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Tradition und Glauben 10

Vatikan ändert den Katechismus bezüglich der Homosexualität (Nr. 2358)

8. August 2018Traditio et Fides

8. August 2018Traditio et Fides


Wie der Blog eponymousflower unter der Berufung auf den Blog von Father Zuhlsdorfer berichtet, welcher wiederum es jemand zugetragen hatte, hat der Vatikan auf seiner englischsprachigen Internetseite den Katechismus Nr. 2358 verändert, sodass jetzt, nach der neuen, „evolvierten“ Version, da sich nach Franziskus die Wahrheit verändert, die homosexuelle Neigung (propensio) an sich nicht mehr „objektiv ungeordnet“ (obiective inordinata) ist.

Was bedeutet „objektiv ungeordnet“?

Das ist ein Fachbegriff der Moraltheologie, der bedeutet, dass etwas an sich schlecht, moralisch verwerflich und unter keinen Umständen gut sein kann. Weil alles Gute auf Gott hingeordnet ist, so stellt sich alles, was „objektiv ungeordnet“ ist, gegen Gott und stellt daher Materie der schweren Sünde dar.

Nehmen wir ein Beispiel: mit einem spitzen Schraubenzieher, aus 1 m Höhe auf die Tastatur einzustechen ist „objektiv ungeordnet“, was die Funktionsfähigkeit des Rechners anbelangt. Tue ich dies, z.B. aus der Lust des Stechens (Doppeldeutigkeit beabsichtigt) heraus, dann:

a. beschädige ich die Tastatur,

b. führe vielleicht einen Kurzschluss herbei, der zum Rechnerausfall führt,

c. beschädige höchstwahrscheinlich den Schreibtisch.

Wenn also die Ordnung der Rechnerbedienung darin besteht, dass man mittels der Tastatur Zeichen auf den Monitor überträgt, dann ist die Zerstörung der Tastatur „ungeordnet“, weil sie sich dieser objektiven Rechner-Ordnung wiedersetzt. Sagt jemand aber:


Na gut, was die Bedienung des Rechners anbelangt, ist es „ungeordnet“, aber was den Bizeps- oder Stechtraining anbelangt, ist es geordnet.

Diesem wäre zuzustimmen, wenn man annimmt, dass es keine eine objektive Ordnung gibt, sondern mehrere parallele Ordnungswelten gibt (Rechner-Ordnung gegen Stech-Ordnung), die manchmal miteinander im Konflikt liegen. Denn steche ich auf die Tastatur ein, dann kann ich mit dieser Tastatur keinen Rechner bedienen, obwohl ich dadurch mein Stech-Training absolviere. Der Stech-Training verhält sich also konträr zur Rechnerbedienung.

Dennoch gibt es im Bereich der Moral keine parallelen Ordnungswelten, sondern nur die eine göttliche Ordnung, die von Gott gegeben wurde und die sich im Naturrecht wiederfindet.

[...]

Leider wurde schon im Katechismus von Johannes Paul II Homosexualität viel zu positiv bewertet, entgegen der überlieferten Lehre der Kirche, so lesen wir darin:


Keuschheit und Homosexualität

2357
Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet [Vgl. Gen 19, 1–29; Röm 1,24–27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10], hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen (Vgl. dazu auch 2333).

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern (Vgl. dazu auch 2347).

So lesen wir in 2357 von kultureller Beurteilung, darüber, dass „ihre psychische Entstehung weitgehend ungeklärt ist“, was nicht stimmt. Es ist eine sexuelle Perversion, die einer Persönlichkeitsstörung entwächst. Interessanterweise lautet die deutsche Übersetzung des lateinischen Originaltextes:

actus homosexualitatis suapte intrinseca natura esse inordinatos

die richtigerweise wie folgt heißen würde:

die homosexuellen Akte sind ihrer Natur nach ungeordnet

lautet, wahrscheinlich in der Übersetzung der deutschen Jesuiten, wie folgt:

„dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“.

Was bedeutet aber „nicht in Ordnung“? Das ist doch Jugendsprache! Nr. 2358 spricht von „tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“, welche ebenfalls ein LGTB-Unsinn ist. Denn viele Homosexuelle sind bi- oder gar pansexuell und Sie finden kaum einen homosexuellen Mann, der keine sexuelle Erfahrungen mit Frauen hatte.

[...]

Kehren wir aber zu der Änderung von Nr. 2358 zurück. Während in der Kathpedia-Ausgabe sich die Worte „objektiv ungeordnet“ einfinden, ist dieser sehr wichtiger Ausdruck in anderen deutschen Katechismusausgaben wie hier oder hier nicht zu finden. Was bedeutet das? Dass unsere lieben, deutschen Jesuiten, es schon früher umgeschrieben haben. Vielleicht wird der ganze Katechismus umgeschrieben, ohne das wir es merken? Vielleicht muss eine Catechism-Watch errichtet werden? Das also, was die Amerikaner jetzt entdeckt haben, besteht in der deutschen Fassung seit langem.

Wärend wir also in der lateinischen Originalfassung noch die Worte „objektiv ungeordet“ lesen:


finden wir diese Worte in der deutschen Fassung auf der Vatikan-Seite nicht:

Wir lesen nur etwas von den armen Opfern, die sich „ihre Veranlagung“, die es ja nicht gibt, „nicht selbst gewählt haben“. Über die Art und Weise dieser „Veranlagung“ finden wir aber nichts. Ist sie nicht schlecht oder „objektiv ungeordnet“, dann macht aber der nachfolgende Text keinen Sinn. Warum sich mit dem „Kreuzesopfer vereinen“? Warum nach Nr. 2359 keusch leben? Eigentlich ist dieser Text blasphemisch. Jemand spürt die Neigung zur sexuellen Perversion nr. 32 und indem er sich dieser enthält „vereint er sich mit dem Kreuzesopfer des Herrn“? Er ist also ein Miterlöser? Man kann aber Gott nur das opfern, was an sich gut und rein ist.

[...]


Lesen Sie alles unter: traditionundglauben.com/…/vatikan-aendert…
Kommentieren
Kosovar
Schwul sein ist nicht normal denn wenn es Normal wäre dann könnten Schwule Kinder zeugen und da das nicht geht, kann man auch niemals diese Partnerschaft mit der Ehe gleichsetzen und diese "Orientierung" normal nennen
Theresia Katharina gefällt das. 
Josephus
Wird der Papst jetzt auch die Heilige Schrift insoweit ändern?
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Sancta
Was ist mit der Kirche los?
Drunter und drüber, nur mehr Chaos!
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Lichtlein gefällt das. 
Aber nicht nur Homosexuelle müssen keusch leben, alle Heterosexuelle außerhalb der Ehe ja auch.

Wenn man aber die Homosexualität lebt, ist noch viel schlimmer. Auch im weltlichen Verständnis. Eine wahre Erzählung eines ehemaligen Arbeitskollegen von mir.

Seine Schwester beschloss nach 20 Jahre glücklicher Ehe mit Kindern den Mann zu verlassen und lesbisch zu werden. Kinder waren schon aus dem … Mehr
Heilwasser
Den neuen KatiSchismus (von Katastrophe u. Schisma) kauft niemand (hoffentlich) !
Außerdem muss man befürchten, dass er von Woche zu Woche schon wieder
überholt ist.
************
Die Wahrheit ist unveränderbar, unverhandelbar, unwandelbar,
unverwüstbar, unüberwindbar.

Das Kreuz ist unbesiegbar ! --->Man wird sehen !
Ministrant1961 gefällt das. 
alfredus
Der hl. Paulus sagt : .. sie werden sich eine Religion schaffen, die den Ohren schmeichelt .. und hinsichtlich der Homosexualität, muss man daran erinnern, dass Gott ganze Kulturvölker durch diese Sünden hat untergehen lassen. In einer schmeichelden Art und als Barmherzigkeit und Gutmenschentum getarnten Weise, will man diese Sünde hoffähig machen und das Natur-Gesetz außer Kraft setzen. Wenn … Mehr
Theresia Katharina gefällt das. 
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a.t.m
@Theresia Katharina Wenn sie nun Geld für den häretischen KKK ausgeben, wäre es das selbe wie mit der neuen häretischen Einheitsübersetzung, sie würden mit diesen Geld nur die "AFTERKIRCHE" finanziell unterstützen, weil eben diese aus jeden Buchverkauf einen Gewinn lukriert. Daher wenn sie den Beweis haben möchten, einfach auf der Vatikanseite im offiziellen KKK blättern hier
www.google.com/… Mehr
Eugenia-Sarto gefällt das. 
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@Eremitin Verstehe ich, werde ihn aber trotzdem kaufen, weil ich einen Nachweis für diese Häresie haben möchte. Ich habe mir daher auch die neue Einheitsübersetzung gekauft, damit ich Schwarz auf Weiß die Irrtümer habe!
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Eremitin
trotzdem werde ich mir KEINEN neuen Katechismus kaufen
alfredus gefällt das. 
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