Clicks2K
Pazzo
183

Eine Beschreibung Jesu Christi; Publius Lentulus an Tiberius

Von Publius Lentulus, Statthalter von Judäa, Freund von Pontius Pilatus;
Brief an den Römischen Senat, veröffentlicht von Fabricius


PUBLIUS LENTULUS AN TIBERIUS

Hier, Majestät, ist die Antwort, die Du verlangst. Es ist ein Mann aufgetreten, der mit außergewöhnlicher Macht ausgestattet ist und den sie den Großen Propheten nennen, seine Jünger bezeichnen ihn als "Sohn Gottes", sein Name ist JESUS CHRISTUS. Es ist wahr, o Cäsar, daß man täglich Wunderbares von diesem Christus hört, daß er Tote auferwekt, jede Art von Krankheit heilt und ganz Jerusalem in Staunen versetzt mit seiner außerordentlichen Lehre.
Er ist von majestätischer Gestalt mit einem strahlenden Antlitz voller Sanftmut, so daß jene, die ihn lieben, ihn zur gleichen Zeit auch fürchten. Man sagt, sein Antlitz mit dem in der Mitte geteilten Bart sei von unvergleichlicher Schönheit, und wegen seines Glanzes könne niemand lange den Blick darauf heften. In den Zügen, den himmelblauen Augen, den dunkelblonden Haaren gleiche er der Mutter, die die schönste, rührendste Gestalt ist, die in dieser Gegend je gesehen wurde.
Seine Reden sind von größter Klarheit, ernst, unwiderlegbar, und von einer Weisheit, die jene der größten Geister weit übertrifft. Im Ermahnen und Tadeln ist er furchtbar, im Belehren und Ermutigen jedoch milde, liebenswürdig, gewinnend. Er geht barfuß und barhäuptig, und viele, die ihn aus sicherer Distanz sehen, lachen über ihn, doch in seiner Gegenwart zittern sie und staunen. Niemand sah ihn je lachen, viele aber sahen ihn weinen.
Alle, die mit ihm Umgang gepflegt haben, beteuern, sie hätten Wohltaten und Heilung erfahren; doch werde ich belästigt von bösen Zungen, die behaupten, jener schade dem Ruf Deiner Majestät, weil er öffentlich erklärt, König und Untertanen seien vor Gott gleichgestellt.
Befiehl, was in dieser Angelegenheit geschehen soll, und man wird Dir sofort gehorchen.

Vale! (Lebe wohl!)

PUBLIUS LENTULUS
(Römischer Prokonsul in Judäa)
* * * * *
Missionarie "Unitas in Christo ad Patrem"
Via del Cinema, 16 - 00040 ANZIO (Rome)
Stelzer
Danke lieber Pazzo, so stell ich mir Ihn vor
Pazzo
@Stelzer Schön, danke! Ich mir auch, aber Seine Majestät ist noch viel größer - ich durfte es mal an einem Ostersonntag nach dem Kommunion-Empfang erleben!
@Pazzo: ich habe Sie nicht"auf´s Glatteis" geführt!
Schwester Faustina berichtete, dass "ihr Jesus" keine Wundmale habe. Weshalb in der erste Kunstmaler auch ohne 'Wundmale gemalt hat.
Erst der zweite malte von sich aus kleine Wundmale dazu. Wohl wegen der Kritik des Papstes.

Wenn ihr aber ein wundmalloser "Jesus" erschienen ist, der der Klosterschwester obendrein noch unsinnige und - wie der …More
@Pazzo: ich habe Sie nicht"auf´s Glatteis" geführt!
Schwester Faustina berichtete, dass "ihr Jesus" keine Wundmale habe. Weshalb in der erste Kunstmaler auch ohne 'Wundmale gemalt hat.
Erst der zweite malte von sich aus kleine Wundmale dazu. Wohl wegen der Kritik des Papstes.

Wenn ihr aber ein wundmalloser "Jesus" erschienen ist, der der Klosterschwester obendrein noch unsinnige und - wie der @DrMartinBachmaier sagt - Kotzkübelschmeichelein verzapft hat, ja - dann war das eben nicht Jesus, was wie Sie jetzt wissen, Rom unter Papst PiusXII. bereits festgestellt und verboten hat!
DrMartinBachmaier likes this.
Das Entscheidende ist das erste Bild des polnischen Malers, das dieser nach der Anweisung Faustynas gemalt hat und auch In Wikipedia eingestellt ist. Da trägt er keine Wundmale.
Auch hat er da keinen Heiligenschein, sondern einen Hölligenschein. Dieser dunkle Kranz leuchtet nicht, da er offenbar aus hölzernem Flechtwerk besteht. Freilich: Zündete man es an, würde es brennen, wie es sich für die …More
Das Entscheidende ist das erste Bild des polnischen Malers, das dieser nach der Anweisung Faustynas gemalt hat und auch In Wikipedia eingestellt ist. Da trägt er keine Wundmale.
Auch hat er da keinen Heiligenschein, sondern einen Hölligenschein. Dieser dunkle Kranz leuchtet nicht, da er offenbar aus hölzernem Flechtwerk besteht. Freilich: Zündete man es an, würde es brennen, wie es sich für die Hölle gehört, und somit auch ein wenig leuchten.
Pazzo
@matermisericordia @Vered Lavan @CollarUri Hiermit berichtige ich meinen Kommentar zum angeblich fehlenden Wundmal Jesu auf diesem Bild. Bei genauer und nicht nur oberflächlicher Betrachtung des Faustyna-Bildes sind dort die Wundmale auf beiden Händen selbstverständlich vorhanden. Ebenso, wie das Wundmal auf diesem Bild hier dem Faustyna-Bild sehr gut nachempfunden ist. Daß ich mich von @…More
@matermisericordia @Vered Lavan @CollarUri Hiermit berichtige ich meinen Kommentar zum angeblich fehlenden Wundmal Jesu auf diesem Bild. Bei genauer und nicht nur oberflächlicher Betrachtung des Faustyna-Bildes sind dort die Wundmale auf beiden Händen selbstverständlich vorhanden. Ebenso, wie das Wundmal auf diesem Bild hier dem Faustyna-Bild sehr gut nachempfunden ist. Daß ich mich von @matermisericordia derart aufs Glatteis habe führen lassen, bedauere ich.
Pazzo - Das Gemälde ist nicht das Kriterium für die Echtheit der Faustyna-Visionen, sondern ihr 'Tagebuch', das von Papst Pius XII. und dem Heiligen Offizium damals abgelehnt wurde.
matermisericordia likes this.
CollarUri
OK.
Pazzo
@Vered Lavan Weiß schon, aber weil ich es in Zusammenhang gebracht hatte.
Pazzo - Alles klar.
Sehr interessant finde ich dieses Diptychon mit dem 'Lentulusbrief' und Christusporträt, zwischen 1490 und 1499, Museum Catharijneconvent, aus Utrecht im Wikipedia-Artikel (de.wikipedia.org/wiki/Lentulus-Brief):
CollarUri likes this.
Wo sind denn die Wundmale bei diesem Jesusbild?
CollarUri
Der Lentulus hat Ihn eben vor der Passion photographiert. Oder?
Pazzo
@matermisericordia @CollarUri Das ist ja ungeheuerlich: Man sieht das Wundmal an der rechten Hand Jesu auch nicht auf dem Bermherzigkeitsbild von Sr. Faustyna!
Deswegen wurden ja die Visionen der Sr. Faustyna unter anderem vom Hl. Offizium und von Papst Pius XII. abgelehnt: Theologische Einwände zu den „Visionen“ der Schwester Faustyna Kowalska - nur zur Info.
DrMartinBachmaier and one more user like this.
DrMartinBachmaier likes this.
CollarUri likes this.
Pazzo
@Vered Lavan Mein Komm zu @matermisericordia war aber nicht ernst gemeint
Pazzo
Bei Wikipedia wird dieser Brief teils als apokryph, teils als fiktiv bezeichnet. Wozu dieser Brief überhaupt verfaßt wurde, ist nicht erklärt, oder habe ich zu wenig Info gelesen? @Eremitin
Eremitin
er ist verfasst, um ein Bild von Jesus zu installieren
Eremitin
so schön sich dieser Lentulus-Brief anhört, leider ist Publius Lentulus eine fiktive Gestalt und der Brief stammt aus dem Mittelalter oder der Renaissance.
CollarUri and 2 more users like this.
CollarUri likes this.
Vered Lavan likes this.
Waagerl likes this.
Joannes Baptista and 2 more users like this.
Joannes Baptista likes this.
Tertius gaudens likes this.
Lichtlein likes this.