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Tina 13
23

Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

Herr, unser Gott.
Junge und alte Menschen,
einfache und kluge,
erfolgreiche und solche, die sich schwer tun,
hast du hier zusammengeführt als deine Gemeinde.
Gib einem jeden
etwas von deinem guten, heiligen Geist,
damit wir dich und uns selbst
und einander besser verstehen
und vorankommen auf dem Weg,
auf den du uns miteinander gestellt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Deuteronomium Kap. 31 ist ursprünglich die direkte Fortsetzung von Kap. 3; dort war gesagt, dass Mose den Jordan nicht überschreiten und das Volk nicht selbst in das verheißene Land hineinführen darf (vgl. 3,26 u. 31,2), und zwar „euretwegen“ (3,26), d. h., er muss stellvertretend die Schuld des Volkes büßen. In einer anderen Überlieferung ist allerdings von der Schuld (dem Unglauben) des Mose selbst die Rede (Num 20,12), aber die deuteronomistische Darstellung vermeidet jede negative Kritik an Mose, „dem Knecht des Herrn“ (Dtn 34,5). Mose war der große Mittler zwischen Gott und dem Volk, er war Prophet, militärischer Führer und politischer Organisator. Kein Nachfolger konnte das alles in einer Person weiterführen. Die empfangene Gottesoffenbarung („dieses Gesetz“) übergibt Mose schriftlich den Priestern und allen Ältesten Israels (31,9). Die militärische Führung übernimmt Josua. Aber nicht Josua wird das Land erobern; Gott selbst führt diesen Krieg und erfüllt die Verheißung, die er den Vätern gegeben hat. - Zu Vers 4-6: Num 21,24-25; Dtn 1,29-30; Jos 1,9; 1 Kön 8,57. - Zu Vers 7: Jos 1,6.

ERSTE LESUNG
Dtn 31, 1-8

Josua, empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen

Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Mose trat vor ganz Israel hin und sprach diese Worte.
Er sagte zu ihnen: Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt. Ich kann nicht mehr in den Kampf ziehen. Auch hat der Herr zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht überschreiten.
Der Herr, dein Gott, zieht selbst vor dir hinüber, er selbst vernichtet diese Völker bei deinem Angriff, so dass du ihren Besitz übernehmen kannst. Josua zieht vor dir hinüber, wie es der Herr zugesagt hat.
Der Herr wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkönigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat.
Der Herr wird sie euch ausliefern: Dann sollt ihr an ihnen genau nach dem Gebot handeln, auf das ich euch verpflichtet habe.
Empfangt Macht und Stärke: Fürchtet euch nicht, und weicht nicht erschreckt zurück, wenn sie angreifen; denn der Herr, dein Gott, zieht mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.
Mose rief Josua herbei und sagte vor den Augen ganz Israels zu ihm: Empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen, von dem du weißt: Der Herr hat ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben. Du sollst es an sie als Erbbesitz verteilen.
Der Herr selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben.


ANTWORTPSALM
Dtn 32, 3-4b.7.8.9 u. 12 (R: 9a)


Der Herr nahm sich sein Volk als Anteil.

Ich will den Namen des Herrn verkünden.

Preist die Größe unseres Gottes!
Er heißt: Der Fels. Vollkommen ist, was er tut;
denn alle seine Wege sind recht.

Denk an die Tage der Vergangenheit,
lerne aus den Jahren der Geschichte!
Frag deinen Vater, er wird es dir erzählen,
frag die Alten, sie werden es dir sagen.

Als der Höchste den Göttern die Völker übergab,
als er die Menschheit aufteilte,
legte er die Gebiete der Völker
nach der Zahl der Götter fest.

Der Herr nahm sich sein Volk als Anteil,
Jakob wurde sein Erbland.
Der Herr allein hat Jakob geleitet,
kein fremder Gott stand ihm zur Seite.


Die Berufungsgeschichte Ezechiels hat in Ez 1,2-3 begonnen, wurde durch die Schilderung der Gotteserscheinung unterbrochen und wird von 2,1 an fortgesetzt. Die Sendung des Propheten gilt dem „Haus Israel“ (vgl. 2,3); das ist der Name des „widerspenstigen Volkes“, zu dem auch die früheren Propheten geredet haben. Es existiert nach dem Untergang des Nordreichs (721 v. Chr.) und der Wegführung von 597 in verschiedenen Restteilen, in der Heimat und in der Verbannung; aber auch jetzt noch kann es als Gesamtheit angesprochen werden. Ezechiel muss, ähnlich wie Jeremia und noch härter als er, von Anfang an begreifen, dass seine Aufgabe schwer ist und dass er keinen Erfolg haben wird. Die Buchrolle, die er essen muss, enthält nichts als Gerichtsdrohungen („Klagen, Seufzer und Weherufe“, 2,10). Dennoch schmeckt sie ihm süß wie Honig (3,3). Bei aller Bitterkeit, die ihm bevorsteht, weiß sich der Prophet auf der Seite Gottes, und das ist seine unverlierbare Seligkeit. - Sach 5,2; Offb 5,1; Jer 1,9; Offb 10,8-10.

ERSTE LESUNG
Ez 2, 8 - 3, 4

Er ließ mich die Rolle essen; ich aß sie; und sie wurde in meinem Mund süß wie Honig
Lesung aus dem Buch Ezechiel

So spricht der Herr:
Du, Menschensohn, höre, was ich zu dir sage. Sei nicht widerspenstig wie dieses widerspenstige Volk! Öffne deinen Mund, und iss, was ich dir gebe.
Und ich sah: Eine Hand war ausgestreckt zu mir; sie hielt eine Buchrolle.
Er rollte sie vor mir auf. Sie war innen und außen beschrieben, und auf ihr waren Klagen, Seufzer und Weherufe geschrieben.
Er sagte zu mir: Menschensohn, iss, was du vor dir hast. Iss diese Rolle! Dann geh, und rede zum Haus Israel!
Ich öffnete meinen Mund, und er ließ mich die Rolle essen.
Er sagte zu mir: Menschensohn, gib deinem Bauch zu essen, fülle dein Inneres mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Ich aß sie, und sie wurde in meinem Mund süß wie Honig.
Er sagte zu mir: Geh zum Haus Israel, Menschensohn, und sprich mit meinen Worten zu ihnen!


ANTWORTPSALM
Ps 119 (118), 14 u. 24.72 u. l03.111 u. 131 (R: vgl. 103a)


Herr, wie köstlich ist deine Verheißung!

Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung,
süßer als Honig für meinen Mund.
Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Weit öffne ich meinen Mund t und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab‘ ich Verlangen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig.
Halleluja.


Das 18. Kapitel bildet die vierte große Redeeinheit des Matthäusevangeliums. Man hat die Reden und Weisungen Jesu, die in diesem Kapitel zusammengefasst sind, als „Gemeindeordnung“ oder als „Hausordnung Gottes“ bezeichnet, weil hier die Grundlagen der christlichen Gemeinde sichtbar werden und ihr inneres Wesensbild aufleuchtet. Die Rede ist an die Jünger gerichtet: mit „Jünger“ sind hier aber nicht nur die wenigen gemeint, die damals in der Nachfolge Jesu standen; der Evangelist hat die Jüngergemeinde seiner eigenen Zeit, die nachösterliche Kirche, im Blick. Nicht alles ist hier erfreulich, es gibt Lieblosigkeit, verächtliche Behandlung der „Kleinen“ (V. 10), es gibt „verirrte Schafe“, Menschen, die verloren gehen (V. 6.12.14), und das alles unter denen, die sich Jünger Jesu nennen. Die Forderung zur Umkehr steht am Anfang dieses Kapitels (V. 3); den Abschluss der heutigen Lesung bildet das Gleichnis von dem Schaf, das sich in den Bergen verirrt hat. Besonders die „Kleinen“ sind in Gefahr, verloren zu gehen; aber Gott kümmert sich um sie, und er will, dass auch die Gemeinde mit besonderer Liebe um sie besorgt ist. - Mk 9,33-37; Lk 9,46-48; Mk 10,15; Lk 18,17; 15,3-7.

EVANGELIUM
Mt 18, 1-5.10.12-14

Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten!
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.
Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

(Schott)
diana 1
"Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters."
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