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Neue Figuren für Münchner Kirche: Mit der Motorsäge bearbeiteter Pappelstamm

Bild: Bericht über die letztes Jahr ausgestellten Werke in Sankt Paul.

(gloria.tv/ Erzbistum München) Fünf Werke des Bildhauers Rudolf Wachter prägen künftig den Chorraum der neugotischen St.-Pauls-Kirche in München. Die Holzreliefs mit dem Titel „Stationen“ waren vergangenes Jahr zusammen mit anderen Arbeiten des Künstlers im Rahmen der Ausstellung „Rudolf Wachter – Raumschnitte in St. Paul“ zu sehen.

Mit Unterstützung des Vereins „Ausstellungshaus für christliche Kunst“ und des Kunstreferats der Erzdiözese München und Freising konnten die fünf Objekte nun gekauft werden.

„Zahlreiche Besucher der Ausstellung, aber auch Kunstkritiker haben immer wieder betont, wie gut sich Kirchenraum und die Skulpturen Wachters zueinander fügten“, sagt Rainer Hepler, Pfarrer von St. Paul und Künstlerseelsorger der Erzdiözese München und Freising: „Deshalb freut es uns natürlich sehr, dass wir nun fünf der Werke dauerhaft bei uns im Chorraum der Kirche beheimaten können.“

Besonders beeindruckt zeigt sich Hepler davon, „wie Wachter aus dem Pappelstamm mit der Motorsäge im Dialog mit dem gewachsenen Baum Skulpturen schafft, die von verschiedenen Seiten gelesen werden wollen – und so einen Raum schaffen, den der Künstler selbst als sakral versteht“. Bei den Werken handelt es sich um tafelbild-ähnliche abstrakte Holzarbeiten, die durch Schnitte mit der Kettensäge und kalkulierten Schwund geformt sind. Die Wandreliefs sind in Analogie zum Kreuzweg Christi nummeriert und mit „Stationen“ betitelt.

Für Norbert Jocher, Leiter des Kunstreferats der Erzdiözese, ist Wachter „sicher einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart“. Die fünf für St. Paul erworbenen Werke seien wie die meisten der „existentiellen Skulpturen“ Wachters von „abstrakter Größe und Monumentalität – unabhängig von der tatsächlichen Größe“.

Wachter gehe es dabei „um die Auslotung formaler Möglichkeiten, die aber immer Bezug nehmen auf das Material Holz“, dabei legten Wachters Arbeiten „die amorphe Unendlichkeit dieses lebendigen Materials“ frei.

Der 1923 in Bernried im Bodenseekreis geborene Rudolf Wachter setzt sich seit Jahrzehnten mit Holz im Raum auseinander und hat wesentlich zur Erneuerung der zeitgenössischen Holzbildhauerei beigetragen. Der gelernte Schreiner studierte von 1949 bis 1956 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Conde_Barroco
*gäääääähn* Wie sagte der Nietzsche-Conde? Kunst ist tot...
UNITATE!
die kirche ist wunderschön neogotisch-direkt an der theresienwiese.doch innen hat vatikanum II bereits gewütet.der altarraum ist schäuslich-einzig der kreuzweg ist noch römisch katholisch.
Anstatt sich an Raum Schnitte zu erlaben, sollten sich Herr Jocher, Pfarrer Hepler und Generalvikar Beer eine Milchschnitte zu Herzen nehmen.

"Schafft das weg von hier. Macht das Haus meines Vaters nicht zum Kaufhaus!"