne Ideologen in Frankfurt!
Woanders gibt's auch Mohren-Apotheken, und da dürfen
sie auch weiterhin so heißen. Wenn das so weitergeht,
dürfen wir bald auch nicht mehr "FremdenFÜHRER" sagen
und ähnliches.
Josephus gefällt das. 
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