Sprache
Klicks
33
Tina 13 4 7

Barmherziger Gott, deine Kirche kann nicht bestehen ohne dich, sie lebt allein von deiner Gnade. Reinige und festige sie und führe sie mit starker Hand.

Barmherziger Gott, deine Kirche kann nicht bestehen ohne dich, sie lebt allein von deiner Gnade. Reinige und festige sie und führe sie mit starker Hand.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Der Ordnung der gegenwärtigen Welt gegenüber kann der Christ nicht gleichgültig sein. Staat und Gesellschaft verlangen seine Mitarbeit (13,1-7). Jedem das Seine, keinem etwas schuldig bleiben: damit ist die Forderung menschlicher Gerechtigkeit erfüllt, eine klare Ordnung ist geschaffen, aber auch eine saubere Trennung. - Mit „Gesetz“ meint Paulus in Vers 8 nichts anderes als das mosaische Gesetz, genauer: die Zehn Gebote. Das alte Gesetz konnte dem Menschen nur zum Bewusstsein bringen, dass er das Böse tat; es gab ihm nicht die Kraft, das Gute zu tun (Röm 7,7-25). Auch wir können die Forderungen des Gesetzes nicht erfüllen, wir sind nicht besser als das Israel des Alten Bundes. Aber was das Gesetz nicht vermochte, „das tat Gott“ durch Jesus Christus (Röm 8,4). Christus hat das Gesetz erfüllt und uns von der Knechtschaft des Gesetzes freigemacht. Jetzt erst ist sichtbar geworden, dass die Nächstenliebe, die ja auch im Alten Testament gefordert wird, nicht eines der Gebote ist, auch nicht die Summe aller anderen Gebote, sondern ihre Seele, ihr ganzer Sinn. Die Liebe ist nicht das vollkommene Gesetzeswerk, sie ist die Frucht des Geistes, der uns geschenkt wurde (Röm 5,5). Von der Liebe zu Gott spricht Paulus hier nicht. Diese heißt bei ihm „Glaube“ und „Treue“. Der Glaube aber verwirklicht sich in der Liebe zum Nächsten. - Ex 20,13-17; Lev 19,18; Gal 5,6.14; 1 Kor 13,4-7.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer
Brüder!
Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Wohl dem, der gütig ist und zum Helfen bereit.

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.
Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;
denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger.
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt.


Der Aufforderung: „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil“ (V. 12) folgt die Begründung: „denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt“ (V. 13). Wie soll man dieses „denn“ verstehen? Ist es logisch zu sagen: Weil Gott alles tut, darum habt ihr alles zu tun? Logisch ist das nur auf der Ebene religiöser Erfahrung: wenn der Mensch in die Nähe Gottes geraten ist und begreift, dass Gott in ihm sein Werk begonnen hat, so kann er darauf nur mit Furcht und Zittern die Antwort des Glaubens geben und versuchen, dem göttlichen Tun irgendwie zu entsprechen. Wie weit es ihm gelingen wird, darüber macht er sich keine Illusionen. Aber am „Tag Christi“ wird Gott selbst diesen „Gottesdienst des Glaubens“ (V. 17) anerkennen und vollenden; so wie er die Gehorsamstat Jesu vollendet hat. Dann wird dem Apostel und seiner Gemeinde aus „Furcht und Zittern“ die Freude geboren, die schon jetzt, in der Zeit der Hoffnung und im Dunkel dieser Welt (V. 15), die heimliche Quelle ihrer Kraft ist. - Zu 2,12-13: Phil 1,26-27; Ps 2,11; Röm 10,16; 2 Thess 1,8; Joh 15,5. - Zu 2,14-16: 1 Petr 4,9; Mt 12,39; Dtn 32,5; 1 Petr 2,9. - Zu 2,17-18: 2 Kor 12,15; 2 Tim 4,6; Röm 15,16.

Müht euch um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper
Liebe Brüder - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil!
Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren guten Willen hinaus.
Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel mitten in einer verdorbenen und verwirrten Generation, unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.
Haltet fest am Wort des Lebens, mir zum Ruhm für den Tag Christi, damit ich nicht vergeblich gelaufen bin oder mich umsonst abgemüht habe.
Wenn auch mein Leben dargebracht wird zusammen mit dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, freue ich mich dennoch, und ich freue mich mit euch allen.
Ebenso sollt auch ihr euch freuen; freut euch mit mir!

Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.
Ich bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!

Halleluja. Halleluja.
Wenn man euch um des Namens Christi willen beschimpft,
seid ihr selig zu preisen;
denn der Geist Gottes ruht auf euch.
Halleluja.


Jesus geht voraus, viele Menschen folgen ihm auf dem Weg nach Jerusalem; werden sie auch bis nach Golgota mitgehen? Jesus nennt ihnen die scharfen Bedingungen der Nachfolge: Bereitschaft zum Verzicht auf Familie, Freunde, auf Ehre und Leben, auf allen Besitz (V. 26-27.33). Wer sich zur Nachfolge entschließt, muss wissen, was er wagt; er muss seine Kräfte und Möglichkeiten prüfen wie jemand, der einen Bau ausführen oder einen Krieg unternehmen will (V. 28-32). Besagen die beiden Gleichnisse auch, dass die Nachfolge jedem freigestellt ist? Das Gleichnis vom Gastmahl (gestriges Evangelium) empfiehlt eine solche Deutung nicht. Aber Jesus verlangt nicht von allen das Gleiche, von keinem das Unmögliche. Er ruft jeden auf seinen ihm eigenen Weg. Die Forderung zu größerem Verzicht hat als Voraussetzung und als Ziel die größere Liebe. - Wer aber Jesu Jünger geworden ist, der ist „Salz der Erde“ in der Hand Gottes; er kann nicht mehr zurück, oder er wird „weggeworfen“ (V. 35). - Zu 14,25-27: Mt 10,37-38; Lk 22,26-28; Dtn 33,9-10; Lk 18,24-30; Mk 8,34; Joh 12,26. - Zu 14,28-31: Spr 24,6; Lk 9,61-62.

Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten; wandte er sich an sie und sagte:
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen?
Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.


(Schott)

Schott (Album)
Kommentieren
Tina 13 hat diesen Beitrag in Ehre und Schande liegen in der Rede; die Zunge ist des Menschen Untergang. verlinkt.
Hildegard51
Betrachtung am 7. November - Die Stunde der Rechenschaft

Es zittert, Herr, das Mark in den Gebeinen,

Kommt jene ernste Stunde mir zu Sinn,

Wo ich vor dir, dem Richter, muss erscheinen,

Da - übst du Strenge - ich verloren bin.

1. Viele leben nun so, als hätten sie sich selbst erschaffen, und wollen keinen Herrn über sich erkennen. Aber es kommt eine Stunde, eine unendlich bittere Stunde, wo … Mehr
Theresia Katharina gefällt das. 
diana 1
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer
Brüder!
8Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt."
Theresia Katharina gefällt das. 
Gestas gefällt das. 
Tina 13
„Der Ordnung der gegenwärtigen Welt gegenüber kann der Christ nicht gleichgültig sein.“
Theresia Katharina gefällt das. 
2 weitere Likes anzeigen.
Tina 13
Barmherziger Gott, deine Kirche kann nicht bestehen ohne dich, sie lebt allein von deiner Gnade. Reinige und festige sie
und führe sie mit starker Hand.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Theresia Katharina gefällt das. 
2 weitere Likes anzeigen.