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‚Facebook macht sich zum Chefredakteur der digitalen Welt’

Mark Thompson, der Geschäftsführer der New York Times warnt davor, dass Plattformen wie Facebook mit undurchsichtigen Algorithmen bestimmen, welche Nachrichten verfügbar sind.
Washington D.C. (kath.net/LSN/jg)
Der Versuch von Facebook sich zum „Chefredakteur der digitalen Welt“ zu machen, sei eine „unmittelbare Bedrohung“ für Meinungsfreiheit und Demokratie. Das sagte Mark Thompson, der Geschäftsführer der New York Times bei einer Veranstaltung des „Open Market Institute“ in Washington D.C. am 12. Juni.

Thompson bezog sich auf die Ankündigung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vom Mai, Nachrichtenagenturen nach ihrer Zuverlässigkeit zu reihen. Das Ergebnis dieser von Facebook mittels eines Algorithmus getroffenen Einschätzung würde beeinflussen, wie viele Facebook-Nutzer die entsprechende Nachrichtenquelle erreichen würde.

Der Vorschlag Zuckerbergs wurde von Medienvertretern, darunter auch die New York Times, postwendend abgelehnt. Zuckerberg habe die Idee als Vorteil für die New York Times dargestellt, da diese zu den vertrauenswürdigen Medien zähle. Die Zeitung halte den Vorschlag aber für beängstigend. Er zeige, dass Facebook das Wesen des Journalismus nicht verstanden habe, sagte Thompson.

„Die Demokratie hängt zum Teil vom ungebundenen Wettbewerb zwischen verschiedenen journalistischen Perspektiven und dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Wertungen und Meinungen ab“, fuhr er wörtlich fort. Die großen Medien seien häufig verlässlich, nicht selten seien es aber Außenseiter, die wichtige Beiträge liefern würden, stellte Thompson fest.

Das Vorhaben von Facebook sei „in höchstem Maß gefährlich“, weil die Auswahl der Nachrichten von einer irrtumsanfälligen Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit mitbestimmt werde, die noch dazu hinter verschlossenen Türen stattfinde. Die Bürger seien nicht in der Lage, selbst zu entscheiden welcher Nachrichtenquelle sie vertrauen wollten, kritisierte Thompson.

Er widmete den Großteil seiner Ausführungen den Manipulationen von Facebook. Die gleiche Gefahr – die „Usurpation der Aufgaben der Redakteure und der Öffentlichkeit durch eine zentrale algorithmische Steuerung“ – bestehe bei jeder digitalen Plattform, deren Prozess der Auswahl und Reihung von Nachrichten wir nicht verstehen, warnte er.

Thompson forderte die Technologieunternehmen auf, den Auswahlprozess der Algorithmen und der Redakteure aller großen Internetplattformen vollständig transparent zu machen. Gemeinsam mit den Nachrichtenagenturen könnten Prinzipien für die Auswahl und Präsentation von Nachrichten erarbeitet werden. Den Regulierungsbehörden der USA und anderer Länder empfahl er, die sozialen Netzwerke hinsichtlich Marktdominanz, Marktversagen und Marktmissbrauch zu untersuchen.
kath.net/news/64170
Eremitin
Max Planck
"Religion und Naturwissenschaft - sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie …Mehr
Max Planck
"Religion und Naturwissenschaft - sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren."
Juergen Werth @werthvoll 12 Std.

Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit, wer aber auf den Herrn vertraut ist gelassen und sicher. Spr 29, 25
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