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Jetzt tanzt der nackte Affe auch in unseren Kirchen – von Monsignore N.N.

Der Bischof von Noto im fernen Sizilien, S.E. Mons. Antonio Staglianò, ist ein häufiger Gast in den Medien. Er versteht sich als Erfinder und Vertreter einer sogenannten Pop-Theologie, auf die er sehr stolz ist.

Dabei verkennt er, dass die Popmusik gar nicht vom "Volk" (wer immer das auch sein mag) ausgeht und auch nicht pauschal das Denken "der Jugendlichen" widerspiegelt, sondern von wenigen Machern der Unterhaltungsindustrie stammt, die zusammen mit der Musik bestimmte Denk- und Verhaltensweisen unters Volk bringen.

Während "Pop" also eher an die niederen Instinkte der Massen appelliert, war Theologie, wie es der Name schon sagt, von Gott, also von oben her, gedacht.

In Italien liebt man jedoch keine Gegensätze und keine Konflikte. Am Ende wird auch das Ungereimteste noch glattgebügelt, so dass alles zusammenpaßt und - stets mit dem Hinweis auf die notwendige Öffnung durch die messianische Lichtgestalt von Papst Franziskus - irgendwie auch immer zusammengepaßt hat, was nur einige engherzige Pharisäer bzw. Dubia-Kardinäle oder Dubia-Priester bis heute nicht einsehen wollen.

Bezüglich dieser Pop-Theologie meint nun der Bischof von Noto, bei den Jugendlichen und ihrer Annäherung an Kirche und Glauben einen großen Wurf gelandet zu haben, indem er sich der Texte von Battiato, Nek, Noemi, Mengoni, Gabbani öfters als Ausgangspunkt seiner Predigten bedient und das auch (link)singend(link)Il vescovo, die Noto, Mons. Antonio Staglianò intona canzonette durante la predica(link) während der Heiligen Messe mit Mitra und Bischofsstab in der Hand. Ein gewisser Unterhaltungswert ist diesem Schauspiel nicht abzusprechen, wobei je länger je mehr dieses Unternehmen an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten ist.

Der vom Bischof genannte Francesco Mengoni hatte mit dem Lied "Occidentali's Karma" den Schlagerwettbewerb von Sanremo 2017 gewonnen. Theologisch wäre an diesem Lied einiges auszusetzen.

Dennoch hat jetzt auch ein katholischer Bischof die bis dahin verkannten Werte dieses Genre erkannt, wenn es dort tiefsinnig heißt: "Lektionen aus dem Nirwana, mit Buddha im Gänsemarsch. ... Die Menge schreit ihr Mantra, die Evolution strauchelt, der nackte Affe tanzt, das Karma des Westens, der nackte Affe tanzt..."

Mit dem geforderten Programm der Entweltlichung von Benedikt XVI. hat das nicht mehr viel zu tun. Hier geht es einen gewaltigen Schub der Verweltlichung mitten in die Verkündigung hinein und sogar in die Liturgie. Genauer gesagt: ein Rückfall in infantile-tribale Denkmuster und ein diffuser Appell an Stimmungen und Gefühle anstelle des "geistigen Gottesdienstes" (nach Röm 12,1) jener, die sich nicht dieser Welt angleichen (V.2).

Ja, man hat leider das Gefühl: Jetzt tanzt der nackte Affe auch in unseren Kirchen. Die "Jugend" ist nicht so dumm, das nicht zu bemerken, und engagiert sich anderswo. Unter der Hand wünschen nicht nur sie, sondern auch das geplagte Kirchenvolk, dass der nackte Affe und seine Anhänger dort bleiben mögen, wo sie hingehören: nämlich im Zoologischen Garten.

Kommentieren …
Sunamis 46
Es scheint das mehr affen als nur einer tanzen
a.t.m
In der Schlagzeile wird korrekt mit den Wörtern "Nackte und Affen" darauf hingewiesen in welchen Sinne die aus dem Unseligen VK II hervorgekrochene "Wider - Afterkirche" und dessen antikatholischen innerkirchlichen "Irrlehrer und Wölfe in Schafskleidern" wahrlich wirken, nämlich im Sinne des Widersacher Gottes unseres Herrn der vom Heiligen Augustinus auch «simius dei» (Nachäffer Gottes) genannt … Mehr
Theresia Katharina
Mit Säkularisation erreicht man das Gegenteil!
Die Bärin
Der Bischof will die "Jugend", wie man so schön sagt "da abholen, wo sie sind"? Weiß er denn überhaupt, wo die Jugend ist? Ich stelle mir vor, dass die "Jugend" denkt: Der Opa will sich einschleimen!
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pio molaioni
Der Bischof von Note im "fernen Sizilien"? Da muss man herzhaft lachen. Unter fern verstehe ich meinetwegen Buenos Aires oder Sydney. Sizilien hat einmal zum hl. römischen Reich gehört!