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Brief von Franziskus geleaked - Adressat ist „Herr” Maduro

Papst Franziskus hat Nicolas Maduro von Venezuela einen privaten Brief (7. Februar) geschrieben und als „señor“ anstatt als „presidente” angeredet.

Der Oppositionsführer Juan Guaidó, der zur Oberschicht gehört, wurde am 23. Januar von westlichen Regimen, die nach den Ölvorkommen Venezuelas gieren, als Interimspräsident anerkannt. Guaidó wird weder vom Militär noch von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt.

Der Brief von Franziskus wurde [vom Vatikan] der Zeitung „Corriere della Sera“ geleaked. Franziskus schreibt, dass die Bedingungen nicht reif dafür seien, dass der Vatikan als Vermittler eingreife. Jegliches Blutvergießen sei zu vermeiden.

Franziskus will sich offenbar nicht auf eine Seite schlagen, solange nicht klar ist, wer gewinnt.

Die liberalen Bischöfe von Venezuela haben die Märsche der Oppositionellen unterstützt und die Wahl von Maduro als „illegitim“ bezeichnet, obwohl es dafür keine Beweise gibt.

Bild: Nicolas Maduro, © Fabio Rodrigues Pozzebom/ABr - Agência Brasil, CC BY-SA, #newsOtyxjbvvcp
Hermias
Historisch! Geburtstagslied für Maduro, www.youtube.com/watch
Welche "liberalen Bischöfe"? Bergoglio hat Maduro bisher gestützt, wo er konnte und ignoriert, daß die Kirche dort herumgeschubst wird von dem sozialistischen Regime, so zB der Entzug von Rundfunkfrequenzen, damit dort nicht die Kirche, sondern irgendwelche sozialistischen Kumpane Propaganda funken können. Maduro ist nur durch zwei Dinge noch im Amt, a) er hat das Militär mit den verbliebenen …More
Welche "liberalen Bischöfe"? Bergoglio hat Maduro bisher gestützt, wo er konnte und ignoriert, daß die Kirche dort herumgeschubst wird von dem sozialistischen Regime, so zB der Entzug von Rundfunkfrequenzen, damit dort nicht die Kirche, sondern irgendwelche sozialistischen Kumpane Propaganda funken können. Maduro ist nur durch zwei Dinge noch im Amt, a) er hat das Militär mit den verbliebenen Resten der Ölindustrie gekauft und b) er hat den Verfassungsgesrichtshof in der Tasche, so daß alles, was das rechtmäßig gewählte Parlament beschließt (wo Maduro die Mehrheit verloren hat) aufgehoben wird. Die letzte Präsidentenwahl 2013 war von Manipulationsvorwürfen überschattet, die nie aufgearbeitet wurden, 2015 gewann die Opposition die Parlamentswahl, wurde aber vor der konstituierenden Sotzung ausgehebelt durch ein Ermächtigungsgesetz, daß Maduro erlaubt per Dekret zu regieren. Um das unbequeme Parlament loszuwerden, in dem er keine Mehrheit hat, berief er eine Nationalversammlung ein, die nur offen für seine Parteigänger war, um an der Verfassung rumzudoktorn und das rechtmäßige Parlament aufzulösen. 2018 gab es eine Präsidentenwahl, die von vielen Ländern, auch lateinamerikanischen Ländern als illegitim da manipuliert abgelehnt, da wesentlich Teile der Opposition wegen des Boykotts der Nationalversammlung von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen waren.