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Tradition und Glauben 1 4

Interkommunion oder der Vorstoß der deutschen „Konzilsritter“

28. Juni 2018Traditio et Fides

Da wir davon ausgehen, dass alle unsere Leser die Schreckensmeldungen der Franziskus-Herrschaft verfolgen, so dürfen wir als bekannt voraussetzen, dass die Meldung, wonach Vatikan der DBK-Interkommunionlösung zugestimmt hat, allen bekannt ist. Warum also dieses Hin-und-Her? Weil es Kayfabe oder ein Schaukampf ist.

Wie führt man die allgemeine ökumenische Messe ein?

Indem man schrittweise vorgeht:

Man bitten eine befreundete, deutsche Bischofskonferenz die Interkommunion „in Einzelfällen“ an protestantische Ehegatten zu spenden,
Diese „Einzellösung“ wird von anderen Bischofskonferenzen der Welt als ein Grundsatz der Kommunionspendung an alle Protestanten umgesetzt (siehe Handkommunion),
Weil die Protestanten schon zur Kommunion gehen, steht einer „neuen ökumenischen Messe“ nichts im Wege.

Natürlich mussten vorher die Rollen verteilt werden, wie im Kasperle-Theater: Seppel, Wachtmeister, Hexe, Krokodil (bitte selbstständig einführen).

Was wird die „neue ökumenische Messe“ sein?

Irgendein paganer Kult der Mutter-Erde, versteckter Luziferianismus. Die neue Amazonas-Synode will nicht nur den Priesterzölibat aushebeln, „in begründeten Einzelfällen des Amazonas-Gebiets“, sondern auf Katholiken von den Heiden etwas lernen lasse, wie sehr anschaulich H. Reed Armstrong darstellt. Wir stehen wirklich an der Pforte einer luziferischen Einheitsreligion, die Schritt für Schritt umgesetzt wird. Der geforderte Gesamtrücktritt der chilenischen Bischofskonferenz macht allen Bischofskonferenzen klar, wohin ein eventueller Widerstand führen wird. Keine rosigen Aussichten.

Warum es aber so versteckt tun?

Ein geradliniger Mensch würde sich fragen: Warum tun sie es nicht offen? Warum sagen sie nicht:

Wir haben den Glauben an Gott verloren.
Wir wollen einen neuen Glauben einführen.
Weil wir eine Bande von ungläubigen Sodomiten sind.


Warum verkaufen Sie das Gift als etwas Wohltuendes und Gutes (Vat. II)?

Weil das Betrügen und die Augenwischerei den eigentlichen Kick ausmacht. Weil es diabolische Narzissten sind. Sie verkaufen ein Sakrileg als eine „barmherzige Hilfe in der familiären Notlage“, siehe Originalton DBK:

„Da eine generelle Zulassung des nichtkatholischen Teils einer konfessionsverbindenden Ehe zur vollen Teilnahme an der katholischen Eucharistiefeier nicht möglich ist, ist eine persönliche Gewissensentscheidung gefragt, die Menschen nach reiflicher Überlegung im Gespräch mit ihrem Pfarrer oder einer anderen mit der Seelsorge beauftragten Person treffen sollen. Da der Empfang der heiligen Kommunion nie nur ein individuelles Geschehen ist, sondern immer die Gemeinschaft der Kirche berührt, bedarf die persönliche Entscheidung einer festen Einbindung in das Leben der Kirche. Eine wichtige Rolle spielt deshalb das seelsorgliche Gespräch, in dem eine gute Lösung für jeden Einzelfall gefunden werden kann. Hier ist auch ein Ort, über das Sakrament der Versöhnung zu sprechen.“

Ist das eindeutig? Nein.

Ist es verständlich? Nein.

Kann jeder das nach seiner Façon interpretieren? Ja.

Wie die Konzilstexte? Ja.

Und ein altes katholischen Mütterchen, falls es deren noch gibt, wird jetzt wirklich zugeben, dass


„unsere lieben Bischöfe, die es so schwer haben, etwas wirklich Liebes für die armen Protestanten getan haben, die es auch so schwer haben“.

Was wir dadurch erreicht?

Protestanten empfangen die sakrilegische Kommunion, begehen eine Todsünde und ihnen droht die Hölle,
Priester teilen wissentlich die sakrilegische Kommunion, begehen eine Todsünde und ihnen droht die Hölle,
Katholische Ehepartner, die das befürworten begehen eine schwere Fremdsünde, da sie zur sakrilegischen Kommunion raten oder dieser nicht wehren, begehen eine Todsünde und ihnen droht die Hölle.

Es reicht also nicht, dass ehebrecherische Katholiken sakrilegische Kommunionen empfangen, das Mass der Sünde muss vergrößert werden durch die protestantischen Ehegattin und letztendlich alle Protestanten. Die soll auch zur Spaltung des Klerus führen, zu einem zuerst inneren und dann äußeren Schisma, denn ein paar Priester werden sich sicherlich weigern dies zu tun, obwohl kaum in D, A und CH. Wie sehr treffend Hilary Whiteschreibt, so wie durch Amoris Laetitia sich in der Kirche kein Platz für gemäßigte orthodoxe, konservative Priester finden lässt, die irgendwie unter JP2 und B16 überleben konnten, so wird sich nach Cor orans kein Platz für orthodoxe kontemplative Nonnen finden lassen. Sie werden alle ins Schisma getrieben. Immer stärker, immer konsequenter. Das ist das Ziel. Eine vom Gegenpapst Franziskus betriebene Spaltung der Kirche, denn welcher richtiger Papst würde das betreiben wollen?

[P.S,] Hier etwas Tröstliches fürs Herz: das Herz-Jesu. Dieser Beitrag ist leider untergegangen, dabei ist dies das Gegengift.

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