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Bischof Antonio de Castro Mayer - Ein Bekenner und Zeuge der Tradition.

Bischof Antonio de Castro Mayer - Ein Bekenner und Zeuge der Tradition.

Bischof de Castro Mayer (rechts) mit Erzbischof Lefebvre (links) und der
Erzbischof Sigaud (Mitte) während des Zweiten Vatikanischen Konzils

Bischof De Castro Mayer war der einzige Bischof, der auf dem 2. Vatikanischen Konzil kein einziges Dokument unterschrieben hat!

Diese kurze Biographie erschien ursprünglich in der Juli-Ausgabe 1991 von The Angelus über den Tod von Bischof De Castro Mayer.

Dom Antonio de Castro Mayer, Bischof von Campos, Brasilien, ist am 25. April 1991 in seinem 87. Jahr zu Gott gegangen. Dom Antonio, geboren 1904, kam aus Campinhas in Sao Paulo. Er studierte Theologie an der Gregorianischen Universität in Rom, wo er promovierte. Bevor er Bischof wurde, besetzte er als Priester der Diözese Sao Paulo nacheinander und erfolgreich die Professorenposten im Provinzseminar von Sao Paulo, war Kanoniker der Kathedrale, Pfarrer von St. Joseph von Belem im östlichen Teil von Sao Paulo und schließlich Generalvikar der Erzdiözese von Sao Paulo. Er war gleichzeitig Generalrat der Katholischen Aktion für die Erzdiözese und unterstützte in dieser Funktion von ganzem Herzen die katholischen Laienorganisationen bei ihren Bemühungen, die kommunistische Infiltration zu kontrollieren.

Bischof Antonio de Castro Meyer

1948 wurde er zum mitgeweihten Mitbischof von Campos ernannt und übernahm ein Jahr später die Leitung der Diözese. In den 1950er Jahren veröffentlichte Bischof de Castro Mayer einen langen und zeitgemäßen "Pastoralbrief über die Probleme des modernen Apostolats", in dem er die Moderne angriff, deren Wüten er bereits vorhergesehen hatte. In den 1960er Jahren kämpfte Bischof de Castro Mayer gegen die Kommunisten an der Heimatfront und gegen die Modernisten in Rom. 1964 wurde Brasilien kaum davon abgehalten, in den kommunistischen Block zu fallen - dies aufgrund der Hingabe an die Muttergottes von Fatima und der regelmäßigen Rezitation des Rosenkranzes durch eine große Menge von Menschen. Aber das brasilianische Episkopat war in der Frage der sozialistischen Landreformen, die der Beginn des Kommunismus waren, gespalten. Viele von ihnen stimmten dieser Reform zu, aber Bischof de Castro Mayer führte zusammen mit Erzbischof Sigaud die Minderheit der Läufer an, die sich ihr widersetzten, und spielte so eine zentrale Rolle bei der Niederlage des Kommunismus in Brasilien.

In Rom war er wieder mit Erzbischof Sigaud bei der Gründung des Coetus lnternationalis Patrum verbunden, einer Organisation von traditionellen Läufern, die den Versuchen der Modernisten, das Konzil zu übernehmen, entgegenwirken sollte. Diese von Erzbischof Lefebvre gegründete und unter anderem von Erzbischof Sigaud geleitete Organisation ließ eine von über 450 Läufern unterzeichnete Petition zur Verurteilung des Kommunismus einreichen. Es war Bischof de Castro Mayer, der diese Petition dem Rat vorlegte, wenn auch ohne Erfolg.

Bischof de Castro Mayer war besonders herausragend für seine Weigerung, die postkonziliaren Veränderungen in der Liturgie zu akzeptieren. Bis zu seiner Zwangspensionierung 1981 wurde in seiner Diözese die traditionelle lateinamerikanische Messe zusammen mit allen anderen traditionellen katholischen Praktiken und Andachten gefeiert - und er sollte diesen Kampf fortsetzen, auch wenn er durch Bischof Navarro ersetzt wurde. Die Mehrheit der Priester in der Diözese Campos (336 von ihnen!) widersetzte sich den modernistischen Orientierungen des neuen Läufers und blieb treu. Bischof Antonio konnte so innerhalb einer Diözese mit rund 40.000 Gläubigen eine ganz traditionelle "Diözese" erhalten, die er in parallelen Kapellen organisierte, um die Gläubigen vor den Feinden im Inneren zu schützen.

Seine Verbindung zu Erzbischof Lefebvre verstärkte sich 1983 weiter, als sie einen gemeinsamen Offenen Brief an den Papst schrieben, in dem sie öffentlich die Verbreitung von Fehlern innerhalb der postkonziliaren Kirche aufzeigten, dass alle ihre privaten Bemühungen bis dahin nichts getan hätten, um sie zu stoppen. Sein Verständnis für die Schwere der Glaubenskrise in der Kirche war so tief, dass er anlässlich der Bischofsweihe von 1988 auf der Seite von Erzbischof Lefebvre zu finden war. Seine so entscheidende Präsenz war, wie er selbst erklärte, "meine Pflicht zu erfüllen: ein öffentliches Glaubensbekenntnis zu machen".

Bald nach diesem historischen Ereignis begann er, seine körperliche Kraft zu verlieren und starb schließlich am 25. April 1991 (genau einen Monat nach Erzbischof Lefebvre) an Atemnot. Er wurde am folgenden Tag, um 16:00 Uhr, in einer Krypta der Muttergottes des Karmels in Campos begraben.

Text- und Fotoquelle: archives.sspx.org/…/bishop_antonio_…

Ansprache von S. E. Bischof Antonio de Castro Mayer, Altbischof von Campos (Brasilien) im Anschluß an die Predigt von S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre bei der Bischofskonsekration am 30. Juni 1988 in Ecône.

Exzellenz, hochwürdigster Herr Erzbischof Marcel Lefebvre! Hochwürdige Herren! Sehr geehrte Seminaristen! Geliebte Brüder!
Meine Anwesenheit bei dieser Zeremonie beruht auf einer Gewissenspflicht: dem Bekenntnis des katholischen Glaubens vor der gesamten Kirche und ganz besonders vor Ihnen allen, die Sie hier versammelt sind, vor S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre ebenso wie vor den Priestern, den Seminaristen, den Ordensleuten und den Gläubigen aus der ganzen Welt.

Der hl. Thomas von Aquin lehrt, daß zwar keine Pflicht besteht, den Glauben bei allen Gelegenheiten öffentlich zu bekennen. Wenn der Glaube aber in Gefahr ist, muß man ihn ohne Zögern bekennen, selbst unter Einsatz des eigenen Lebens.
Das ist die Situation, in der wir uns heute befinden. Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Kirche ohne Beispiel ist, eine Krise, die die Kirche in ihrem Innersten trifft, im Wesenskern ihrer Substanz, dem heiligen Meßopfer und dem katholischen Priestertum, zwei Geheimnisse, die ihrem Wesen nach zu einer Einheit verbunden sind. Denn ohne das Priestertum gibt es kein heiliges Meßopfer, und damit wäre jeglicher Kult undenkbar. Diese Einheit ist auch das Fundament, auf dem das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft errichtet wird.
Weil nun heute die Erhaltung des Priestertums und der heiligen Messe auf dem Spiel steht, bin ich, trotz aller Bitten und Pressionen, hier, um meine Pflicht zu erfüllen, den Glauben öffentlich zu bekennen.

Es ist überaus schmerzlich, die beklagenswerte Blindheit so vieler Mitbrüder im Bischofsamt und im Priesteramt feststellen zu müssen, welche die gegenwärtige Krise und die Notwendigkeit, dem herrschenden Modernismus zu widerstehen, um die Sendung, mit der uns Gott betraut hat, getreulich zu erfüllen, nicht sehen oder nicht sehen wollen.

So möchte ich hier meine aufrichtige und tiefe Verbundenheit mit der Haltung S. E. Erzbischof Marcel Lefebvres zum Ausdruck bringen, die seine Treue zur Kirche aller Zeiten von ihm verlangt. Wir trinken beide aus derselben Quelle, der einen, heiligen, katholischen, apostolischen und römischen Kirche.
Möge uns die allerseligste Jungfrau Maria, unsere Herrin, die uns in Fatima mütterlich den Ernst der heutigen Stunde vor Augen geführt hat, die Gnade erwirken, mit dieser unserer Haltung den Gläubigen zu Hilfe kommen und sie aufklären zu können, damit sie sich von den verhängnisvollen Irrtümern befreien können, denen sie verfallen sind und die leider von vielen Personen vertreten werden, die die Fülle des Heiligen Geistes empfangen haben.

Gott, Unser Herr, segne Erzbischof Marcel Lefebvre und sein Werk!

Text- und Bildquelle: www.fsspx.at/…/30-jahre-bischo…
Das waren die Säulen der Kirche.
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@Eugenia-Sarto Umso erschütternder, wie sich große Teile der FSSPX heute mit Berg glio und seinem Anhang "versöhnen" wollen!
Immaculata90 - Nicht Alle. Ich hoffe, dass es da irgendwann rumort und eine Gegenentwicklung geben wird.
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Bischof De Castro Mayer war der einzige Bischof, der auf dem 2. Vatikanischen Konzil kein einziges Dokument unterschrieben hat! = HÄRESIEN DES 2. VATIKANISCHEN KONZILS & MEHR. !
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