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Hl. Katharina Labouré und die Wundertätige Medaille

Hl. Katharina Labouré und die Wundertätige Medaille

18. Juli 1830: An diesem denkwürdigen Tag erschien die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria Katharina Labouré zum ersten Mal.


Die hl. Katharina Labouré war Nonne und Mystikerin (* 2. Mai 1806 in Fain-lès-Moûtiers in Burgund in Frankreich; † 31. Dezember 1876 in Paris).

Cathérine Zoë Labouré war das neunte von 17 Kindern einer Bauernfamilie. Zunächst als Dienstmagd tätig, trat sie 1830 in Paris in den Orden der Vinzentinerinnen ein, wobei sie diese ihre Berufung visionär vorausgesehen hatte: So träumte sie von einem kranken Priester, der sie zu einem Kranken rief. Allerdings erwies er sich selbst als dieser und verhieß Katharina, dass der Dienst an Kranken der ihr von Gott zugedachte Platz im Leben sein werde. Als sie nach ihrem Eintritt in den Orden der Vinzentinerinnen in der Pariser Rue du Bac ein Bild seines Gründers Vinzenz von Paul sah, erkannte sie diesen als den Priester aus ihrem Traum wieder. Während des Gebetes in der Kapelle des Klosters erschienen ihr auch mehrmals das Herz des hl. Vinzenz von Paul sowie unser Heiland in der Eucharistie.

Am 18. Juli 1830, einem Tag vor dem Fest des hl. Vinzenz von Paul, erbat sie von ihm die Gunst, die Heilige Jungfrau zu sehen.

Nachts um halb zwölf erwachte sie plötzlich durch den Ruf "Schwester, Schwester!" Katharina zog den Vorhang an ihrem Bett auf und sah ein Kind in einem weißen Gewand, das zu ihr sagte: "Komm in die Kapelle. Die Jungfrau Maria wartet auf dich". Katharina zog sich schnell an und folgte dem Kind. Alle im Haus schliefen, als sich im Vorübergehen die Lichter von selbst entzündeten und sich sogar die Türen der Kapelle ohne Zutun öffneten. Das Kind führte sie zum Altar neben den Stuhl des Priesters. Katharina kniete nun andächtig nieder und begann zu beten. Das Kind, in dem sie ihren Schutzengel erkannte, sagte zu ihr: "Hier ist die Jungfrau Maria". Sie hörte etwas "wie das Rascheln eines seidenen Kleides" und sah eine Dame, die sich in den Stuhl setzte, was Katharina kaum fassen konnte. Ihr Schutzengel sagte noch einmal vernehmlich: "Hier ist die heilige Jungfrau". Katharina stürzte nun zu ihr hin und presste ihre Hände gegen die Knie der heiligen Jungfrau: "Das ist der süßeste Moment meines Lebens gewesen", betonte sie später. Die heilige Jungfrau sagte zu ihr: "Mein Kind, der liebe Gott möchte dir einen Auftrag erteilen. Es ist mühevoll..., du wirst Widerspruch erregen, aber auch Gnade erhalten. Hab' keine Angst. Komm an diesen Altar hier. Hier werden alle Gnaden auf die Menschen ausgegossen, die mich mit Vertrauen und Hingabe darum bitten. Auf Kleine und Große werden sie ausgegossen."

Katharina erhielt von der Gottesmutter auch eine Bitte an ihren Beichtvater, Pfarrer Aladel: "Die heilige Jungfrau möchte, dass du eine Gemeinschaft für die Kinder gründest".

Am 27. November, dem Samstag vor dem 1. Advent, hörte Katharina während des Stundengebetes am Abend um halb sechs Uhr wieder das Rascheln des seidenen Kleides. Sie schaute gebannt auf und sah die heilige Jungfrau neben dem Gemälde des hl. Josef stehen, und zwar zur Rechten des Altares. Die Gottesmutter stand auf der Weltkugel, war von der Morgenröte umgeben und trug ein weißes Kleid. Ihr Kopf war mit einem Schleier in der selben Farbe bedeckt, der ihr bis zu den Füßen reichte.

In den erhobenen Händen hielt die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria eine Kugel, wobei ihre Augen gen Himmel gerichtet waren. Katharina hörte sie sagen: "Diese Kugel stellt die Welt dar, Frankreich und jeden einzelnen Menschen". Katharina erkannte auch edle Ringe an ihren Händen, "die mit den allerschönsten Steinen bestückt waren und herrliche Strahlen aussandten". Diese Strahlen verbreiterten sich nach unten und Katharina hörte, dass "diese das Symbol für jene Gnaden sind, die ich all den Menschen schenke, die mich darum bitten". Die heilige Jungfrau gab ihr auch zu verstehen, wie freigiebig sie denen gegenüber sei, die sie darum bäten, und welche Freude sie empfände, diese Gnaden. verteilen zu dürfen.

Die Segensmadonna und die Wundertätige Medaille

Nun wurde auf Geheiß der Gottesmutter ein Bild angefertigt, an dessen oberer Kante in goldenen Lettern der Satz zu lesen stand:

"O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen".

Katharina hörte nun wieder eine Stimme, die zu ihr sagte: "Nach diesem Vorbild lasse eine Medaille prägen. All jene Menschen, die sie um den Hals tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden vor allem denen im Übermaß gegeben, die die Medaille vertrauensvoll tragen".

Auf der Rückseite des Bildes erkannte Katharina unterhalb eines Kreuzes den Buchstaben M und darunter wiederum das Heiligste Herz Jesu und das Unbefleckte Herz Mariens.

Während des Fünfuhr-Gebetes im Dezember hörte Katharina erneut das Rascheln des Seidenkleides. Die heilige Jungfrau erschien nun hinter dem Tabernakel und bestätigte Katharina ihren Auftrag. Dann sagte sie noch: "Du wirst mich nicht wieder sehen". Somit gingen die Erscheinungen zu Ende.

Die von der Gottesmutter in Auftrag gegebene Medaille - geprägt im Jahre 1832 - bekam bald den Beinamen "Wundertätige Medaille", und zwar aufgrund der zahlreichen Wunder, die sie insbesondere während einer Choleraepidemie in Paris wirkte. Danach fand diese eine ungeahnte Verbreitung in den Vereinigten Staaten (1836), in Polen (1837) und selbst in China und in Russland (1838). Zehn Jahre nach den Erscheinungen waren bereits mehr als 10 Millionen Exemplare im Umlauf und auch die erste "Gemeinschaft der Kinder Mariens" entstand am 8. Dezember 1838 und verbreitete sich überall in der französischen Provinz und natürlich auch in Paris.

Vergessen auch wir nicht, eine geweihte Wundertätige Medaille um den Hals zu tragen und jenes Gebet in Verbindung mit 3 Ave Maria zu beten, das so viel Schutz und Segen bringt: "O Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen."
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Jeder sollte sie tragen, verbreitet sie
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