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Caeleste Desiderium
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Fasten und Osterzeit ( Fürbitten und Werktags Predigten)

Fastenzeit:
Erste Woche, Zweite Woche, Dritte Woche, Vierte Woche, Fünfte Woche, Karwoche.

Osterzeit:
Osteroktav, Zweite Woche, Dritte Woche, Vierte Woche, Fünfte Woche, Sechste Woche, Siebte Woche.
5. Fastensonntag

Joh 12,20-33

Brüder und Schwestern, wir möchten Jesus sehen. Das ist unsere Sehnsucht. Er schenkt uns seine Gegenwart in seinem Wort und an seinem Tisch. Als seine Gemeinde beten wir zu ihm:

V Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

1. Halte in den Getauften die Sehnsucht nach der Begegnung mit dir lebendig.

2. Wecke in jenen Großherzigkeit, die vor neuen Herausforderung…More
5. Fastensonntag

Joh 12,20-33

Brüder und Schwestern, wir möchten Jesus sehen. Das ist unsere Sehnsucht. Er schenkt uns seine Gegenwart in seinem Wort und an seinem Tisch. Als seine Gemeinde beten wir zu ihm:

V Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

1. Halte in den Getauften die Sehnsucht nach der Begegnung mit dir lebendig.

2. Wecke in jenen Großherzigkeit, die vor neuen Herausforderungen zurückschrecken.

3. Erfülle alle, die in Gesprächskreisen und Selbsthilfegruppen nach Problemlösungen suchen, mit Mut und Zuversicht.

4. Leite die Politiker an, ehrenamtlich Engagement zu fördern und angemessen zu honorieren.

5. Führe die Bemühungen zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe zum Erfolg.

Erhöhter Herr, guter Meister, alle willst du an dich ziehen und sie zum Vater führen. Du hast den Tod auf dich genommen, um der Welt das Leben zu geben. Wir preisen dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst in Ewigkeit. Amen.
2. Fastensonntag

Mk 9,2-10

In Jesus ist uns der Zugang zum Vater eröffnet. Im Hören auf sein Wort finden wir Leben und Heil. Wir rufen ihn an:

VHerr, erbarme dich.
AHerr, erbarme dich

1. Wecke müde gewordene Christen zu neuer Bergeisterung.

2. Erfülle alle, die sich mit ihrer ganzen Kraft für Benachteiligte einsetzen, mit Freude und Vertrauen.

3. Begleite die vielfältigen Bemühungen um …More
2. Fastensonntag

Mk 9,2-10

In Jesus ist uns der Zugang zum Vater eröffnet. Im Hören auf sein Wort finden wir Leben und Heil. Wir rufen ihn an:

VHerr, erbarme dich.
AHerr, erbarme dich

1. Wecke müde gewordene Christen zu neuer Bergeisterung.

2. Erfülle alle, die sich mit ihrer ganzen Kraft für Benachteiligte einsetzen, mit Freude und Vertrauen.

3. Begleite die vielfältigen Bemühungen um die Erhaltung echter Werte in unserem Land mit deinem Segen.

4. Bewahre Menschen, die sich zu Sekten und modernen Heilslehren hingezogen fühlen, vor Unfreiheit und Missbrauch.

5. Gib den Kranken Hoffnung und Geduld in ihrem Leiden.

Licht der Völker und Herr der Herren, dein Tod für die vielen hat das Leben der Welt erneuert. Du bist erhöht in der Herrlichkeit des Vaters und willst alle in seinem Haus versammeln zu dem einen Volk, das dir Dank und Lobpreis singt in Ewigkeit. Amen.
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Gelobt Sei Jesus Christus,

Freitag der Zweiten Fastenwoche

Das Gleichnis von den bösen Winzern

Mt 21,33-43.45-46: Das ist der Erbe; auf, wir wollen ihn töten

Das Gleichnis von den bösen Winzern ist Teil der Auseinandersetzung mit den Gegnern Jesu in Jerusalem. Angesprochen werden die Führer des Volkes zur Zeit der jungen Kirche. Die Geschichte beginnt mit einem verkürzten Zitat des …More
Gelobt Sei Jesus Christus,

Freitag der Zweiten Fastenwoche

Das Gleichnis von den bösen Winzern

Mt 21,33-43.45-46: Das ist der Erbe; auf, wir wollen ihn töten

Das Gleichnis von den bösen Winzern ist Teil der Auseinandersetzung mit den Gegnern Jesu in Jerusalem. Angesprochen werden die Führer des Volkes zur Zeit der jungen Kirche. Die Geschichte beginnt mit einem verkürzten Zitat des Propheten Jesaja (Jes 5,1f): Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit den edelsten Reben. Er baute mitten darin einen Turm und hieb eine Kelter darin aus. Der damalige Hörer wusste sogleich, dass mit dem Weinberg Israel gemeint war, und mit dem Gutsbesitzer Gott. So auch im Evangelium, das die wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas im 1. Jahrhundert n. Chr. wiederspiegelt. Die Pächter mussten einen Teil des Ertrages, der kontrolliert wurde, an den Herrn abgeführt. Das Verhältnis der Bauern zu den fremden Herren war oft gespannt.
Der Evangelist benutzt das Gleichnis zur Kurzdarstellung der Geschichte Gottes mit dem Volk Israel. Das Einschreiten gegen die Knechte, die den Anteil an den Früchten holen sollen, verweist auf die wiederholte Ablehnung und das Schicksal der Propheten (Prügel, Tod, Steinigung). Das nachdrücklichste gütliche Mittel des Herrn besteht zuletzt in der Sendung seines Sohnes, mit dem Jesus Christus angesprochen wird. Aber auch gegenüber dem Sohn bleibt der Respekt aus. Christus, der als Sohn alle überragende, erleidet das Prophetenschicksal.
Der Tod des Erben soll den Winzern den Besitz des Weinbergs garantieren und verhindern, dass der den Besitzer wechselt. Mit anderen Worten: andere sollen von Gottes Weinberg ausgeschlossen bleiben. Die Antwort auf die Frage Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? ergibt sich von selbst: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Das entscheidende Stichwort ist das vom Früchte abliefern. Wahrscheinlich hat der Evangelist bei diesem Gericht an die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 durch die Römer gedacht, die den Tempelkult beendete.
Nun setzt die Belehrung durch Jesus ein, das autoritative Wort für die Christen: habt ihr nicht gelesen? Diese Frage erscheint bei Matthäus mehr aus einem Dankpsalm (Ps 118,22f) in der Gemeindeverkündung eine wichtige Rolle spielte. Es ist der Dank eines Menschen, der der äußersten
Bedrängnis entkommen ist (V 18): Der Herr hat mich hart gezüchtigt, doch er hat mich nicht dem Tod übergeben. Er ist wieder zu Ansehen gekommen, wie ein verworfener Stein, der zum Eckstein geworden ist. Dieses Zitat ist Ganz durchsichtig auf den Tod und Erhöhung Jesu hin.
Schließlich die Konsequenz aus der Weinberggeschichte, die Matthäus hinzugefügt, wiederum mit der Autorität Jesu: Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. Das ist das Selbstverständnis der jungen Kirche: den einstigen Winzern ist der Weinberg genommen worden. Den neuen Weinberg Gottes stellt nun die Gemeinschaft um Jesus Christus dar. Aber diese Gemeinschaft steht ebenfalls unter dem Anspruch, die erwarteten Früchte zu bringen.

Fürbitten

Guter Gott, wie einen wertvollen Weinberg umsorgst du dein Volk.

*Wir bitten dich für alle Menschen, dass sie den guten Glauben an dich achten und schützen.

Herr höre uns - Herr, erhöre uns bzw. Wir bitten dich, erhöre uns.

*Wir bitten dich: Lass uns auf das Wort deines Sohnes hören, der uns deinen Willen verkündigt.

*Wir bitten dich: Gib, dass alle arbeitenden Menschen einen gerechten Lohn empfangen.

*Wir bitten dich: Verleihe uns die Kraft, dir die Früchte zu bringen, die du von uns erwarten kannst.

*Wir bitten dich: Bewahre uns vor Habgier und Selbstherrlichkeit.

Herr, unser Gott, was dein ist, ist unser, und was unser ist, ist dein. Lass uns nie vergessen, dass du der Gute Herr der Welt bist, in dessen Dienst wir zum wahren Leben gelangen. Durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt in Ewigkeit. Amen.
Gelobt Sei Jesus Christus,

Donnerstag Der Zweiten Fastenwoche

Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus

Lk 16,19-31 Du hast schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden

Unsere Geschichte wird nur von Lukas überliefert und bildet in seinem Evangelium den Höhepunkt der Kritik Jesu am den …More
Gelobt Sei Jesus Christus,

Donnerstag Der Zweiten Fastenwoche

Das Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus

Lk 16,19-31 Du hast schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden

Unsere Geschichte wird nur von Lukas überliefert und bildet in seinem Evangelium den Höhepunkt der Kritik Jesu am den reichen und nach eigenem Bekunden gesetzestreuen Gegnern. Vorher (Lk 16,13f) hatte Jesus gewarnt:Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Die Reaktion darauf: Das alles hörten auch die Pharisäer, die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn. Ob man geschichtlich die Angesprochenen so allgemein kritisieren darf, bleibt fraglich. Jedenfalls hatte sich zur Zeit des Lukas diese Einschätzung gebildet.
Wir haben eine kunstvoll erzählte Lehrgeschichte vor uns. Zunächst die kurzen Angaben über den reichen Mann, der gesund und sorgenfrei in seinem Haus lebt, in feiner Kleidung und mit gutem Essen. Die Not des armen Mannes wird ausführlicher geschildert: er liegt draußen vor der Tür, der Leib bedeckt mit Geschwüren, geplagt vom Hunger. kein Mensch kümmert sich um ihn, nur die Hunde lecken an seinen Geschwüren. Der Evangelist will unsere Sympathie für diesen Mann wecken. Einen solchen armen Kerl darf man doch nicht liegen lassen! Im Gegensatz zum Reichen wird der Arme mit Namen genannt: Lazarus. Eleazar war ein geläufiger Rufname und bedeutet: Dem Gott hilft.
Nun dreht der Verfasser die Geschichte um, indem er zuerst vom Ende des Lazarus spricht, der von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde.
Schon die jüdische Überlieferung war davon überzeugt, dass Abraham nach seinem Tod bei Gott ist. Dann wendet sich die Schilderung dem Ende des Reichen zu. Er wurde begraben. Gemeint ist ein aufwendiges Begräbnis, das ein Lazarus sich nicht leisten konnte. jetzt leidet der Reiche qualvolle Schmerzen und muss auf den glücklichen Lazarus schauen. Hier drückt sich eine jüdische Anschauung von Vergeltung aus, die die Rollen nach dem Tod vertauscht. Vielleicht hat Lukas die Geschichte bis zu diesem Punkt vorgefunden.
Der Reiche bittet Abraham, ihm Lazarus zur Hilfe zu schicken. Auch hier spiegelt sich die irdische Situation in der Umkehrung. Abraham spricht ihn mit Mein Kind an, so wie sich die Juden als Kinder Abrahams verstanden, und muss ihn enttäuschen. Die Kluft zwischen Leidendem und Glücklichem war nur vor dem Tode überbrückbar.
Der Reiche ruft Abraham als Vater an, nun mit der Bitte, den Lazarus zu seinen Brüdern zu senden, damit er vor ihnen, wie es wörtlich heißt, Zeugnis ablege und sie vor seinem Schicksal bewahre. Mit der Formulierung vom Zeugnis bezeichnet Lukas die urkirchliche Verkündigung. Lazarus soll die Brüder vom christlichen Glauben überzeugen. Abraham verweist auf Mose und die Propheten. Damit wird gesagt, dass es keiner spektakulären Ereignisse bedarf, um zum Glauben an Jesus Christus zu kommen, Es genügt die Kenntnis und das Verständnis der Heiligen Schrift. So wird die Zielrichtung unsere Erzählung deutlich. Die Gefahr des Reichtums besteht darin, keine Augen und kein Herz für die Armen vor der eigenen Tür mehr zu haben. Die Gefahr des Reichtums besteht darin, sich selbst in eine qualvolle Einsamkeit und Hilflosigkeit zu begeben. Die Gefahr des Reichtums besteht darin, taub zu werden für die Botschaft des Auferstandenen.

Fürbitten

Guter Gott, du hast die Erde so geschaffen, damit sie allen Lebewesen den notwenidigen Lebensunterhalt bietet.

*Wir bitten dich für alle Menschen, dass sie miteinander
teilen,was ihnen gegeben ist.

Herr höre uns - Herr, erhöre uns bzw. Wir bitten dich, erhöre uns.

*Wir bitten dich: Gib uns ein Herz für die Armen dieser Welt.

*Wir bitten dich: Lass uns nicht selbstzufrieden werden,
wenn es uns gut geht.

*Wir bitten dich: Schenke uns den Blick dafür, dass der große
Reichtum des Lebens noch aussteht.

*Wir bitten dich: Lass unsere Verstorbenen ruhen in deinem Frieden.

Guter Gott, aus Vielfachen Gründen sind sie Reichtümer dieser Welt unterschiedlich und oft ungerecht verteilt. Du aber lässt die Armen nicht außer Acht. Durch Unseren Herrn Jesus Christus, der mit dir lebt in Ewigkeit.
Amen.