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jean pierre aussant 7 11

DIE APOLOGETIK DER ABTREIBUNG ODER DIE KUNST DER FALSCHEN SEMANTIK.

(Aufgrund dieses Artikels wurde ich von der Zeitung "Freitag.de" gesperrt. Die "sehr intellektuellen" Mitläufer der Politischen Korrektheit haben doch Angst vor der Wahrheit. Jämmerlich...)

Abtreibung: Einführung zu einer verbotenen Debatte.

Die falschen Argumente, die alle ausnahmslos sehr leicht zu widerlegen sind, lassen natürlich diese Frage aufkommen: Hat im Abendland die (ehrliche und objektive) Debatte über die Abtreibung überhaupt stattgefunden?

Hier die grundlegende Argumentation:

1) Die “Pro-Life“ sind intolerant:

Ist die schlimmste Intoleranz und Diskriminierung aller Zeiten nicht gerade ein unschuldiges, wehrloses, zerbrechliches neues Leben zu zerstören?

2) Es ist eine private und persönliche Sache, die ausschließlich die Frau und ihren Körper betrifft?

Grundfalsch. Der Embryo (ungeborenes Kind) liegt zwar (örtlich betrachtet) im Körper der Frau. Präziser gesagt im Uterus. Gleichwohl der Embryo ist auf keinen Fall ihr Körper. Die Chromosomen, Gene und D.N.S (Desoxyribonukleinsäure) sind die eines komplett neuen Wesens. Wer das Gegenteil behauptet, lügt entweder, oder er ist völlig ignorant.

Zudem existiert niemand nur zu 50%. Man ist oder man ist nicht, To be or not to be, être ou ne pas être. Ein Fötus gilt in sich und per se, Hillary Clinton, Carla Bruni, Madonna, Maradona, Putin oder Rasputin…Niemand existiert nur “halb“.

Es gibt eine Unantastbarkeit und eine Gleichheit des "SEINS", die nicht verhandelbar ist.

3) Was legal ist, soll sowieso nicht mehr diskutiert werden:

Die größten Widerstandskämpfer in der Geschichte haben immer gegen die Legalität des Moments gekämpft. Zwei Beispiele unter vielen anderen: Dietrich Bonhoeffer (In Nazi-Deutschland), Nelson Mandela (im schrecklichen Apartheid-System, das in Süd-Afrika herrschte), jeder auf seine Weise handelte im Kontext der Epoche völlig gesetzwidrig. Gleichwohl hatten sie natürlich recht. Jetzt werden sie, zu Recht, als Helden betrachtet… Jedes Gesetz das gegen die Unantastbarkeit der menschlichen Würde verstößt, verliert ipso facto seine Gültigkeit. Dann wird es nicht nur eine Möglichkeit, sondern auch eine ethische Pflicht, es zu bekämpfen. Die Grenze der Legalität liegt genau da, wo das menschliche Gewissen anfängt…

4) Es hat zu tun mit der Emanzipation der Frau:

Ein weiblicher Fötus ist eine Frau (zwar ganz am Anfang ihres Lebens), die von einer anderen Frau umgebracht wird. Wie originell als Fortschritt für die Rechte der Frauen! Die einen können die anderen töten…Sehr originell sogar…Nein dieses Argument ist Selbstverständlich ein Affront gegen den gesunden Menschenverstand.

5) Die Welt ist sowieso schrecklich, ich habe kein Geld, mein Kind würde zum Scheitern verurteilt, es ist letztlich besser, dass es nicht lebt.

Um konsequent zu sein: Wer so spricht, sollte nicht nur vorschlagen, dass man alle die Unzufriedenen auf dem Planet umbringt (Obdachlose, Kranke, etc.), sondern auch anfangen sich selbst zu töten. Niemand hat das Recht, die Entscheidung für ein anderes Wesen zu treffen (und auch nicht für sich selbst, schließlich haben wir uns nicht selbst geschaffen). Übrigens, Gott sei Dank, haben unsere Vorfahren (deren Lebensbedingungen viel schlimmere waren als unsere) nicht so reagiert, sonst würden wir nicht einmal dasein, um darüber zu diskutieren...

Ab welchem Wohlstand oder Zufriedenheitsniveau ist das Leben lebenswert? Ab wann soll es erlaubt sein zu leben? Wer kann diese Frage überhaupt beantworten? Sind wir alle hier sicher, so zufrieden zu sein, um weiter leben zu dürfen?

6) Abtreibungen haben sowieso immer stattgefunden, infolgedessen wäre es unsinnig, sie gesetzlich zu verbieten:

Diebstähle, Vergewaltigungen, Morde aller Art, haben auch immer existiert, soll man sie auch legalisieren? Ist das wirklich ein Argument?

So was zu behaupten ist schon wieder ein Affront gegen den gesunden Menschenverstand.

Außerdem gab es vor der Legalisierung viel weniger Abtreibungen als heute, und die, die das leugnen, lügen.

7) Früher haben sich Frauen körperlich verletzt indem sie abgetrieben haben:

Die Legalisierung habe also irgendwie die Waffen verbessert um sauberer töten zu können, mit weniger Gefahr, nicht für das Opfer, sondern für die Person die tötet … Soll das ein Fortschritt sein?? Das Leben, das von Gott stammt, unter besseren Bedingungen auslöschen zu können? Nein, dieses Argument ist moralisch natürlich unhaltbar.

Außerdem vergisst man hier ein kleines Detail:

Das ungeborene Kind wird nicht nur verletzt, sondern immer umgebracht…

8) Die Übervölkerung: Wir sind schon zu viele auf der Welt:

Dieser Begriff oder genauer gesagt dieser Mythos wird mehr und mehr eine "List" der anti-katholischen und Pro-Abtreibung tätigen internationalen Organisation „Family planning“, die diese Ausrede nutzt, um ihr Diktat durchzusetzen. In Indien, zum Beispiel, gibt es heutzutage nur noch 3 Kinder pro Familie. Wer weiß das? Niemand! Die Information geht einfach nicht in die Medien... Übrigens, rechtfertigt sowieso keine Übervölkerung den Mord an Menschen (ob Erwachsenen oder noch Ungeborenen)

9) Wir wissen sowieso nicht ab wann das Leben anfängt, dann ist alles egal…und nicht so schlimm.

Es wird behauptet, dass da wir nicht genau wissen wann das Leben anfängt, Abtreibung so oder so nicht so schlimm sein kann…Es wird behauptet, vielleicht sei es sogar nötig ein Gedächtnis zu haben, um als Mensch eingestuft werden zu können…(Dadurch wird vergessen, dass ein Baby, das gerade geboren ist, auch kein Gedächtnis hat. Wollen wir auch die geborenen Babys töten?). Aus evidenten biologischen Gründen ist das falsch. Die Genetik betont, dass ab der Befruchtung, das ganze genetische Erbe des neuen Menschen schon da ist (23 Chromomen aus dem Spermatozoon und 23 aus dem Oozyt). Aber, sogar wenn das wahr wäre, sogar wenn wir nicht wüssten ab wann das Leben anfängt, dann wäre es noch wesentlicher, es ganz am Anfang des Vorgangs anzusetzen. Ohne es zu wissen, bestätigen diejenigen, die dieses falsche Argument darlegen, die Notwendigkeit, Abtreibung zu verbieten. Tatsächlich, wenn das menschliche Leben nicht mit der Befruchtung anfängt, dann ab Wann????

Ja, wenn nicht ab der Befruchtung, ab wann hat dann das neue menschliche Wesen das Recht geschützt zu werden und weiter leben zu dürfen???

Ab zwei Minuten oder zwei Stunden nach der Befruchtung?

Oder zwei Tage?

Vielleicht eine Woche?

Oder einen Monat danach?

Sechs Monate?

Zwei Stunden vor der Geburt?

Oder anderthalb Stunde nach der Geburt??????

Eine Woche nach der Geburt?

Oder mit zwei Jahren, als das Kind fängt an ein paar Wörter sagen zu können?

Vielleicht mit sieben Jahren, als das Kind anfängt, sich als soziokulturelles Wesen wahrzunehmen?

Und warum nicht mit achtzehn, als der Mensch abstimmen kann???

Wir sehen jetzt, mit solchen Argumenten, was für eine Pandorabüchse geöffnet wird. Eine Pandorabüchse, die alle Exzesse erlaubt und die letztendlich notwendigerweise zur kompletten Instrumentalisierung und Verdinglichung des Menschen führen würde. Kurzum, die Hölle auf Erden, in der im Endeffekt die Starken entscheiden werden, wer leben darf und wer nicht.

10) Gibt es einige Fälle, in denen eine Abtreibung nachvollziehbar wäre?

Doch, diese Fälle existieren.

-Vor allem, wenn das Leben der Mutter gefährdet wird während der Entbindung (was, ehrlich gesagt im Abendland extrem selten ist).

-Wenn aus evidenten medizinischen Gründen der Fötus nicht lebensfähig ist.

-Im Sonderfall einer Vergewaltigung wäre es eigentlich logischer den Vergewaltiger umzubringen, anstatt das ungeborene Kind,... das immer unschuldig ist…

Diese Fälle sind aber selten (alle zusammen weniger als 1% der gesamten Abtreibungen), und infolgedessen ändern sie den Kern des Problems überhaupt nicht. Sie werden aber benutzt, um die ganze Debatte zu vermeiden. Zwar sind einige Wahrheiten frontal unangenehm zu erkennen…

Übrigens, wie kann man die Tötung 99% der ungeborenen Kinder rechtfertigen, um 1% ungerechte Fälle zu vermeiden??? Hier haben wir es auch schon wieder mit einem Affront gegen den gesunden Menschenverstand zu tun.

Letztendlich ist Abtreibung ein Mord, aber ein Mord ohne Mörderinnen. (und das ist nicht paradox.) Die meisten Frauen, die sie erlebt haben, sind sich dessen nicht bewusst, was sie gemacht haben. Vielmehr tragen die Gesetzgeber und die Prinzen unserer kulturellen anti-christlichen „politisch-korrekten“ Weltdiktatur die Hauptschuld, und zwar besteht diese Schuld in der Erfindung einer verkehrten Semantik, wo das "Gute" böse genannt wird und wo das "Böse" normalisiert wird. Diese Schuld liegt an der Erfindung einer Kultur des Todes, in der wir in aller Ruhe, unsere Missetaten verbreiten können ohne jedes Schuldgefühl zu haben. Letztendlich sind die Frauen Opfer, genauso wie ihre, für immer ungeborenen Kinder…
Jean-Pierre Aussant

Deut .5.17: „ Du sollst nicht töten. ». „Tu ne tueras pas. »

Jean 8.32: „Die Wahrheit wird euch befreien.“ » La vérité vous rendra libre »
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Zu @jean pierre aussant: Eine großartige Argumentation, die in alle Schulen gehörte! Zwei Ergänzungen: 1. Zur sogenannten Überbevölkerung: Alle Menschen in den USA versammelt würde den USA die Bevölkerungsdichte Belgiens verschaffen. 2. In der Dokumentation von Umbreit "Ich habe abgetrieben" (DVD) betrauert eine junge Frau die Abtreibung, obwohl sie infolge einer Vergewaltigung schwanger … Mehr
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Vielen Dank an @CollarUri, der meine Fehler korrigiert hat (Das war keine kleine Arbeit!). Das ist für mich eine riese Hilfe und ich bedanke mich ganz herzlich...
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Gute Analyse!
Rosenkönigin von Heroldsbach gefällt das. 
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Liebe Freunde, ich hatte diesen Artikel erstmal im Französischen geschrieben. Der Artikel steht übrigens am Anhang meines Buches "le complot inconscient". Dieser Artikel ist für mich sehr wichtig. Wohlwissend, dass ich im Deutschen nicht Fehlerfrei schreibe, wenn jemand die Lust und die Zeit hat, um die Fehler zu korrigieren, wäre das wunderbar.
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