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Heilwasser
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An "sola-scriptura-Christen": Ist es biblisch, dass die Mutter Jesu auch unsere Mutter ist? Gründe eurer Ablehnung

An "Sola-scriptura-Christen": Ist es biblisch, dass die Mutter Jesu
auch unsere Mutter ist? Gründe eurer Ablehnung

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer
Bibelchristin. Sie meinte, wo stünde in der Bibel, dass
Maria unsere Mutter sei. Überraschenderweise, was
mich wunderte, akzeptierte sie die Gottesmutterschaft
Mariens entsprechend der Festlegung des katholischen
Konzils von Ephesus 431 (Maria ist Theotokos=Gottes-
gebärerin). Das erleichterte zwar das Gespräch sehr,
doch wo liegt dann das Problem, dachte ich. Während
dem Zuhören, was sie mir so vorbrachte, suchte ich eine
der schönsten Bibelstellen über die Mutterschaft Mariens.
Nachdem ich sie fand - "Ich bin die Mutter der schönen
Liebe und der Furcht, der Erkenntnis und der heiligen
Hoffnung"(Sir 24,18) - wollte ich sie in meiner EÜ nach-
schlagen, doch Vers 18 fehlte. In meiner Allioli-Arndt-
Übers. der Hl. Vulgata fehlt dieser Vers auch, in der Hl.
Vulgata der tridentinischen Messtexte n. Pius V. ist sie
enthalten. Tja, da wundert es mich nicht, wenn die Dame
am Telefon die Stelle nicht kennt. Ob da wieder die
Bibelfälscher am Werk waren ?

Auch ohne Vers 18 geht aus dem Gesamtkontext
hervor, dass es sich um die "geschaffene" Weisheit
handelt und wer anderes könnte das sein als Maria,
die Mutter Jesu, die wir als "sedes sapientiae" verehren,
womit das Selbstzeugnis der "Mutter der schönen Liebe"
von Vers 18 bestätigt wäre.

Aber machen wir einen Sprung ins NT. Am Kreuz spricht
der Heiland: "Siehe deine Mutter"(Joh 19,27). Mit diesen
erlösenden Worten drückt Jesus seine Hinterlassenschaft
an Johannes aus, der den Erlöser sterben sieht. Maria, die
Braut des Heiligen Geistes, sollte fortan seine Mutter sein,
die Mutter des Priesters und damit aller Priester und
schließlich aller Menschen, da das Volk Gottes
als eine heilige Priesterschaft im Sinne des allgemeinen
Priestertums, der allgemeinen Opferbereitschaft, erkauft
wurde. Maria sollte Beistand, Trösterin, Helferin und
Mutter aller Opfernden sein, denn Jesus hat es so ge-
wünscht. (Dass nicht alle Menschen den Erlöser annehmen,
ist tragisch, aber Christus wollte von sich aus alle erlösen
und allen eine Mutter geben.)

Die Bibelchristin am Telefon meinte nun, sie bräuchte
keine weitere Mutter, worauf ich antwortete, dass wir
Katholiken unmöglich auf so eine wunderbare himm-
lische Mutter verzichten könnten. Das machte sie etwas
sprachlos, blieb aber dabei.

Was soll man da noch sagen?

Selbstverständlich ist die Mutter Jesu auch unsere Mutter,
weil sie in Jesus den ganzen Mystischen Leib Christi ge-
boren hat. Man könnte das jetzt lang und breit ausführen,
aber ich denke der Grund der Ablehnung Mariens als un-
sere Himmelsmutter dürfte im Nichtwollen liegen, das oft
tiefere seelische Gründe hat, z.B.:

- fehlende Mutterliebe in der Familie
- schwierige Mutterbeziehung gehabt
- hartnäckige Gehirnwäsche durch Bibelkreisvorsteher, die
meist eine gezielt antikatholische Lesart anbieten. Begreifen
diese Leute, dass sie die großartige Auslegungsgemein-
schaft der Kirche ablehnen? All die wunderbaren und hoch-
begnadeten Kirchenväter u. Heiligen ? Zudem alle Mystiker?
Hochmut lässt sich leicht täuschen. Luther hatte den Ich-
Götzen in sich aufgestellt und seine falschen Thesen stecken
immer noch eingepflanzt in den Köpfen.
- das hohe Bild der Muttergottes überfordert sie bzw. sie
schauen nur neidisch darauf
- prinzipiell nicht eingestehen wollen, dass die katholische
Mariologie nun mal richtig ist
- fehlendes Wissen über die Muttergottes
- Unglaube in Bezug auf unzählige Marienerscheinungen,
was einer Leugnung der Realität gleichkommt
- einer der unschuldigsten Gründe: sie haben eine schlechte
Bibelübersetzung, die es ihnen schwer macht ..... obwohl:
so unschuldig ist das nicht, wenn man auf der falschüber-
setzten Lutherbibel beharrt. Luther war kein Kirchenlehrer,
sondern ein Kirchenzerstörer. Seine wirklichen Zitate lassen
grüßen.

Letztlich hängt es am Willen: Wer will, findet genug Beweise
für die Mutterschaft Mariens. Sie ist wahrhaft die Mutter Jesu
und auch unsere Mutter !

Wer suchet, der findet, denn .... sie lässt sich finden und
kommt den Menschen sicher entgegen, doch sie zwingt
niemanden. Liebe zwingt nicht.


"Ich bin die Mutter der schönen
Liebe und der Furcht, der Erkenntnis und der heiligen
Hoffnung"(Sir 24,18).
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gennen
@Heilwasser der wichtigste Satz hat Jesus, seiner Mutter gesagt, als sie unterm Kreuz stand. Er sagte zu Johannes: "Siehe hier deine Mutter" und zu seiner Mutter sagte er " Siehe hier dein Sohn". Das ist für mich der Satz wo er, Jesus Christus uns seine Mutter, als Mutter gibt.
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Ich drück mal ein Auge zu.
gennen
Warum? Habe ich etwas Falsches geschrieben?
Ich bin sicher, Sie finden es.
gennen
So, ok.
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