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Eugenia-Sarto
119

Das besondere Gericht.

Wenn sich die Seele vom Leibe trennt, stirbt der Mensch. Die Seele tritt sodann sofort vor das göttliche Gericht und empfängt den Lohn oder die Strafe für ihre Taten.

Mit dem Tod ist die Zeit der Prüfung beendet; die Seele kann nichts mehr verdienen und nicht mehr sündigen.
Es ist sichere katholische Wahrheit, dass sofort nach dem Tod der göttliche Richterspruch an jede einzelne Seele ergeht.

Der Richter ist Christus, und zwar nicht nur als Gott, sondern auch als Mensch, wie die Theologie annimmt.
Gerichtet wird die vom Leibe getrennte Seele.

Durch den Tod ist in der menschlichen Seele eine grosse Veränderung vor sich gegangen, besonders durch ihre Erkenntnis.
Sie erkennt jetzt sich selber intuitiv und zugleich vollkommen.
Sie erkennt klar ihren sittlichen Zustand, ihre Verdienste oder ihre Schuld.

Diese Erkenntnis hat sie durch sich selbst oder durch eine göttliche Erleuchtung.

Der Richterspruch wird der Seele sofort mitgeteilt durch innere Einsprechung.

Das besondere Gericht findet statt im ersten Moment der vollständigen Trennung der Seele vom Leibe.

Die Kirche lehrt, dass diejenigen Seelen, an welchen keine Makel der Sünde haften und auf denen keine Strafe lastet, sofort nach dem Tode in der Anschauung Gottes beseligt werden. Während die gerechten, aber noch nicht von Sünde und Strafe ganz reinen Seelen sofort in das Fegefeuer kommen; die mit schwerer Sünde behafteten Seelen aber sogleich in die Verdammnis der Hölle verstossen werden.

Benutzte Quelle: Matthias Scheeben, Handbuch der katholischen Dogmatik, vierter Band.
HlMaria13
@OttoSchmidt: Ich möchte noch eine Ergänzung hinzufügen:

Beim Ersten Gericht handelt es sich um ein Einzelgericht, da die Seele

- 1. einzeln
- 2. ohne Leib

gerichtet wird. Beim Zweiten Gericht, dem Weltgericht, wird die Seele

- 1. gemeinschaftlich
- 2. mit Leib gerichtet. ( Da der Leib mit gesündigt hat, steht dieser nun auch vor Gericht. )

Gemeinschaftlich heißt, daß alle Menschen gemein…More
@OttoSchmidt: Ich möchte noch eine Ergänzung hinzufügen:

Beim Ersten Gericht handelt es sich um ein Einzelgericht, da die Seele

- 1. einzeln
- 2. ohne Leib

gerichtet wird. Beim Zweiten Gericht, dem Weltgericht, wird die Seele

- 1. gemeinschaftlich
- 2. mit Leib gerichtet. ( Da der Leib mit gesündigt hat, steht dieser nun auch vor Gericht. )

Gemeinschaftlich heißt, daß alle Menschen gemeinsam nochmals vor dem Richter stehen und alles an guten wie bösen Querverbindungen unter den Menschen aufgedeckt wird, respektive wer für wen Gutes oder Schlechtes getan hat und die daraus entstandenen Auswirkungen und Folgen. Dadurch wird das gesamte menschliche Beziehungsgeflecht schonungslos offengelegt wie es die Gerechtigkeit Gottes erfordert.

Da unser HERR aber schon beim Einzelgericht diese Verflechtungen kennt, ist dieses Urteil auch identisch mit dem Urteil des Weltgerichtes.
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Wilhelmina
@OttoSchmidt ....
Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise;
10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan.
11 Als ich ein Unmündiger war, redete ich wie ein Unmündiger, dachte wie ein Unmündiger und urteilte wie ein Unmündiger; als ich aber ein Mann wurde, tat ich weg, was zum Unmündigsein gehört.
12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels …More
@OttoSchmidt ....
Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise;
10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan.
11 Als ich ein Unmündiger war, redete ich wie ein Unmündiger, dachte wie ein Unmündiger und urteilte wie ein Unmündiger; als ich aber ein Mann wurde, tat ich weg, was zum Unmündigsein gehört.
12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. ( Kor. 13 )
Wilhelmina
..... als Ergänzung eine Übersicht von der Seite des ZDW
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Eugenia-Sarto
@OttoSchmidt das ist eine wichtige Frage, die die Kirche aber nicht beantwortet.
Es soll ja Vieles für uns im Dunkeln bleiben, damit wir in "Furcht und Zittern" unser Heil wirken.
Sicher ist aber auch, dass Gott sehr barmherzig mit uns ist und uns viele verborgene Sünden nicht erkennen lässt, weil wir das nicht ertragen würden. So erging es dem heiligen Pfarrer von Ars. Er bat Gott um …More
@OttoSchmidt das ist eine wichtige Frage, die die Kirche aber nicht beantwortet.
Es soll ja Vieles für uns im Dunkeln bleiben, damit wir in "Furcht und Zittern" unser Heil wirken.
Sicher ist aber auch, dass Gott sehr barmherzig mit uns ist und uns viele verborgene Sünden nicht erkennen lässt, weil wir das nicht ertragen würden. So erging es dem heiligen Pfarrer von Ars. Er bat Gott um Erkenntnis seines Seelenzustandes und wollte alle seine Sünden sehen. Er bekam die Erkenntnis und war total entsetzt und schockiert und bat sofort darum, dass ihm diese Erkenntnis wieder entzogen würde. Das geschah auch.

Gott richtet uns nach der Erkenntnis, die wir zum Zeitpunkt einer Tat haben. Das ist vielleicht eine Antwort.
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Eremitin
Es gibt noch eine st.Josefs-Bruderschaft, die das tägliche Gebet kennt: Hl. Josef ,Nährvater Jesu Christi , bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages/ dieser Nacht. Hier der Link:www.kloster-st-trudpert.de/…/erzbruderschaft
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Bibiana
In früheren Zeiten gab es so etwas wie GutTod-Bruderschaften. Heute alles vergessen.
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Eugenia-Sarto
@OttoSchmidt Im Grunde ist doch dann mit dem persönlichen Gericht alles klar.
_________________
Ja, das Schicksal der Einzelseele, die schon gerichtet wurde, steht fest. Das allgemeine Gericht am Ende der Welt hat noch andere Gründe, die theologisch dargestellt werden können. Dazu fehlt mir aber jetzt die Zeit. Falls Sie eine Dogmatik haben- dort wird es beschrieben..
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Kosovar
@Maria Katharina

Wenn man das einfach liest ist es leicht. Denn es ist wortwörtlich beschrieben und voneinander getrennt 1. & 2. Gericht

Ein einfacher Text in der eigentlich ziemlich kniffligen Offenbarung
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Maria Katharina
Die Offenbarung des Johannes muss man aber auch verstehen können. Das ist Mystik.
Im Glaubensbekenntnis beten wir ja: "ER wird kommen zu richten die Lebenden und die Toten."
Das ist das Gericht am Ende der Zeiten.
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Kosovar
1. + 2. Gericht von Niemand geringeren gesehen als Apostel Johannes auf Patmos

Offb 19:13-21; 20:1-15: "Und er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt»das Wort Gottes». Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge; und er …More
1. + 2. Gericht von Niemand geringeren gesehen als Apostel Johannes auf Patmos

Offb 19:13-21; 20:1-15: "Und er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt»das Wort Gottes». Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen. Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein HERR aller Herren. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit großer Stimme und sprach zu allen Vögeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des großen Gottes, daß ihr esset das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der Kleinen und der Großen! Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde saß, und mit seinem Heer. Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die andern wurden erwürgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging; und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch. Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn 1000 Jahre und warf ihn in den Abgrund und verschloß ihn und versiegelte obendarauf, daß er nicht mehr verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet würden 1000 Jahre; und darnach muß er los werden eine kleine Zeit. Und ich sah Stühle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht; und die Seelen derer, die enthauptet sind um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand, diese lebten und regierten mit Christo 1000 Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis daß 1000 Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über solche hat der andere Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren 1000 Jahre. Und wenn 1000 Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefängnis und wird ausgehen, zu verführen die Heiden an den vier Enden der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie. Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen, weißen Stuhl und den, der darauf saß; vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel und ihnen ward keine Stätte gefunden. Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken. Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der andere Tod. Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl."
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Kosovar
@OttoSchmidt

Kann ich Ihnen gerne anhand der Bibel erklären. Lesen Sie:
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