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DIE TIEFE BEDEUTUNG VON OSTERN – DIE AUFERSTEHUNG JESU CHRISTI

TOTUS TUUS, MARIA ! EDELSTEINE DER GNADE

6. Ostern


DIE TIEFE BEDEUTUNG VON OSTERN – DIE AUFERSTEHUNG JESU CHRISTI

Myriam van Nazareth

Die Auferstehung des Lichtes. Am frühen Morgen stellt sich heraus, dass die gekreuzigte Liebe auferstanden ist: Die ewige Nacht, die durch die Erbsünde die Seelen bedrohte, ist gebrochen. Durch die Auferstehung wird der Sieg der Liebe, der am Kreuz vollzogen worden ist, für immer gekrönt.

In der Passion und der Auferstehung zeigt Gott den Seelen eindeutig das letztendliche Ziel des Lebens auf Erden: Die Seele soll all ihre Sünden, Verführbarkeiten und weltlichen Anhänglichkeiten bedauern (Gründonnerstag), diese in all ihren Leiden und Prüfungen kreuzigen und mit Liebe Gottes Heilsplan aufopfern (Karfreitag), sie durch und in vollkommener Weihe an Maria zu Grabe tragen (Karsamstag), um aus Maria aufs Neue für das Göttliche Leben geboren zu werden (Auferstehung).

Die Seele, die in der Sünde stirbt, hat keinen Anteil an der Auferstehung der Liebe in sich, weil sie die Liebe in sich freiwillig gekreuzigt hat. Die Seele aber, die ihr Leben im Verlangen führt, die Sünde und Finsternis in sich fortwährend zu kreuzigen, wird von Gott mit der Gnade ihrer Auferstehung für das wahre Leben bekleidet. In dieser Seele ist die Liebe nicht getötet, sie hat nur für ihre Vervollkommnung gelitten und wird durch die Gnade der Auferstehung Jesu Christi aufs Neue geboren, zur Verherrlichung des Lichtes der wahren Liebe, Trägerin des Göttlichen Lebens. Ostern ist die absolute Krönung vom Sieg des Lichtes über die Finsternis. Die Auferstehung erinnert die Menschenseele an ihren Ursprung: Gottes Herz, Quelle und Ziel von allem Leben und von aller Liebe.

Die Seele kann die Finsternis in sich kreuzigen in jedem Sieg über eine Versuchung, über eine Schwäche, über eine Anhänglichkeit an weltliches Denken oder Verlangen, über eine Neigung, sich an ihrer Vergangenheit festzuklammern. Durch dies alles hilft sie, das Kleid ihrer Auferstehung zu weben, dessen Modell Gott vorbereitet hat, das durch Maria in dem Maße gestaltet werden kann, in dem die Seele sich Jener übergibt, Die das einzigartige Vorrecht eines absolut vollkommenen Lebensweges völlig verwirklicht hat. In dem Maße, wie die Finsternis in einer Seele stirbt, kommt das Licht in ihr mehr zum Leben und erlebt sie im tiefsten Sinne des Wortes das Ostermysterium: die Auferstehung für ein Leben los von allem, was sie an das Weltliche bindet.

Ostern ist daher das Fest der Verherrlichung und der Freiheit der Seele. Unter dem Alten Bund versprach Gott, dass die Seelen, die das Blut des geschlachteten Paschalammes an ihre Türpfosten streichen würden, während Er durch Ägypten ziehen würde um die Heiden zu schlagen, verschont werden. Unter dem Neuen Bund verspricht Gott, dass die Seelen, die das Blut des Osterlammes Christus in sich aufnehmen und es mit ihrem eigenen Blut vermischen wollen, indem sie Christus in ihrem eigenen Leben folgen und an die Früchte Seines Erlösungswerkes glauben, die wahre Befreiung erfahren werden. Der Unterdrücker ist nicht mehr der Pharao von Ägypten, sondern Satan, der große Feind von Gottes Werken.

Unter dem Alten Bund schlug Gott am jüdischen Paschafest die Ägypter, unter dem Neuen Bund schlägt Er zu Ostern Satan und sein Wirken in der Seele. Damit die Auswirkungen vom Ostermysterium des Neuen Bundes in der Seele zur Blüte kommen, muss die Seele daher erst das Erlösende Leiden Christi und Marias Miterlösende Schmerzen in sich verherrlichen, indem sie ihren Lebensweg zu einem Kreuzweg geweihter Leiden, einem Kreuzzug der Liebe umbaut zur Befreiung von sich selbst aus aller Finsternis.

Der wahre Weg zum Ostern der Seele ist der Weg der praktischen Anwendung der Liebe in jedem Detail des Lebens. Wahre Liebe ist der Wille, nicht zu sündigen, Gott auf keinerlei Weise zu missfallen. Es ist das Streben, jedem Mitgeschöpf, mit dem wir in Berührung kommen, das Gefühl zu vermitteln, dass Gott ihm nahe ist, damit unsere Gegenwart es Freude und Frieden erfahren lässt. Die Seele, die dies erstrebt, jeden Tag ihres Lebens, sammelt in sich die Gnade und das Licht, die ihre Auferstehung für die Ewige Liebe vorbereiten. Das wahre Christsein heiβt: das Ostermysterium im Alltag dadurch zu leben, dass Christus in der Seele lebt, wirkt und leidet und daher auch die Seele für das ewige Leben erwecken wird.

www.maria-domina-animarum.net/de/offenbarungen
Tina 13
„Der wahre Weg zum Ostern der Seele ist der Weg der praktischen Anwendung der Liebe in jedem Detail des Lebens.“