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Theresia Katharina
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Aus einem Brief des heiligen Bonifatius, Bischof von Mainz, Märtyrer +754, begraben im Dom zu Fulda in der Krypta

Der eifrige Hirte, der über die Herde Christi wacht.
Verbum Domini manet in aeternum

Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen, das sind die Anfechtungen dieses Lebens- hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken.
Als Vorbilder haben wir dafür die frühen Väter, Clemens, Kornelius und die vielen andern in der Stadt Rom, Cyprian in Karthago, Athanasius in Alexandrien.
Sie haben unter heidnischen Kaisern das Schiff Christi gesteuert.
Sie haben die Kirche geleitet, sie gelehrt und verteidigt, für sie gearbeitet und gelitten bis zum Vergießen des Blutes.
Diese Überlegungen schrecken mich, "Furcht und Zittern erfassen mich", die Finsternis meiner Sünden drückt mich nieder.
Wie gerne hätte ich das Steuer der Kirche, das ich übernommen habe, aus der Hand gegeben, wenn ich nur geeignete Beispiele bei den Vätern oder in den Heiligen Schriften hätte finden können.

Die Wahrheit kann zwar niedergehalten, aber weder besiegt noch getäuscht werden.

So flüchtet unser Geist zu Gott, der durch Salomo spricht: "Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit, such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade", und anderswo:
Ein fester Turm ist der Name des Herrn, dorthin eilt der Gerechte und ist geborgen."

Lasst uns feststehen in der Gerechtigkeit und unser Herz auf die Versuchung vorbereiten, damit wir das Zögern Gottes ertragen und sprechen: " Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht."

Lasst uns auf ihn vertrauen, der uns die Last aufgeleget hat.

Was wir aus eigener Kraft nicht tragen können, das wollen wir tragen durch ihn.

Er ist allmächtig
und spricht: "Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Lasst uns am Tag des Herrn im Kampf feststehen, denn "ein Tag der Not und Bedrängnis" kam über uns.

Wenn Gott es so will, wollen wir sterben für die heiligen Gesetze unserer Väter, damit wir mit ihnen das ewige Erbe erlangen.

Wir wollen nicht stumme Hunde sein
und schweigend zuschauen, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen, sondern eifrige Hirten.

Über die Herde Christi wollen wir wachen und allen Menschen jeden Ratschluss Gottes verkünden, den Großen und den Kleinen, den Reichen und den Armen, jedem Stand und jedem Alter, soweit Gott uns Kraft dazu gibt, gelegen und ungelegen, wie es uns der der heilige Gregor in seiner Pastoralregel vorgeschrieben hat.

Hervorhebungen von mir.
Vered Lavan
.!
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