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Oktav der Unbefleckten Empfängnis - Betrachtung

Dogmatische Bulle "Ineffabilis" von Pius IX.:

"Maria leuchtet in so mächtiger Begabung mit allen Schätzen
des Himmels, in solcher Fülle der Gnade, in solchem Glanze der
Unschuld, dass sie ein Wunder der Allmacht Gottes ist, dessen
Größe keine Zunge zu erreichen vermag, ja dass sie der Gipfel
aller seiner Wunderwerke und würdig ist, Muttergottes zu sein.
Sie ist in solche Nähe zu Gott erhöht, als eine erschaffene Natur
solcher Erhöhung fähig ist; und darum vermögen die Zungen
der Engel so wenig wie die der Menschen, ihr Lob zu erreichen."

(verblüffende Übereinstimmung mit "Mystische Stadt Gottes" v.
Maria v. Agreda, wo die Gottesmutter "Wunder seiner Allmacht
und Abgrund der Gnade" genannt wird und wo es heißt:
"Dies tat der getreueste Herr, indem er in dem Augenblicke
ihrer Empfängnis in die heiligste Seele Mariä alle Gnaden
und Gaben in so hocherhabenem Grade ausgoss, dass kein
Heiliger, ja alle zusammen nicht eine solche Stufe erreichen
konnten und dass keine Zunge imstande ist, solches auszu-
sprechen."
)
Anmerkung: Die Verkündigung des Dogmas war 1854,
Maria v. Agreda begann das Werk zu schreiben am
8. Dez. 1655 !

Aus "Mystische Stadt Gottes" von Maria v. Agreda, Äbtissin:
"Die heiligen Eltern [Anna unfruchtbar!] waren dabei ganz
von der Gnade geleitet und jeder Begierlichkeit oder bösen
Lust so sehr entrückt, dass jene Unvollkommenheit, die eine
Folge der Erbsünde ist und die sonst gewöhnlich mit der
Materie und deren Mitteilung verbunden ist, hier nicht statt-
hatte. Nur die Materie ward gegeben, und zwar ganz ohne
alle Unvollkommenheit, weil die Handlung selbst eine ver-
dienstliche war. Darum konnte schon aus diesem Grunde
allein von der in Rede stehenden Empfängnis die Sünde
ausgeschlossen sein, abgesehen davon, dass die göttliche
Vorsehung dieselbe ohnedies schon als sündlos beschlossen
hatte." (213)
"Bei beiden Eltern wirkten Natur und Gnade zusammen,
die Natur beschränkt, gemäßigt und nur soweit es unumgäng-
lich notwendig war, die Gnade aber in überschwänglicher
Fülle, Kraft und Stärke, sodass die Natur gleichsam ver-
schlungen oder absorbiert wurde; freilich nicht in der Weise,
als ob die Gnade die Natur mit sich vermischt hätte, sondern
so, dass sie die Natur auf wunderbare Weise erhob und
veredelte. Die Menschen sollen wissen, dass die Gnade es
ist, welche diese Empfängnis sozusagen auf ihre Rechnung
nahm, indem sie sich der Natur insoweit bediente, als notwendig
war, damit diese unvergleichliche Tochter natürliche Eltern
habe." (211)
"Dieses Wunder wird nach meiner Ansicht durch jenes Wunder
verständlich, welches Christus unser Herr gewirkt hat, als der
heilige Petrus auf dem Wasser wandelte [Mt 14,29ff]. Damit
nämlich das Wasser den heiligen Petrus trage, war es nicht
nötig, dass der Herr dasselbe verdichtete und in Kristall oder
Eis verwandelte; in diesem Fall wäre das Wandeln des Apostels
natürlich gewesen und auch andere hätten darauf wandeln
können, ohne dass außer der Verdichtung noch ein weiteres
Wunder erforderlich gewesen wäre. Vielmehr konnte der Herr
bewirken, dass das Wasser, ohne verdichtet zu sein, dennoch
den Leib des Apostels trage, indem er wunderbarerweise
mit dem Wasser wirkte. ... Ganz ähnlich diesem Wunder,
nur noch viel geheimnisreicher, war jenes, kraft dessen Anna,
die Mutter der allerseligsten Jungfrau Maria, empfangen hat.
(212 f.)


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