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Tugendschule für Deutschland (8) Hilfsbereitschaft

Tugendschule für Deutschland

(8) Hilfsbereitschaft

Hilfsbereitschaft ist die Tugend, das Leben des Mitmenschen
zu erleichtern. Die Lebensaufgabe besteht aus täglich vielen
größeren u. kleineren Aufträgen, die zusammen das Lebens-
kreuz bilden. Wenn jeder sein Kreuz nach der Vorsehung
des Himmlischen Vaters fruchtbar trägt, so dienen alle
Lebenskreuze aller Menschen ideal dem Heilsplane Gottes.
Doch es kann vorkommen, dass jemand Schwierigkeiten
dabei hat. Wenn das der Fall ist, ist es eine sehr löbliche
Sache, wenn jemand zu Hilfe kommt. Dadurch kann der
Geprüfte Atem holen und wieder Kraft schöpfen und an-
schließend sein Kreuz leichter weitertragen. Und für den
Helfenden ist es eine gnadenvolle Gelegenheit, die Nächs-
tenliebe zu üben. Darum wird diese Tugend sehr von Gott
geliebt !

Nächstenliebe kann aber abgestuft auftreten:

- Jemand hilft hauptsächlich, weil ihn die Umstände dazu
zwingen, wie es bei Simon v. Cyrene war, der erst von
römischen Soldaten dazu gezwungen werden musste,
Jesus das Kreuz tragen zu helfen. Dann jedoch trug er es
ergeben und mit Ehrfurcht Jesu gegenüber.
- Hilfe aus natürlichem inneren Drang. Diese positive
Einstellung kommt der Zuvorkommenheit schon nahe.
- Man hilft nur, weil man sich einen Vorteil erhofft oder
weil man Furcht vor Gesichtsverlust hat oder in der Hoff-
nung, einen Lohn dafür zu erhalten. Das ist mit
Eigeninteresse beschmutzte Hilfsbereitschaft.

Menschen, die v.a. nach materiellen Maßstäben leben,
werden es durchaus schwer finden, zur reinen Hilfsbereit-
schaft zu kommen, denn für sie ist alles ein Tauschgeschäft.
Uneigennütziges Handeln wäre für sie wie schlechte Unter-
nehmensverwaltung.

Und doch ist die Tugend der Hilfsbereitschaft eine der
herrlichsten Erfahrungen innerhalb einer christlichen Ge-
meinschaft, wie Gal 6,2 hervorhebt:

"Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen."

Bild: Fräulein in Not. Mann mit Problemlösungskompetenz.

Für Jugendliche sehr empfehlenswert das Album:
Wahre Liebe wartet
Und sie ist einer der "fünf Sprachen der Liebe" nach Chapman/Kambell. Diese sind: Lob/Anerkennung, Hilfsbereitschaft, gemeinsame Zeit verbringen, Körperkontakt, Geschenke.
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